Oracle-Gründer

13. August 2013 13:20; Akt: 13.08.2013 13:25 Print

Mit Apple gehts abwärts, meint Larry Ellison

Der Chor der Apple-ist-dem-Untergang-geweiht-Propheten ist um ein prominentes Mitglied reicher. Ein langjähriger Freund von Steve Jobs sieht schwarz für den iKonzern.

Larry Ellison im TV-Interview des US-Senders CBS. (Quelle: youtube.com)
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Larry Ellison ist nicht nur einer der reichsten Unternehmer der Welt. Der Silicon-Valley-Milliardär war auch ein langjähriger Freund des 2011 verstorbenen Apple-Gründers Steve Jobs.

Nun sorgt der Gründer und CEO des Softwarekonzerns Oracle mit öffentlichen Äusserungen zu Apples Zukunft für Aufsehen, wie der US-Blog Electronista berichtet. In einem TV-Interview mit dem US-Sender CBS stellt er eine ziemlich pessimistische Prognose. Dabei bezieht er sich auf jene vergangenen Zeiten, in denen das kalifornische Unternehmen vorübergehend nicht von Jobs geleitet wurde. Sein Fazit: Apple ohne Jobs sei schon in den 80ern respektive 90ern ein Experiment gewesen, dass nicht gut herausgekommen sei. «Dann haben wir Apple mit Steve Jobs gesehen und nun sehen wir Apple (erneut) ohne Steve Jobs», sagt Ellison vor laufender Kamera und macht dabei mit der Hand eine Abwärtsbewegung.

Feindliche Übernahme vorgeschlagen

Ist Apple unter dem 2011 eingesetzten CEO Tim Cook tatsächlich dem Untergang geweiht? Die Reaktionen der US-Medien auf Ellisons Äusserungen liessen nicht lange auf sich warten. Die damalige Situation sei nicht mit der heutigen vergleichbar, sagen Kommentatoren. Und sie erinnern an die fragwürdige Rolle, die Ellison einst spielte. So soll er dem aus der eigenen Firma gedrängten Jobs zu einer feindlichen Übernahme geraten haben – mithilfe seines Geldes.

Doch Jobs lehnte dankend ab, wie aus der offiziellen Biografie von Walter Isaacson hervorgeht. Aus moralischen Gründen. Er habe einen anderen Weg gefunden, um bei Apple wieder die Kontrolle zu erlangen. Wie die Geschichte zeigt, schaffte es Jobs in der Folge tatsächlich, über den Interims-Job als Apple-Geschäftsführer. Es folgten die fetten Jahre, angefangen mit dem iMac, später dem iPod und natürlich dem iPhone und iPad.

Nachfolge geregelt

Vor seinem Tod setzte sich Jobs intensiv mit der Regelung seiner Nachfolge auseinander. Er machte seinen langjährigen Stellvertreter Tim Cook zum Thronfolger und gab ihm den Rat, er solle sich nie fragen, was Steve getan hätte, sondern einfach das Richtige tun.

In den kommenden Monaten wird sich weisen, ob Apples Innovationskraft und der Riecher für innovative und kommerziell erfolgreiche Produkte ungebrochen ist. Neben den erwartbaren Fortsetzungen wie dem nächsten iPhone und iPad wollen, ja müssen die Kalifornier auch in neuen Gerätekategorien punkten. Sei dies mit einem Gadget fürs Handgelenk oder dem sagenumwobenen iFernseher.

Was meinen Sie, ist Apple ohne Steve Jobs dem Untergang geweiht?

(dsc)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter am 15.08.2013 15:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Apple immer wieder der Zeit voraus

    Wenn Apple wieder einmal sich anders verhält, als sich dies all die gescheiten Leute rund um den Erdball vorstellen, so sind sie in deren Augen schnell weg vom Fenster. Doch dass sie gleichzeitig insgeheim wieder ein grosses Tor aufstossen, ist eben Apples Strategie. Sollte eigentlich bekannt sein. Bin mal gespannt, was die Neider Ende Jahr zum besten geben. Nicht nur für mich bleibt Apple die kreativste, smarteste und qualitativ beste Firma - ein Fixstern am digitalen Himmel!

  • Juerg Gilomen am 13.08.2013 14:48 Report Diesen Beitrag melden

    Komischer Vergleich

    Frage mich warum die jetzige Situation von Apple mit den 80iger und 90iger verglichen wird. Damals konnte Jobs die Nachfolge ja nicht regeln wie er das jetzt gemacht hat. Und wenn die Zahlen sinken, was solls macht jedes Unternehmen mal mit. Apple wird bleiben, schon nur von der Bedienerfreundlichkeit her. Arbeite im Büro mit Windows 7 und zu Hause mit OS X, und bin mich nur am Ärgern im Büro. Kenne viele die von Windows auf Apple umgestiegen sind.

    einklappen einklappen
  • Peppe am 13.08.2013 14:41 Report Diesen Beitrag melden

    So ist es sicherlich

    keine neue Innovation, was Appel über Wasser halten könnte wäre endlich der iTV. Aber Samsung ist gut gewaffnet.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter am 15.08.2013 15:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Apple immer wieder der Zeit voraus

    Wenn Apple wieder einmal sich anders verhält, als sich dies all die gescheiten Leute rund um den Erdball vorstellen, so sind sie in deren Augen schnell weg vom Fenster. Doch dass sie gleichzeitig insgeheim wieder ein grosses Tor aufstossen, ist eben Apples Strategie. Sollte eigentlich bekannt sein. Bin mal gespannt, was die Neider Ende Jahr zum besten geben. Nicht nur für mich bleibt Apple die kreativste, smarteste und qualitativ beste Firma - ein Fixstern am digitalen Himmel!

  • Hans am 14.08.2013 23:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es geht um Macht und Geld

    Wenn jemand in seiner Stellung so eine Aussage macht, dann geht es immer um persönliche Interessen und ums Geld. Diese Leute sind berechnend und wissen genau was eine solche Aussage für mediales Interesse hat und welche Vorteile sie sich damit verschaffen.

  • Steff am 14.08.2013 19:15 Report Diesen Beitrag melden

    Selber Schuld am Abstieg

    Apples sprichwörtliche, unsägliche Arroganz gegenüber Kunden, Wiederverkäufern und Lieferanten wird sich rächen, sobald es Apple schlechter geht! Recht so! das sage ich übrigens als Apple Jünger der ersten Stunde

  • Hitaro am 14.08.2013 19:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Na klar....

    Apple am Ende? Vergesst das schnell mal wieder. Vielleicht mal eine kleine Durststrecke, aber abschreiben darf man Apple deswegen noch lange nicht. Die einzige Firma, von der ich Aktien erwerben würde (was Smartphones und Computer anbelangt)

  • Werner am 14.08.2013 14:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die treuesten Fans links liegen gelassen

    Die Grafik- und Fotografengemeinde wartet seit Jahren auf neue und schnelle Workstations und wird immer wieder vertröstet. Die Leistung von imacs und Notebooks reicht für viele längst nicht mehr. Ausgerechnet die treuesten Followers werden von Apple links liegen gelassen. Wer versteht das?