Rechtsstreit

05. Oktober 2010 14:03; Akt: 05.10.2010 15:43 Print

Apple soll 625,5 Millionen Dollar zahlen

Ein US-Gericht hat das Unternehmen wegen Patentverletzungen zu einer hohen Strafe verurteilt. Der IT-Konzern aus Cupertino will das Urteil aber anfechten.

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Coverflow: Apples Technologie soll Patente von Mirror Worlds verletzen.

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Das Unternehmen Mirror Worlds wirft Apple vor, mit seiner Suchfunktion Spotlight, der Blätter-Oberfläche Coverflow und dem Backup-Tool Time Machine Patente zu verletzen. Ein Gericht im texanischen Tyler sprach der Firma in erster Instanz 625,5 Millionen US-Dollar Schadensersatz zu, weil Apple dies wissentlich getan haben soll.

Wie die «New York Times» berichtet, hat Apple in einem Eilantrag versucht, das Urteil auszusetzen. Unter anderem seien in zwei von drei Fällen noch Abklärungen nötig hiess es. Einen offiziellen Kommentar von Apple gibt es nicht. Mirror Worlds, ein Unternehmen des Informatik-Professors David Gelernter, wurde 2003 abgewickelt. Die Patentrechte behielt Gelernter allerdings auch nach dem Aus seines Unternehmens.

Kreative Hoheit bei iAds

Gestern hatte Apple Negativschlagzeilen mit der Ablehnung einer Werbekampagne von Adidas gemacht. Wie businessinsider berichtete, hatte der Apfel-Konzern drei Vorschläge für Werbung des Sportartikelherstellers über die Plattform iAds abgelehnt, so dass das Unternehmen sich am Ende zurückzog, was Apple einen Verlust von etwa zehn Millionen US-Dollar beschert haben soll, wie die Seite von Insidern erfahren haben will. Apple behält sich bei iAds ein Mitspracherecht bei der Ausgestaltung einer Kampagne vor.

Dass Apple wie kaum ein anderes Unternehmen nach wie vor die Kreativen dieser Welt anzieht, beweist das an eine Nabelschnur erinnernde Ladegerät fürs iPhone, welches der Künstler Mio I-zawa entworfen hat und im Video zeigt.


(hst)