Für kopierte Uhr

10. November 2012 10:20; Akt: 11.11.2012 10:51 Print

Apple bezahlt SBB 20 Mio. Franken

Mitte Oktober hatten sich die SBB und Apple über die Nutzung der schamlos kopierten SBB-Uhr geeinigt, ohne eine genaue Zahl zu nennen. Informanten haben die Höhe des Betrags nun der Presse zugespielt.

storybild

Das Original (links) und die digitale Kopie von Apple. (Bild: Fotomontage 20 Minuten Online)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Mitte Oktober teilte die SBB per Medienmitteilung mit, dass mit Apple eine Lizenzvereinbarung geschlossen worden ist. Darin wird die Nutzung des Designs der SBB Bahnhofsuhr geregelt. Apple hatte das Design kopiert und stellt die weltbekannte Uhr mit dem Update auf iOS 6 allen iPad-Usern zur Verfügung. Über die Höhe der Lizenzgebühr wie auch über weitere Einzelheiten des Übereinkommens wurden damals keine Details erteilt.

Laut «Tages-Anzeiger» hat Apple rund 20 Millionen Franken an die SBB für die Nutzung des Designs bezahlt. Dieser Betrag sei von mehreren Quellen genannt worden. Von offizieller Seite wurden die Zahlen nicht kommentiert.

Dass Apple einen derart hohen Betrag bezahlt hat, dürfte wohl damit zu tun haben, dass die SBB die Uhr 2002 als dreidimensionale Marke beim Institut für Geistiges Eigentum hatte eintragen lassen. Offenbar schätzte Apple seine Chancen vor Gericht schlecht ein und verzichtete auf eine langwierige juristische Auseinandersetzung.

«Nebenerträge»

Verbucht werden die 20 Millionen Franken bei der SBB laut Tages-Anzeiger unter dem Posten «Nebenerträge». Gross ins Gewicht fallen wird er dort allerdings nicht. Im vergangenen Jahr habe dieser Posten rund 856 Millionen Franken betragen.

Der Schweizer Uhrenhersteller Mondaine bewirbt und verkauft die SBB-Uhren unter anderem auch in den USA. Dafür hat das Unternehmen vor 26 Jahren einen Lizenzvertrag mit der SBB abgeschlossen. Gegenüber dem Tages-Anzeiger sagte Mondaine-Chef André Bernheim, dass seine Firma «sicher einen grossen Teil dazu beigetragen habe, dass Apple auf das Design der SBB-Uhr aufmerksam geworden ist.» Auf die Frage, ob er jetzt einen Anteil an den 20 Millionen einfordere, wollte Bernheim nichts sagen. Es gebe jedoch Diskussionen mit der SBB, um für «alle Beteiligten das Beste aus der Situation machen zu können.»

(mbu)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

20 Minuten ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Clude am 11.11.2012 11:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    zu viel!!

    20 mio sind zu wenig? lächerlich! schlimmstenfalls hätte apple das design leicht angepasst, dann hätte es nichts gegeben!

    einklappen einklappen
  • Bin Zufrieden am 10.11.2012 18:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    20 Mio

    Also, Apple hat das Uhrendesign gestohlen. Apple gibt das auch zu. Man einigt sich mit der SBB auf eine aussergerichtliche Loesung. Apple konsultiert seine Anwaelte, die 20 Mio als angemessen beurteilen. SBB lenkt ein und dann ist der Deal unter Dach und Fach. Spricht bitte nicht über Summen die das x-fache betragen. Manchmal funktioniert die Welt nämlich so.

    einklappen einklappen
  • Mathieu-le-p. am 10.11.2012 22:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Doch...

    Ich würde die 20 Mio nehmen...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Alex Lang am 12.11.2012 16:37 Report Diesen Beitrag melden

    die SBB

    lustig wie einem die SBB nun auch das tablet vermiesen kann. Dabei reichts wenn ich schon Zug fahren muss. Die Uhr wäre schön gewesen..

    • Das Bilett am 13.11.2012 04:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Wertvoll

      du kannst froh und dankbar sein, dass du überhaupt Zug fahren darfst. Es ist nicht selbstverständlich...

    einklappen einklappen
  • User am 12.11.2012 14:50 Report Diesen Beitrag melden

    Die beste Uhr der Welt

    Eben aktualisiert. Ist tatsächlich die schönste und in ihrem Design bestechendste Uhr der Welt. Für Apple genau das richtige. Gut investierte Lizenz!

  • Lili am 12.11.2012 06:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So viel Wind für nichts

    Was für eine Uhr? Wo ist denn die kopie zu sehen?

    • Egon am 12.11.2012 12:59 Report Diesen Beitrag melden

      Die gibt's nicht mehr zu sehen...

      die wurde mit dem letzten Software Update ausgewechselt und sieht nun wieder anders aus.

    einklappen einklappen
  • STRiiKER am 12.11.2012 01:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Klug sein!

    Währe ich Cheff von der SBB, würde ich mit Apple spielen: Immer den Preis steigern, bis sie sagen das es zu teuer ist. Dann wieder runter bis sie wieder ok sagen! :)

  • fige am 11.11.2012 17:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    SBB verkauft seine Seele!

    Ich hätte fuer kein Geld der Welt (nur 20mio) die Uhr verkauft. Jetzt möchten wir aber mehr Sitzolätze sehen. :P

    • K.L. am 11.11.2012 19:36 Report Diesen Beitrag melden

      Halb so schlimm

      Glaubt niemand im ernst, dass Apple nicht schon bald mit einer anderen Uhr aufwarten wird. Apple wäre nicht Apple.

    • Erika am 12.11.2012 13:00 Report Diesen Beitrag melden

      Ähm...

      sie ist nicht "verkauft". Apple hat sie ohne Erlaubnis gebraucht. Die SBB Uhr wurde schon wieder ausgewechselt auf den iOS geräten und sieht wieder anders aus. Sie darf nicht beibehalten werden so wie sie aussah.

    einklappen einklappen