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03. März 2011 16:00; Akt: 03.03.2011 17:22 Print

Das fehlt dem iPad 2

Apple meldet sich zurück. Doch das neue Tablet lässt auch einige nützliche und vielversprechende Features vermissen.

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«Hands On» hiess es bei der Präsentation des iPad 2 in London für die versammelte Journalistenschar. (Bild: Keystone)

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Hunderte Tech-Journalisten aus ganz Europa reisten auf Einladung von Apple nach London, um das iPad 2 in Aktion zu erleben. 20 Minuten Online war ebenfalls vor Ort und konnte das neue Geräte ausprobieren. Wegen des gewaltigen Andrangs fiel der Test relativ kurz aus. Die ersten Eindrücke waren überwiegend positiv.

Inzwischen kann die Videoübertragung des «Special Event» auf Apples Website in voller Länge angeschaut werden. Noch vor der Präsentation hatten die tonangebenden US-Blogs verlauten lassen, dass das iPad 2 kein richtiger Heuler werde. Man solle doch auf das iPad 3 warten. Tatsächlich vermag die zweite Generation von Apples Tablet-Computer nicht sämtliche Erwartungen und Wünsche zu erfüllen.

Zuoberst auf der Wunschliste steht nach wie vor das vom iPhone 4 bekannte Retina-Display. Vor allem aus Produktions- beziehungsweise Kostengründen bleibt es vorläufig bei einer Auflösung von 1024 x 768 Pixeln, wie man sie vom iPad her kennt. Das Betrachten von HD-Videos dürfte frühestens mit dem iPad 3 zum High-Definition-Vergnügen werden.

Keine Anschlüsse

Stichwort Schnittstellen: Steve Jobs hat in seiner Keynote erneut die Philosophie betont, dass im Consumer-Bereich auf unnötigen Schnickschnack verzichtet werde. Diese Strategie verfolgt Apple konsequent. Aus Sicht mancher User wohl allzu konsequent. So fehlt dem iPad weiterhin ein Slot für eine Speicherkarte. Dieser Schacht für SD-Karten würde nicht nur die Verbindung mit der Kamera erleichtern. Man könnte damit auch die Speicherkapazität des iPads vorübergehend erhöhen. So wären etwa Filme und Musik bequem nutzbar. Aber auch der schnelle Austausch von Geschäftsdaten und anderen Dokumenten würde erleichert.

Nicht ins iPad 2 integriert wurde ein Thunderbolt-Anschluss. Die von Intel entwickelte Technologie bleibt vorläufig den teuren Profi-Notebooks (Mac Book Pro) vorenthalten. Über die ultraschnelle Schnittstelle könnten sich in Zukunft Peripheriegeräte anschliessen lassen.

Konsequenterweise verzichtet Apple auch weiterhin auf herkömmliche USB-Schnittstellen. Und anstatt einen eigenen HDMI-Anschluss für das Videokabel anzubieten, muss das hochauflösende Signal über den 30-Pin-Connector transportiert werden. Dazu braucht es allerdings ein Extra-Kabel beziehungsweise einen Adapter, der separat gekauft werden muss.

Weiterhin ohne Flash

Apple weigert sich standhaft, Adobes Internet-Technologie Flash in seine mobilen Geräte zu integrieren und zieht damit den Zorn vieler Web-Entwickler und Nutzer auf sich. Die Animationstechnik sei zu unsicher und beanspruche zu viele Ressourcen, lautet Apples Credo. Man setze lieber auf den offenen Webstandard HTML 5. Weil Flash fehlt, kann auch das neue iPad viele Webinhalte nicht richtig darstellen.

Welche Dinge vermissen Sie beim iPad 2?

Update 17 Uhr:
Wie viel Arbeitsspeicher (RAM) hat das iPad 2? Bei der Vorstellung des Geräts wurden keine offiziellen Angaben gemacht. Laut Gizmodo UK sollen es lediglich 256 Megabyte sein - das wäre nur so viel wie beim iPad 1. Hingegen berichtet Apple Insider von einer RAM-Verdoppelung auf 512 MB. Auch diese Meldung ist noch nicht bestätigt. Apple macht auch auf seiner Website keine Angaben.

