iPad Air

30. Oktober 2013 06:02; Akt: 30.10.2013 06:46 Print

Das Leichtgewicht im Praxistest

von T. Bolzern - Das iPad Air ist dünner und leichter als sein Vorgänger – und sonst alles kalter Kaffee? 20 Minuten konnte das Tablet bereits vor dem Verkaufsstart ausführlich testen.

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Schneller, flacher, leichter: Apple hat im Oktober das neue Tablet-Flaggschiff iPad Air vorgestellt. 20 Minuten konnte das Teil bereits vor dem Verkaufsstart am 1. November auf Herz und Nieren prüfen. Der Konzern aus Cupertino wirbt: Das iPad Air ist dünner als ein Bleistift. Mit 7,5 Millimeter kommt es durch: Die dünne Flunder könnte sich wirklich hinter einem handelsüblichen Kugelschreiber verstecken. Optisch wurde das iPad Air an das iPad mini angelehnt. Auf der Seite gibt es wie gewohnt die Lautstärkeregler. Hinten die Kamera (5 Megapixel). Zu sehen ist hier das Modell mit Schwarz/Spacegrau-Finish. Erhältlich ist auch eine Version in weiss/silber. Unten am Gerät befindet sich der Lightning-Anschluss und die Boxen. Aufgestanden! Auch für das iPad Air gibt es passende Cover, um das Gerät zu schützen. Mit wenigen Kniffs lässt sich die Abdeckung in einen Ständer verwandeln. Macht sich auch gut im Bett zum Lesen. Wurde dies mit dem iPad der vierten Generation nach längerem Halten für die Finger etwas ungemütlich, macht das Lesen oder Spielen mit dem Air auch über längere Zeit hinaus Spass. Für die Anzeige sorgt, wie beim iPad 4, ein 9,7-Zoll-Retina-Display mit einer Auflösung von 2048 x 1536 Pixel. Verbessert wurde dabei der Multi-Touch-Algorithmus. Das Air erkennt nun, ob der Daumen auf dem Display nur zum Halten genutzt wird, oder wenn man mit dem Finger etwas bedienen will. Für Leseratten ein Vorteil. So passiert es nicht ständig, dass beim Ausruhen des Daumens reihenweise Seiten umgeblättert werden. Kraftprotz unter der Haube: In unserem Benchmark-Test erreichte das iPad Air 2684 Punkte (je mehr desto besser). Im direkten Vergleich schneidet das iPad der vierten Generation mit 1427 Punkten ab. Auf in den Kampf! Mit dem iPad Air laufen alle getesteten Spiele, darunter das grafisch anspruchsvolle «Infinity Blade III» absolut flüssig. Etwas Übung braucht das Anheben. Denn im Gegensatz zum iPad 4 sind die Seiten des Air nicht mehr so stark abgeschrägt, dass man mit den Fingern darunter greifen könnte. Tipp: Mehr Abstand zwischen Daumen und Zeigefinger ergibt eine bessere Hebelwirkung. Alternativ kann das Tablet auch mit zwei Händen angehoben werden.

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Die grösste Änderung im Vergleich zu seinem Vorgänger hat das iPad Air im Design erhalten. Die neue Tablet-Generation ist ebenfalls sehr sauber verarbeitet und gliedert sich optisch nun am iPad mini an. Dabei soll das Air dünner als ein Bleistift sein.

Damit zumindest wirbt der Konzern aus Cupertino. Dem Vergleich mit einem handelsüblichen Kugelschreiber hält das Versprechen stand: Mit gerade einmal 7,5 Millimeter Höhe verschwindet das Tablet um einen Millimeter hinter dem Stift.

(F)liegt gut in der Hand

Zu seinem Vorgänger, dem iPad 4 (601 Gramm), ist das Air mit 469 Gramm auch eine Ecke leichter geworden. Was sich auf dem Papier nach keinem arg grossen Unterschied anhört, fühlt man aber in der Hand. Wurde es mit dem iPad der vierten Generation nach längerem Halten für die Finger etwas ungemütlich, macht das Lesen oder Spielen mit dem Air auch über längere Zeit hinaus Spass. In unserem Test traten selbst nach einer anderthalbstündigen Session mit dem Spiel «Infinity Blade III» keine Finger-Verkrampfungen auf.

Für die Anzeige sorgt, wie beim iPad 4, ein 9,7-Zoll-Retina-Display mit einer Auflösung von 2048 x 1536 Pixel. Verbessert wurde dabei der Multi-Touch-Algorithmus. Das Air erkennt, ob der Daumen auf dem Display nur zum Halten genutzt wird, oder wenn man mit dem Finger etwas bedienen will. Für Leseratten ein Vorteil. So passiert es nicht ständig, dass beim Ausruhen des Daumens reihenweise Seiten umgeblättert werden.

