Rücktritt eines IT-Genies

25. August 2011 07:56; Akt: 25.08.2011 10:38 Print

Meister der Erfindung und Vermarktung

von Jordan Robertson, ap - Steve Jobs machte aus einer Garagenfirma eines der wertvollsten Unternehmen der Welt. Ein Erfolgsprodukt folgte dem anderen – allerdings waren auch einige Ideen abgekupfert.

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Steve Jobs hat die Computer verwandelt. Aus einem Utensil weltfremder Stubenhocker wurde dank seiner Hilfe ein unverzichtbarer Bestandteil des modernen Lebens. Jobs schuf immer schlankere Geräte, kultivierte ein minimalistisches Design und brachte ein Sensationsprodukt nach dem anderen auf den Markt, auch wenn die Wirtschaft und seine Gesundheit kriselten. Aus Apple machte er das wertvollste Technologieunternehmen der Welt.

Jobs wurde am 24. Februar 1955 geboren und wuchs in Kalifornien auf. Sein Studium in Portland brach er nach nur einem Semester ab. «Ich hatte keine Idee, was ich mit meinem Leben anfangen wollte und keine Idee, wie mir die Universität hätte helfen können, das herauszufinden», sagte er später.

Jobs kehrte nach Kalifornien zurück und erkannte in einem Computerclub das Potenzial der Rechenmaschinen. In der Garage seiner Eltern schraubten er und sein Schulfreund Steve Wozniak ihre erste Kreation zusammen: den Apple I - ein Computer ohne Gehäuse, Tastatur und Monitor. Im Jahr darauf folgte ihr erstes Massenprodukt, und mit gerade mal 25 Jahren war Jobs 100 Millionen Dollar wert.

Jobs erkannte das Potenzial in den Konzepten anderer Firmen und verbesserte es. Er hat mit Apple weder den Computer erfunden noch Abspielgeräte oder Smartphones. Aber Apple schuf daraus Geräte für Menschen, die keine Lust haben, ihre Computer selbst zu programmieren oder technischen Zirkus zu veranstalten, um ihre Geräte am Laufen zu halten. «Wir waren ziemlich schamlos beim Stehlen grosser Ideen», sagte er später.

Millionen Apple-Jünger hingen an seinen Lippen

1985 wurde Jobs bei Apple aus der Firma gedrängt. Er fühlte sich am Boden zerstört. Doch als Neuanfänger ohne Erfolgsdruck entwickelte er neue Kreativität. 1997, als Apple in Schwierigkeiten steckte, kehrte Jobs zurück. Ein Jahr später brachte Apple den iMac mit buntem Plastikgehäuse auf den Markt, zwei Jahre später das iPod, mit dem seine Nutzer 1000 Songs in die Tasche stecken und abspielen konnten. 2007 erfand Apple mit dem iPhone das mobile Telefonieren neu, und drei Jahre später kam das iPad.

Wenn Jobs seine Neuheiten vorstellte, fast immer in ausgewaschenen Jeans und schwarzem Rollkragenpullover, hingen Millionen Apple-Jünger an seinen Lippen. Investoren verfolgten seine Auftritte aber auch, um zu sehen, wie es um Jobs' Gesundheit bestellt war. 2004 gab Jobs bekannt, dass er von Bauchspeicheldrüsenkrebs kuriert worden war.

2009 sah er sich gezwungen, eine sechsmonatige Auszeit zu nehmen, während der ihm eine neue Leber eingepflanzt wurde. Anfang diesen Jahres musste er zum dritten Mal pausieren. Im März stellte er zwar noch die zweite Generation des iPad vor, doch im August gab er den Posten des Vorstandsvorsitzenden auf. Jobs wechselt in den Aufsichtsrat.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • A. Kern am 25.08.2011 11:29 Report Diesen Beitrag melden

    Ganz grosser Macher

    Mit dem iMac, dem iPod und dem iPhone seine Marke mindestens dreimal vom Abgrund an die Spitze gerissen. Hoffentlich sind diese Fussstapfen begehbar.

