Lookout-App

08. November 2012 11:09; Akt: 08.11.2012 12:00 Print

So spürt man Handys trotz leerem Akku auf

iPhone oder Android-Smartphone verschwunden, Akku leer: Was aus Nutzersicht nach einem Supergau klingt, kann dank der Gratis-App Lookout glimpflich enden.

Im Werbevideo kommen die Gründer von Lookout Mobile zu Wort. (Quelle: youtube.com/lookoutmobile)
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Die in Kalifornien beheimatete IT-Sicherheitsfirma Lookout Mobile hat eine neue deutsche Version ihres Schutzprogrammes für Android-Smartphones und iPhones am Start. Die Gratis-App ist ab sofort in Apples App Store respektive bei Google Play verfügbar. Neben einer neu gestalteten Benutzeroberfläche gibt es eine Funktion, die für viele Nutzer hilfreich sein dürfte. Denn die aufgepeppte Lookout-App hilft dabei, ein vermisstes Gerät auch dann zu finden, wenn der Akku leer ist.

Die App sorgt dafür, dass das Gerät, kurz bevor der Akku leer ist, seinen Standort noch einmal meldet. Diesen Standort kann der Besitzer dann über das Internet abrufen. Eine Gewähr dafür, dass das Smartphone noch immer dort liegt, gibt es zwar nicht, aber es ist immerhin ein Hinweis.

Bleibt anzumerken, dass Apple für das mobile Betriebssystem iOS eine ähnliche Funktion bereits seit längerem anbietet. Über die App «iPhone-Suche» lassen sich vermisste iOS-Geräte aufspüren. Allerdings muss man dafür bei Apples Online-Speicherdienst iCloud registriert sein. Zudem werden nur Geräte angezeigt, die noch laufen.

Auf Englisch bereits erhältlich

Die neue Version von Lookout bietet auch einen Schutz vor schädlichen USSD-Codes, sodass dafür keine Extra-App mehr benötigt wird. USSD (Unstructured Supplementary Service Data) ist ein Übermittlungsdienst, der von Mobilfunkanbietern für Serviceangebote an die Kunden genutzt wird, etwa Guthabenabfragen. Mit USSD-Schadcodes können Angreifer SIM-Karten sperren oder Inhalte auf fremden Geräten löschen, wie unlängst in Zusammenhang mit Samsungs Galaxy-Smartphones bekannt wurde.

Die Lookout-App bietet ausserdem die Möglichkeit, eine Sicherheitskopie des Smartphone-Adressbuchs zu erstellen. Dazu werden die Daten auf den Servern des US-Unternehmens gespeichert. Man muss sich also auf die von der Firma getroffenen Sicherheitsmassnahmen verlassen. Die kostenpflichtige Premium-Version für Android speichert auch Fotos. Beim Verlust des Geräts lässt sich das Cloud-Backup mit einem Klick auf ein neues Smartphone übertragen. Zudem ist auch der Zugriff via Webbrowser möglich.

Laut Angaben der Entwicklerfirma läuft die Lookout-App auf 25 Millionen Geräten in 170 Ländern.

(dsc/dapd)