Tablet-Kraftprotz

Weiter punktet das iPad Air mit einem rasanten Prozessor, der seinen Vorgänger um Welten hinter sich lässt. Verbaut wurde ein A7-Chip, der auch im iPhone 5S den Takt angibt. Zum Vergleich: im iPad der vierten Generation steckt der noch etwas ältere A6X-Prozessor. Unklar war bis anhin, wie viel Arbeitsspeicher im neuen iPad steckt. Unser Test mit dem Programm Geekbench zeigt: Wie beim Vorgänger ist ebenfalls 1 GB Ram verbaut. Das neue Apple-Tablet schnitt im Geekbench-Test mit 2684 Punkten ab (je mehr desto besser). Das iPad der vierten Generation erreichte im gleichen Test 1427 Punkte. Wie immer sind solche Ergebnisse mit Vorsicht zu geniessen.

Doch der Unterschied zeigt sich auch im Praxistest. Das Air läuft rund, flüssig, reagiert zügig und zickt selbst dann nicht rum, wenn weit über ein Dutzend Apps geöffnet sind. Hier kann Apple seine Muskeln spielen lassen. Das Betriebssystem (iOS 7) und die Hardware sind aus einem Guss. Im App Store gibt mittlerweile 475'000 Apps, die für die iPads optimiert wurden. Im Vergleich zu anderen Plattformen hat Apple hier Vorteile – auch wenn dieser Vorsprung kleiner wird.

Auch für Zocker

Grafisch intensive Spiele, wie etwa «Infinity Blade III», laufen auf dem Air absolut ruckelfrei und stellen auch komplexe Lichteffekte wie Blurs oder spiegelnde Wasseroberflächen ohne zu zögern dar. Trotz mehr Leistung und geringerer Abmasse verspricht Apple, dass der Akku im iPad Air gleich lange hält, wie bei seinem Vorgänger (10 Stunden). In unserem Test (Gamen, Surfen) erwies sich diese Schätzung als akkurat.

Möglich macht dies wohl auch der M7-Co-Prozessor, der erkennt, wenn das iPad Air herumliegt und dann entsprechende Prozesse herunterdrosselt, um Energie zu sparen. Das An- und Abschalten des Geräts dauert wie beim iPad 4 um die 20 Sekunden. Der Bildschirm und die Kameras im iPad Air bleiben unverändert. Ebenso der Home-Button, wo man vergebens den Fingerabdruck-Scanner Touch ID sucht.

Was ist dünn und klebt am Tisch?

Ein Detail, aber kein unwichtiges: Liegt das Air auf der Rückseite auf einem Tisch, ist das Anheben am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig. Denn im Gegensatz zum iPad 4 sind die Seiten des Air nicht mehr so stark abgeschrägt, dass man mit den Fingern darunter greifen könnte. Leichter geht es, wenn die Hebelwirkung mit grösserem Abstand zwischen Daumen und Zeigfinger vergrössert wird. Alternativ kann man das Gerät auch mit zwei Händen anheben. Das Air ist hart im nehmen: auch das mehrmalig (unbedachte) Ziehen über den Tisch, um das Gerät an der Kante anzuheben, hat an unserem Testgerät keine sichtbaren Spuren hinterlassen.

Ab 1. November

Der Einstiegspreis von 549 Franken (Für das Wifi-Modell mit 16 GB) scheint der qualitativ hochwertigen Verarbeitung angepasst, verglichen mit Android-Tablets ist es aber kein Schnäppchen. Die vielen technischen Neuerungen macht das Air zu einem würdigen Nachfolger des iPad 4, wenn auch nicht zu einem Quantensprung in der Tabletentwicklung.

In der Schweiz kommt Apples Leichtgewicht am 1. November auf den Markt. Verfügbar ist es in den Farbkombinationen Schwarz/Spacegrau und Weiss/Silber. Wahlweise ist das Air nur mit Wifi oder mit Wifi und Mobilfunk-Modul (LTE) erhältlich, die sich für Pendler und Vielreiser lohnen könnte. Mit einem Einstiegspreis von 679 Franken (16 GB-Modell) fällt das Modell mit Mobilfunk-Modul aber auch teurer aus

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Iro Nie am 30.10.2013 07:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Feature

    «Alternativ kann das iPad auch mit zwei Händen aufgehoben werden.» Boah, krass! Jetzt muss man das iPad einfach kaufen! ;)

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  • Sushi am 30.10.2013 12:48 Report Diesen Beitrag melden

    iPad

    Dünner und leichter werden mittlerweile alle Tablets. 1GB Arbeitsspeicher wären mir deutlich zu wenig. Der A7 ist auf dem selben Niveau wie der Snapdragon 800 (Teilweise ist der A7 sogar schwächer, was viele Verblendete nicht wahr haben wollen). iOS 7 ist dank den neuen Android und WP Features deutlich besser als iOS 6, sieht aber wie ein LSD Trip aus. Also... in meinen Augen effektiv nichts besonderes und ist ein Standard High-End Tablet wie ihn mittlerweile jeder baut.

