Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Für iPhone und iPad
01. November 2011 15:16; Akt: 02.11.2011 01:05 Print
Apple plant einen eigenen 3D-Kartendienst
von Daniel Schurter - Apple könnte Google Maps schon bald den Rücken kehren. Offenbar hat das Unternehmen eine fürs Militär entwickelte Technologie aus Schweden gekauft.
Der zukunftsweisende Deal trägt die Handschrift des verstorbenen Apple-Gründers Steve Jobs: Gemäss US-Medienberichten hat Apple den 3D-Kartendienst C3 Technologies übernommen. Der Firmenkauf sei ein (weiterer) deutlicher Hinweis dafür, dass Apple an einem eigenen Kartendienst und einer Navigations-Software für das iPhone arbeite, berichtet 9to5mac.com. Drei führende Mitarbeiter des schwedischen Unternehmens würden nun Apples iOS-Entwicklerteam verstärken.
Nichts verpassenDas Ressort Digital ist auch auf Twitter vertreten. Folgen Sie uns und entdecken Sie neben unseren Tweets die interessantesten Tech-News anderer Websites.
www.twitter.com/20min_digital
Auf Einkaufstour
Bereits im letzten Jahr habe sich Apple auf Einkaufstour begeben und die auf 3D-Karten spezialisierte Firma Poly9 übernommen, hält 9to5mac fest. Und davor sei auch mit Placebase ein Unternehmen gekauft worden, das sich auf digitale Landkarten spezialisiert habe. Für die Fachleute ist klar: Apple will die Kartenanwendung für seine mobilen Geräte komplett neu erfinden und die dritte Dimension berücksichtigen.
C3 Technologies entwickelt fotorealistische 3D-Karten und hat bereits mehr als 100 Grossstädte weltweit digitalisiert. Per Flugzeug werden die Zielgebiete aus unterschiedlichen Winkeln aufgenommen. Daraus kann dann am Computer eine frei bewegliche 3D-Karte mit 24 unterschiedlichen Betrachtungswinkeln errechnet werden.
Im Frühjahr wurde am Mobile World Congress in Barcelona eine entsprechende Karten-App für das iPad gezeigt. Sie lässt sich per Multitouch-Gesten steuern.
Realistischer als bei der Konkurrenz
Mit Nokia arbeitet ein weiterer grosser Player an neuen Online-Kartendiensten für Smartphones, wie golem.de berichtete. Die entsprechende Technologie für Android-Handys und iPhones befindet sich aber noch im Betastadium und hat keine fotorealistischen Darstellungen zu bieten.
Ein ähnlicher 3D-Modus sei zwar auch bei Googles Kartendienst Google Maps auf Android-Smartphones erhältlich, schreibt heise.de. Dabei handle es sich aber nur um 3D-Modelle. Hingegen zeigten die Karten von C3 Technologies auch die abfotografierten Fassaden der Gebäude, was einen fotorealistischen Eindruck vermittle.
Pikant an der Sache: Bislang setzt auch Apple bei der mobilen Navigation auf Google. Die Kartenanwendung auf dem iPhone und iPad ist eine von Apple-Ingenieuren angepasste Google-Maps-Variante. Nun zeichnet sich immer stärker ab, dass man Google den Rücken kehren will - trotz anders lautender Spekulationen im Frühjahr.
Mit iOS 6?
Werden die Apple-eigenen 3D-Karten bereits mit der nächsten Betriebssystem-Version (iOS 6) vorgestellt? Ein solcher Schritt wäre nichts als logisch gemäss der Strategie des langjährigen Firmenführers. Steve Jobs hat sich zeitlebens für die konsequente Entwicklung eigener Produkte eingesetzt.
Wie das Beispiel Siri zeigt, kauft Apple neue Technologien und Knowhow durchaus bei Drittfirmen ein. Das passiert immer mit dem Ziel, ein Produkt von A bis Z unter eigener (Qualitäts-)Kontrolle zu haben - und kann dann natürlich auch entsprechend daran verdienen.
Ursprünglich fürs Militär gedacht
Es gibt auch noch eine weitere Parallele zum künstlich intelligenten Assistenten Siri. Das ist der militärische Ursprung der Technologie. Angefangen hat C3 Technologies als Spin-Off des schwedischen Rüstungskonzerns und Flugzeugbauers Saab. Wie ein früheres Werbe-Video zeigt, waren die 3D-Karten für die militärische Aufklärung gedacht.
Den Verkauf der Firma hatten schwedische Medien bereits im August gemeldet, ohne jedoch den Käufer nennen zu können. Nun hat 9to5mac.com das Geheimnis gelüftet.
Zwei Anschauungs-Videos
Nachfolgend sind zwei Beispiel-Filme von 3C Technologies zu sehen. Zuerst ist das eine dreidimensionale Kartenansicht des Hoover-Staudamms in den USA.
Eindrücklich ist auch der virtuelle Flug über die norwegische Stadt Oslo.
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»
Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.
«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»
Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.
«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»
Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)
Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?
Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.
-
Alle 8 Kommentare


































Toll!
Und wer braucht das auf einem Handy oder Pad? Das ist in dem Fall dann Resourcenverschwendung in Bestform.
Täglich grüsst das Murmeltier
Und dann wird wieder behauptet: Wir waren die ersten... das kennen wir alles schon...
Ich lese immer nur "Apple kauft"
wann fangen die denn mal an, was eigenes zu machen?
tun sie!
Sie kaufen doch alles selbst? :)
wieso
..das rad neu erfinden?
Was ist falsch daran?
"Etwas eigenes" muss ja nicht etwas sein, das von A bis Z selbst entwickelt wurde. Aus einer unfertigen Technologie ein überzeugendes Produkt zu machen ist das, was Apple wie keine andere Firma kann. Die beste Technik bringt nichts, wenn die Bedienung einfach nur nervt.
Geld ist Innovation
Wer genügend Geld hat braucht nicht innovativ zu sein ;-)
@ Cybot
Apple macht nichts aus einer "unfertigen Technologie", sie kaufen Technologie die bereits ausgereift ist und verwenden diese dann, in ihren Produkten. Ist ja auch nichts schlimmes dabei, aber was mir pers. auf den Nerv geht, ist wenn dann wieder einer kommt und meint mich zulabern zu müssen, wie Erfindungsreich und "innovativ" Apple doch sei, obwohl sie nichts anderes machen als Zukaufen und verbauen. Aber in einem Punkt hast Du Recht, Apple macht die Bedienung einfach, also das Optimum für den "normalo".