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21. Dezember 2010 10:35; Akt: 23.12.2010 11:08 Print

Apple kickt Wikileaks-App

Kaum zugelassen, wurde die inoffizielle Wikileaks-App wieder aus dem App Store verbannt. Eine Begründung seitens von Apple erhielt Entwickler Igor Barinov keine.

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Am 17. Dezember wurde die erste inoffizielle Wikileaks-App von Apple für den App Store freigeschaltet (20 Minuten Online berichtete). Hinter der App steht die russische Firma «Hint Solutions», bzw. deren Entwickler Igor Barinov.

Das Prinzip dahinter ist simpel: In der App sind über 2000 Mirror-Server aufgelistet, auf denen Unterstützer die WikiLeaks-Dokumente ins Netz gestellt haben. Die User können damit die Websites mit dem Browser ihres Apple-Smartphones ansteuern und den offiziellen Wikileaks-Twitter-Account aufrufen, um so über die Enthüllungen informiert zu bleiben. Der Preis für die App liegt bei 2.20 Franken - oder besser gesagt lag.

Wie Barinov über sein Twitter-Profil informiert, wurde die App in der Nacht auf heute aus dem App Store geschmissen. Auf eine Begründung wartet er bislang vergebens. Von Apple wurde er lediglich benachrichtigt, dass der Status auf «Removed From Sale» geändert worden ist.

Barinov ist nicht der Erste, der versucht aus der Wikileaks-Affäre Kapital zu schlagen. Ein gewisser Heinz Duthel verkauft WikiLeaks-Dokumente speziell für Besitzer von Amazons eBook-Reader Kindle. Dafür verlangt er rund 7.37 Pfund.

(mbu)