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03. November 2010 09:48; Akt: 03.11.2010 13:26 Print

Ein bisschen Flash fürs iPhone

Die App Skyfire hebelt Apples Sperre aus, indem sie Flash-Videos abspielt. Mit Websites und Games kommt sie allerdings nicht zurecht. Und sie hat ihren Preis.

Skyfire bringt Flash ein bisschen mehr aufs iPhone. Quelle: YouTube
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Ab morgen soll der Browser Skyfire für 2,99 US-Dollar im App Store erhältlich sein. Dank ihm lassen sich Flash-Videos auf dem iPhone abspielen. Das Tool sendet die Clips dazu an einen Server. Dort sollen sie in Echtzeit in HTML5 umgewandelt werden. Weil dabei überdies die Dateigrösse schrumpft, soll ein Video verzögerungsfrei abgespielt werden können. Allerdings kommt Skyfire nicht mit Flash-Websites und -Games zurecht. Ob und wann Skyfire auch im Schweizer App Store verfügbar sein wird, gaben die Entwickler bislang nicht an.

Laut Apple-CEO Steve Jobs ist das Flash-Plugin voller Fehler. Ende Januar bezeichnete er die Adobe-Crew im Rahmen eines Mitarbeitertreffens schlicht und einfach als faul. Weder das iPhone, der iPod touch noch das iPad unterstützen Flash. Für Jobs liegt die Zukunft in HTML5.

Duell im Spiel

Die Agentur Code Computerlove hat das Duell Flash vs. HTML5 in einem an den Klassiker «Pong» erinnernden Game dargestellt. Die rechte Hälfte ist in HTML5 und die linke in Adobe Flash geschrieben.

Der wegen seiner vielfältigen Möglichkeiten beliebte VLC Media Player für iPhone, iPod touch und iPad dürfte unterdessen nach einer Woche bald wieder aus dem App Store verschwinden. Denn Entwickler Remi Denis-Courmont hat bei Apple Beschwerde eingereicht, laut der die angepasste Version nicht der GNU General Public License (GPL) entspricht, gemäss der die Software frei weitergegeben, kopiert und angepasst werden darf. Dies sei durch die Apple-Store-Richtlinien aber nun nicht mehr gegeben. Apple solle also seine Richtlinien anpassen oder die VLC-App aus seinem Angebot entfernen, fordert Denis-Cormont laut futurezone.orf.at. Die VLC-App war von einer Firma namens Applidium im App-Store eingereicht worden. Jean-Baptiste Kempf, Chef des VLC-Projekts, teilt Denis-Courmonts Bedenken allerdings nicht: «Ein Vertrieb von GPL-Software über Apples App Store ist durchaus möglich, ohne die GPL zu verletzen.» Der Quellcode von VLC für iOS samt den entsprechenden Binarys stehe auf der Videolan-Webseite zur Verfügung. Jeder könne die Software also verändern und weiterverbreiten.

Erinnerungen an Microsoft Surface

Die VLC-App läuft auch auf iPhones ohne Jailbreak. Was zwei Bastler in diesem Video zeigen, soll nur mit geknackten Geräten funktionieren.

Dank der Table Connect App soll man das Apple-Handy per Kabel mit einem Multitouch-Tisch verbinden können, über den man es dann bedienen soll. Das Ganze soll mit dem iPhone 4 und dem 3G S funktionieren. Das Ganze weckt leichte Erinnerungen ans Microsofts realen Tisch Surface. In den Kommentaren auf YouTube wurde nach dem Hochladen des Clips schnell wiederholt der Verdacht geäussert, dass es sich um einen Fake handelt. Eine entsprechende Anfrage von 20 Minuten Online blieb bislang unbeantwortet.

(hst)