Update 16.30 Uhr:
Falscher Satz zu fehlender YouTube-Funktion aus dem Artikel entfernt.

(dsc)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • yata003 am 03.03.2011 20:41 Report Diesen Beitrag melden

    SD Slot mit Kamera möglich!

    Es ist falsch zu sagen, dass der SD Schacht die Verbindung zur Kamera erleichtern würde, denn es gibt einen Adapter von Apple, der dies ermöglicht. So sind Bilder in den Ferien direkt einfach und schnell auf das iPad übertagbar. Ausserdem kommt auch gleich im selben Paket ein USB Adapter mit, womit ich dann einen Card Reader anschliessen kann. Funktioniert tadellos und schnell!

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  • Alex F. am 04.03.2011 07:27 Report Diesen Beitrag melden

    Die Zeit von Soft-Flash ist vorbei!

    Man merkt, dass die meisten User vor lauter Chaos im Web nicht mal merken was sie wirklich brauchen. Installiert mal ein Flash-Blocker und bewegt Euch ganz normal im Web. Plötzlich hat es kaum mehr Werbung, nichts blinkt und nervt, die Seiten werden massiv schneller aufgebaut und wer mit einem Laptop unterwegs das Web nutzt merkt wie sein Akku plötzlich länger Saft hat. Was man kaum merkt ist, dass etwas fehlen könnte...

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  • windelmann am 04.03.2011 00:14 Report Diesen Beitrag melden

    flash

    ohne flash ist das ding nutzlos.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter am 25.03.2011 21:32 Report Diesen Beitrag melden

    Apple trennt sich früh vom Alten

    Apple ist immer der Zeit voraus. Zum Beispiel bei der Einführung der Maus, beim Verzicht auf auf das Diskettenlaufwerk usw. Warum braucht ein Gerät noch mechanische Anschlüsse wo man wireless kommuniziert? Warum das proprietäre und langsame Flash wo jetzt der offene, schnelle Standard HTML 5 kommt?

  • pat am 08.03.2011 15:28 Report Diesen Beitrag melden

    Floppy

    Wenn sich jemand noch an den ersten IMac erinnert, der hatte kein Floppy Disk. Zu dieser Zeit war das eine Revolution, und viele Technikexperten kritisierten Apple wegen des fehlenden Laufwerks. Jetzt die Frage: vermisst jemand die gute alte Diskette?

  • Michael am 08.03.2011 14:33 Report Diesen Beitrag melden

    Ich wusste es - Flash gibts nicht mehr lange!

    Wieder einmal hatte ich den richtigen Riecher, wie damals beim "Antennenproblem iPone4". Flash stirbt aus! Adobe veröffentlicht Flash to HTML Converter - Nun ist auch endlich Adobe soweit und springt auf den Zug HTML 5 auf. Flash war ja immer ein großer Gegner von HTML 5 und sah hier eigentlich eine Bedrohung. Doch nun scheint sich bei Adobe was getan zu haben und der ersten Flash zu HTML 5 Converter erblickt das Licht der Welt.

  • hansi am 08.03.2011 10:19 Report Diesen Beitrag melden

    Apple

    Apple ist schlicht brilliant. auf der einen seite macht es alle fans glücklich mit ihren super-produkten.. und auf der anderen seite ärgert es alle haters, welche sich stundenlang darüber aufregen was das ipad nicht kann und warum android besser ist und und und.. Respekt!!

  • steve absahner am 07.03.2011 14:36 Report Diesen Beitrag melden

    Der Guru hat gesprochen

    Ist ja eigentlich schon krass diese ganze Apple Gemeinschaft... Da steht jedes mal dieser dürre Guru mit seinem ewig gleichen Rollkragenpuli auf der Bühne, stellt wieder etwas vor und alle pilgern und strömen wie hypnotisiert zu den Läden und stehen schlange, damit sie ihr Geld diesem Guru gleich und spähter auch für alle Apps und Extras in den ... stopfen können. Hat für mich schon fast Sekten-Charakter. Schon fast unheimlich wie sich manche Menschen ködern lassen mit Sachen die die Welt nicht braucht. Wir ertrinken mal noch in diesem Schrott.