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  • Louis am 30.10.2013 07:05 Report Diesen Beitrag melden

    20min Apple Test - logisches Resultat ok

    Wie immer kommen die Tests der Apple-Geräte hier im 20minuten jedesmal sehr gut raus. Ob dies objektiv ist oder eher subjektiv, soll sich jeder selbst ein Bild machen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sushi am 30.10.2013 12:48 Report Diesen Beitrag melden

    iPad

    Dünner und leichter werden mittlerweile alle Tablets. 1GB Arbeitsspeicher wären mir deutlich zu wenig. Der A7 ist auf dem selben Niveau wie der Snapdragon 800 (Teilweise ist der A7 sogar schwächer, was viele Verblendete nicht wahr haben wollen). iOS 7 ist dank den neuen Android und WP Features deutlich besser als iOS 6, sieht aber wie ein LSD Trip aus. Also... in meinen Augen effektiv nichts besonderes und ist ein Standard High-End Tablet wie ihn mittlerweile jeder baut.

    • Informatiker am 30.10.2013 13:36 Report Diesen Beitrag melden

      @Sushi

      Wenn man nicht so gierige Software hat welche gut zur Hardware passt, kommt man mit 1 GB Ram ganz gut aus. Aber wenn das OS den Speicher derart belastet wie bei Android, dann resultiert einfach schlechtere Performance daraus. Das wäre mal das Basiswissen. Ich weiss dass du das sowieso nicht glaubst, auch wenn es dir hundert Fachleute sagen, also verschon mich mit Antwortkommentaren basierend auf Halbwissen.

    • Aufmerksamer Leser am 30.10.2013 14:20 Report Diesen Beitrag melden

      Ich lach mich tot!

      Komisch dass deine Kommentare immer fünfmal öfter als die anderen bewertet werden...Da hilft wohl einer nach!

    • Sushi am 30.10.2013 14:38 Report Diesen Beitrag melden

      Du schon wider :)

      Hallo Apfelkenner :) Als ''Informatiker'' solltest du wissen, dass ich hier nur einmal eine Stimme abgeben kann. Ich kann mich immer wider nur wiederholen: Du neigst dazu dir seltsame Sachen einzubilden und zu phantasieren.

    • Clappeur am 30.10.2013 14:44 Report Diesen Beitrag melden

      Ist mir auch aufgefallen

      @Aufmerksamer Leser Das stimmt, normalerweise ist das Däumchenverhältnis bei Sushis Kommentaren genau umgekehrt. Eigenlob stinkt!

    • Apfelkenner am 30.10.2013 14:51 Report Diesen Beitrag melden

      @Sushi

      Falls du es noch nicht gemerkt hast ignoriere ich deine Kommentare seit einiger Zeit, also lass mich mit deinem Verfolgungswahn in Ruhe... In diesem Sinne: Over and out, Adieu...

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  • John S. am 30.10.2013 09:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vernünftige Entwicklung

    Stetige, logische Entwicklung eines Produktes bringt mehr, als unüberlegte Effekthascherei. Der wichtigste Satz in der Beschreibung, Apple baut Hard- und Software ( Betriebssystem) aus einer Hand. Dementsprechend, schreibe ich diesen Kommentar mit einem iPad der ersten Generation und es funktioniert noch einwandfrei. Seine Tage sind allerdings gezählt, bald gibt es das Neue.

  • Emanuel am 30.10.2013 08:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gut, aber

    Ich fand das iPad 3 Super, die Leistung reicht immer noch gut, das einzige, es ist mir zu schwer. Aber 880.- ausgeben damit es etwas leichter ist, macht glaub ich keinen sin. Für alle die noch kein iPad haben, für die ist das sicher eine gute Sache. Aber solang sie nicht die Auflösung erhöhen werde ich Murr wohl kein neues mehr kaufen

  • Philu am 30.10.2013 08:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    kein umstieg nötig

    Da bleib ich doch beim ipad 4. das Design gefällt mir sowieso besser.

  • Kein doofer Basher am 30.10.2013 08:23 Report Diesen Beitrag melden

    Doppelt so schnell

    Soviel zum Thema dass 64Bit nichts bringt, in Sachen Geschwindigkeit wenn "nur" 1GB Ram verbaut wird... Wieviele "Spezialisten" haben das in der letzten Woce behauptet? Hunderte!