iPhone 4

07. Juli 2010 23:13; Akt: 07.07.2010 23:18 Print

Sunrise bläst zum Angriff auf Orange

von Dajan Roman - Das iPhone 4 kommt noch diesen Monat in die Schweiz. Zum ersten Mal ist auch Sunrise beim Apple-Hype dabei. Das Ziel: vor allem Orange Kunden abjagen. Laut Experte hat Sunrise sehr gute Karten.

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Steve Jobs stellt das neue iPhone 4 vor. FaceTime: Mit Hilfe einer zweiten Kamera, die in der Front eingelassen ist, wird erstmals auch Videotelefonie unterstützt. In der USA beginnen die Preise mit einem AT&T-Vertrag bei 199 US-Dollar (16 GB Speicher). Ab Juli wird es auch in der Schweiz angeboten. Das iPhone 4 gibts wahlweise in schwarz oder weiss. Es ist deutlich schlanker als die Vorgängerversion. Das Gerät, auf das Technikfans rund um den Globus gewartet haben, wird von allen Seiten präsentiert. Für die Lautstärkeregelung kommen neu zwei Knöpfe anstelle einer Wippe zum Einsatz. Die Auflösung des Displays wurde auf 326 Pixel pro Inch vervierfacht, wodurch Bilder und Schriften deutlich schärfer dargestellt werden können. Links das 3GS, rechts das neue iPhone 4. Alt und neu nebeneinander. Und das verbirgt sich im Gehäuse. Mit Hilfe des Gyroscopes werden Bewegungen genauer erfasst. Dies soll sich vor allem bei Games bemerkbar machen. Kamera mit 5 Megapixel und LED-Blitz: Damit lassen sich HD-Filme aufnehmen. Qualitätswahl. Mit Hilfe von iMovie können die selbstgedrehten Filme bearbeitet und mit Special-Effects unterlegt werden. iMovie fürs iPhone soll für 4.99 Dollar im App-Store erhältlich sein. Suchen mit dem iPhone 4: Neu auch mit Bing und Yahoo. iBooks: Die Texte der eBooks lassen sich ohne Zusatzkosten zwischen dem iPad und dem Apple-Smartphone austauschen. iAds: Interaktive Werbung. Die Entwickler sollen 60 Prozent der damit erzielten Einnahmen erhalten. FaceTime: Videotelefonie dank Frontkamera. Das iPhone hat sich in den USA bereits 28 Prozent Marktanteil erkämpft. Die ersten Bilder eines Prototypen wurde auf gizmodo.com Mitte April veröffentlicht. Als Konsequenz dürfen die Gizmodo-Blogger dieses Jahr nicht an der WWDV teilnehmen. Für das iPad stehen mittlerweile 8500 Apps zur Verfügung.

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Das definitive Aus für die Fusion ist erst rund ein Monat her, und schon wetzen die ehemaligen «Brautleute» Orange und Sunrise wieder die Messer. Der Anlass: Zum ersten Mal gibts das Apple-Smartphone nicht nur bei Swisscom und Orange, sondern auch bei Sunrise zu kaufen. «Sunrise wollte das iPhone schon immer anbieten, wurde von Apple aber nicht berücksichtigt», sagt Ralf Beyeler, Telekom-Experte von Comparis. Apple habe nun wohl gemerkt, dass etliche Sunrise-Kunden zwar ein iPhone wollen, aber nicht bereit seien, dafür den Telecom-Anbieter zu wechseln.

Das soll nun ausgeschlachtet werden: «Wir wollen im Mobilfunkbereich auf Kosten von Orange, aber auch von Swisscom Marktanteile gewinnen», so die Kampfansage von Sun­rise-Sprecher Roger Schaller. Die Chancen dafür stehen laut Beyeler nicht schlecht. «Das Orange-Netz ist sehr langsam und hat eine schlechte Netzabdeckung. Der vor allem bei Smartphones wie dem iPhone wichtige Daten-Download dauert viel zu lange», so der Experte. Er verweist auf einen Test des Fachmagazins «Connect», wonach Orange («befriedigend») über das schlechteste Mobilfunknetz der Schweiz verfügt (Sunrise und Swisscom mit «sehr gut»). Orange-Sprecherin Marie-Claude Debons zeigt sich dennoch überzeugt: «Unsere Kunden sind überdurchschnittlich zufrieden.» Deswegen gehe Orange davon aus, «dass wir nicht Kunden verlieren, sondern weitere gewinnen werden.»