Apple bizarr

02. Februar 2012 18:01; Akt: 02.02.2012 18:01 Print

Asiaten werben mit totem Steve Jobs

Ein iFöhn für Hardcore-Apple-Fans ist das eine. Richtig geschmacklos wird es, wenn ein taiwanischer Tablet-Hersteller Steve Jobs in Engelsflügeln auf die Bühne schickt.

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In Anlehnung an das iPhone 4S wird in China der iFöhn verkauft. (Bild: Screenshot tmall.com)

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Steve Jobs würde sich im Grab umdrehen angesichts der Produkte, die in seinem Namen auf den Markt kommen. So zum Beispiel ein Haartrockner im Apple-verrückten China: Der iFeng 4S bringt nicht viel mehr als warme Luft und wird auf der chinesischen Online-Shopping-Plattform Tmall angeboten. Angeblich um den verstorbenen Apple-Chef zu ehren, wird eine Limited Edition angepriesen. Auf diesen exklusiven Geräten prangt in goldenen Metallbuchstaben der Schriftzug «Steve Jobs 1955-2011». 99 Yuan soll der iFöhn kosten, wie inventorspot.com berichtet. Das sind umgerechnet knapp 16 Dollar.

Der Android-Hasser

Was die Apple-Anwälte vom iFeng 4S halten, ist nicht bekannt. Noch eine Spur geschmackloser erscheint eine weitere Werbeaktion aus Asien. In einem TV-Spot wird offensichtlich der Apple-Übervater dargestellt, der nach seinem Ableben sein erstes Android-Tablet erhält. Mit Heiligenschein und Engelsflügeln wirbt ein Jobs-Imitator für das Action Pad des taiwanischen Tablet-Herstellers Action Electronics. Eine Firmensprecherin verteidigte laut der Nachrichtenagentur Reuters die Aktion: «Steve Jobs hat immer Dinge vermarktet, die gut waren für die Leute.» Darum dürfe man in seinem Namen auch andere «gute Dinge» verkaufen.

(Quelle: youtube.com/jaybluesify)

Im 20-Sekunden-Werbespot sagt der Jobs-Imitator, er freue sich, endlich mit anderen Tablets spielen zu dürfen, dann zieht er das Android-Tablet aus der Gesässtasche seiner Jeans.

Der echte Steve Jobs, der im Oktober 2011 starb, bezeichnete das von Google entwickelte Konkurrenz-Betriebssystem Android als «Shit». Gemäss seiner offiziellen Biografie wollte er das Plagiat zerstören.

Erst kürzlich hatte eine chinesische Spielzeugfirma mit der Ankündigung einer Steve-Jobs-Puppe für Aufsehen gesorgt. Auf Druck von Angehörigen und Anwälten des Apple-Konzerns wird die 30-Zentimeter-Figur nicht verkauft, wie 20 Minuten Online berichtete.