  • Sven L. am 25.08.2011 11:50 Report Diesen Beitrag melden

    Anwaelte und Gerichte.....

    Frueher war Apple wohl mal innovativ, heute versuchen sie ihre leider Marktposition nur noch durch Anwaelte und Gerichte zu halten!

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  • Adrian am 25.08.2011 06:33 Report Diesen Beitrag melden

    Apple-Jünger

    die Apple-Jünger werden traurig sein, ihr Guru zieht sich zurück. Die faulen Äpfel werden sich mehren und das elitäre Gehabe der Apple-User wird aufhören. Gute Besserung S.Jobs

Die neusten Leser-Kommentare

  • Mr. T am 05.09.2011 14:46 Report Diesen Beitrag melden

    Danke Steve!

    Danke Steve, für deine unglaublichen Präsentationen. Danke für die verrücktesten Vermarktungen aller Zeiten (ein iPhone in einem Laden vergessen, genial). Danke für die Unglaublich einfachheit deiner Systeme. Danke! Nun es ist so, ich bin zwar ein WinUser, besitze aber auch ein MacBook, doch mit Win7 arbeite ich einfach 1000 mal lieber. Das Problem ist folgendes wenn 95% der Menscheit zwei ähnliche Bilder vergleichen, finden sie jeden Fehler, wenn aber nur 5% die Bilder vergleichen werden sie nicht jeden Fehler finden. Das gleiche gilt für Win und iOS, es git keine Viren auf iOS? Logisch

  • Mister M am 29.08.2011 09:07 Report Diesen Beitrag melden

    @alle

    danke für die Kommentare. Ich schätze solche sehr ;-) Vorallem ist es lustig zu sehen wenn man positive wie auch negative Kommentare zum gleichen Thema veröffentlicht, was für Antworten einem da erwarten. :-)

  • Toni Tobler am 28.08.2011 10:29 Report Diesen Beitrag melden

    ... aus die Maus!

    Da haben wir's: "Knallharter Manager aber kein Visionär"! Ohne frische Ideen/Visionen ist Apple bald am Ende. Es werde nur noch, so wie immer, kleine Verbesserungen kommen, die aber nix anderes sind als Geldmacherei! Übrigens, ich versende auch eMails mitten in der Nacht, auch mitten am Tage, auch mitten am Abend, ist das etwa eine grosse Leistung?

  • Phil am 26.08.2011 13:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Welt verändert

    Steve Jobs ist mit keinem Manager vergleichbar. Eher mit Leuten wie Thomas Edison (der uns das elektrische Licht gab) oder einem Alexander Grahmam Bell ( der uns das Telefon gab) Jobs veränderte die Welt nachhaltig und für immer. Ohne Jobs würden wir heute noch auf kleinen Nokia Handys mit Tasten rumdrücken und müssten unsere pc selber zusammenbauen einmal pro Monat vor Viren schützen. Er baute Geräte für Leute die ihre wertvolle Zeit effektiv und kreativ nutzen wollen. Er baute Produkte für die Menschen nächtelang vor einem Laden warten, um das erste Produkt zu bekommen. Microsoft wünscht sich das heute noch. Er schuff eine Kultur und einen Geist, der es erlaubt mutig zu sein. Dinge zu erschaffen die 3-5 Jahren voraus gedacht sind. Die anderen Hersteller kopierten seine Ideen schamlos nur im Detail nie so rafiniert, durchdacht, bedienerfreundlich, und gut designt. Die Branche gibt zu. Apple schubste die gesamte Industrie 5 Jahre nach vorne. Danke Steve Jobs.

    • patrick h. am 26.08.2011 16:25 Report Diesen Beitrag melden

      apple

      den ganzen text kannst du vieleicht für das iPhone und den iPod verändern. ich kenne fast keine firma die so viele flopps produzierte wie apple aber die schweigt man lieber tod und kümmert sich um einen Gott-Kult... Ohne Inovator Jobs wird Apple bald wieder (wär ja nicht das erste mal) in der versenke verschwinden und wenn niemand mehr Apple Produkte verwendet werden leute wie ich immer noch Windows installieren.

    • Luca am 26.08.2011 20:50 Report Diesen Beitrag melden

      flops? oder Floppys? ;-)

      Das ist richtig, Apple hatte viele Flops. Na und? Tatsache ist dass es das innovativste Unternehmen ist, und wenn man so innovativ ist, begeht man halt auch Fehler. Welcher war der Erste computer für den massenmarkt mit grafischer Oberfläche? woher stammt die Idee von trueType Fonts? welche computer hatten als erste die mouse, usb, firewire, welche computer sind frei von Viren? wer ist in den mobilfon markt als aussenseiter eingestiegen und über nacht zum tonangebend geworden? wer hat's als erster geschafft, mittels Gesten ein mobilfon zu steuern? könnte noch weitermachen... ;-) cheers :)

    • matteo am 27.08.2011 12:43 Report Diesen Beitrag melden

      richtig !

      ich stimme dir zu ! wäre apple nicht, würde man noch mit handys herumlaufen die noch Antennen besitzen, und so fett sind dass man eine extra Tasche dafür braucht bei den Computers genau gleich. Apple macht 3 Milimeter dünne Laptops die alles können und haben was man braucht.

    • otto a. am 28.08.2011 00:57 Report Diesen Beitrag melden

      ts...

      ihr armen leute... ihr solltet mal lernen ohne computer und handy zu leben!

    • a.l.s.o. am 28.08.2011 08:44 Report Diesen Beitrag melden

      danke Steve Jobs

      Phil hat 300% RECHT und ich gehöre ebenfalls zu denen, die Steve Jobs von Herzen danken, dass er das ganze ComputerSystem so revolutioniert hat. Mit Mac ist plötzlich alles so einfach geworden, alles machte plötzlich Spass, alles lässt sich miteinander synchronisieren, alles ist nun voller FUN .. und ich behaupte mittlerweile : das Alter fängt mit einem "Apfel" an, denn man ist im Mac-Team drin mit viel Freude!!!!

    • Peter Mayer am 28.08.2011 13:38 Report Diesen Beitrag melden

      Steve Jobs ist ein genialer Vermarkter

      Steve Jobs ist ein genialer Vermarketer. Er hat es geschafft, den Kunden mit sehr gut organisierter Werbung mehr oder weniger handelsübliche Elektronik zu im Vergleich zum Mitbewerb sehr hohen Preisen zu verkaufen. Design und Technik waren jedoch immer Entwicklungen von Angestellten, er selber ist technisch nicht sehr bewandert.

    • fritz am 30.08.2011 11:51 Report Diesen Beitrag melden

      immer diese falschen lobeshymnen

      blabla mein qtek odet htc wie es heute heisst hatte schon vor dem iphone keine ausstehende antenne mehr und war schon per touchscreen zu bedienen und das 2 jahre vor dem ipone

    • marc am 31.08.2011 15:01 Report Diesen Beitrag melden

      fritz, das sehe ich auch so

      mein erster mit touchscreen war ein sony ericsson p800, dann das qtec s200 und dann das htc diamond (102x51x11.33 mm. 110g). irgend wann mal kam dann das iPhone, was eine kopie von LG Prada war. heute glauben viele, dass apple das telefon erfunden hat. was hat eigentlich appel erfunden? runde ecken?

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  • Michael molligano am 26.08.2011 10:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Apple wird noch wachsen

    Ich weiss zufälligerweisse ein bischen mehr als die meissten. Und Apple hat noch ein paar ganz gute Produkte in der Pipeline. Apple wird damit noch weiter nach oben kommen, freut euch. Jobs hatte immer das besste für Apple und seine Komsumenten im Sinn, ich hoffe er lebt noch lange, er hätte es verdient. Ich hoffe der Novelpreis für IT kommt mal noch, Steve hätte ihn verdient.