Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
iTunes Match
15. November 2011 17:55; Akt: 15.11.2011 18:20 Print
Apples Cloud ist erstaunlich tolerant
Mit iTunes Match lanciert Apple einen Musik-Abgleichdienst, der selbst «gerippte» Musik akzeptiert. Schweizer Nutzer müssen sich zwar noch gedulden – doch Alternativen sollen schon bald lanciert werden.
Als Apple am Montagabend (Schweizer Zeit) den Online-Musikdienst iTunes Match lancierte, ging wenig später gar nichts mehr. Der Ansturm war zu gross - vorübergehend konnten keine Anmeldungen registriert werden.
Nichts verpassenDas Ressort Digital ist auch auf Twitter vertreten. Folgen Sie uns und entdecken Sie neben unseren Tweets die interessantesten Tech-News anderer Websites.
www.twitter.com/20min_digital
Das war ein rein amerikanisches Problem. Denn iTunes Match steht nur den US-Nutzern zur Verfügung. Zumindest vorläufig. Ob und wann iTunes Match in der Schweiz angeboten wird, ist nicht bekannt. «Wir haben nichts weiter anzukündigen», erklärt ein Unternehmens-Sprecher auf Anfrage von
Zur Erinnerung: Als Apple 2003 den iTunes Store eröffnete, dauerte es anschliessend 15 Monate, bis der Online-Laden auch in England, Frankreich und Deutschland an den Start ging. Seinerzeit hätten sich die Verhandlungen mit den Rechte-Verwertern hingezogen, schreibt macwelt.de. Denn in der EU gebe es keine gemeinsame Institution. So heisse es nun für Apple, intensiv zu verhandeln.
«Eldorado für Raubkopierer»
Um iTunes Match aktivieren zu können, ist zurzeit eine Apple-ID mit Rechnungsadresse in den Vereinigten Staaten erforderlich. Für eine Jahresgebühr von knapp 25 Dollar können die Nutzer ihre eigene Musiksammlung auf bis zu zehn Apple-Geräten mit Internet-Zugang abspielen.
Vor dem Start gilt es die Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu akzeptieren. So muss man bestätigen, dass die Musiksammlung legal erworben wurde. Aber was passiert mit MP3-Songs aus dubiosen Quellen, die von einer fremden CD gerippt oder via Filesharing «organisiert» wurden? Laut ersten Testberichten werden auch solche Songs problemlos von iTunes Match akzeptiert. In US-Medienberichten und deutschen Blogs ist denn auch von einem Eldorado für Raubkopierer die Rede.
Damit ein Song aufgenommen wird, muss er beim Scannen («Matching») der Musiksammlung erkannt werden. Dazu greift der neue Online-Dienst auf die riesige iTunes-Datenbank mit
MP3-Songs in geringer Tonqualität werden durch iTunes Match veredelt, indem sie auf der virtuellen Festplatte durch qualitativ hochwertigere Versionen ersetzt werden. Wer das iTunes-Match-Abo kündigt, darf nebst den iTunes-Einkäufen auch die beim Matching ersetzten Songs behalten.
Strikte Limite
Nicht identifizierte Musik wie Bootlegs oder Club-Aufnahmen können vom Nutzer selbstständig hochgeladen werden. Wer in seiner iTunes-Mediathek mehr als
iTunes Match ist ein Teil des neuen Internet-Speicherdienstes iCloud, den Apple Anfang Oktober mit dem mobilen Betriebssystem iOS 5 eingeführt hat. Noch befindet sich der Musikdienst im Beta-Stadium. Er wird also in den kommenden Wochen und Monaten weiterentwickelt und wenn nötig durch iTunes-Updates verbessert.
Spotify am Start
Neben Apple wollen sich auch andere IT-Unternehmen ein Stück vom Musik-Kuchen abschneiden. Amazon hat bereits ein Cloud-basiertes Angebot lanciert. Und der Internet-Konzern Google hat für Mittwoch eine Veranstaltung angesetzt. Dann dürfte laut unbestätigten Berichten eine Download-Funktion für «Google Music» vorgestellt werden. Eine erste Test-Version des Musik-Streaming-Dienstes hatte Google im Mai veröffentlicht – ganz ohne Lizenzen der grossen Musik-Labels.
Gemäss US-Medienberichten ist Google noch nicht mit allen wichtigen Unternehmen einig geworden. Angeblich fehlen Vereinbarungen mit Sony und Warner. Wann der Google-Musikdienst für Schweizer Nutzer verfügbar sein wird, ist offen.
Dafür mehren sich die Anzeichen, dass ein anderer Player den Schweizer Markt betreten wird. Der aus Schweden stammende Musik-Streaming-Dienst Spotify bestätigte Anfang Woche, dass die Lancierung kurz bevorstehe. Es ist dies nach dem deutschen Musikportal Simfy ein weiterer Musik-Streaming-Anbieter, der hierzulande Fuss fassen will.
Piraterie als Feind Nummer 1
Spotify, das neben kostenpflichtigen Abos auch einen Gratis-Basisdienst anbietet, ist weltweit auf Expansionskurs. Im Gegensatz zu den mächtigen Gegenspielern Google und Apple setzt die vergleichsweise kleine Firma voll auf Facebook. «99 Prozent unserer Nutzer sind auf Facebook», sagte General Manager Jonathan Forster am Dienstag in einem Interview anlässlich der Lancierung in Österreich. «Man muss aber nichts mit seinen Freunden teilen, wenn man nicht will, und es muss kein aktiver Facebook-Account sein.» Der grösste Konkurrent für Spotify sei die Musik-Piraterie, sagte der Spotify-Manager. Daher sei es wichtig, «einen kostenlosen Dienst als Gegenpol zu haben».
(dsc)
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»
Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.
«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»
Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.
«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»
Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)
Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?
Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.
-
Alle 7 Kommentare


































Fronarbeit zum Hörspass
Und wie verdient der Musiker noch etwas für seine Arbeit???
Gute Frage!
... nein, sehr gute Frage!!
Genug im CD verkauf
Gibt genug Leute die CD's kaufen, so auch ich. Aber nur von Künstlern, die ich unterstützen WILL. Und auch an Fanartikel und konzerten wird verdient.
Konzerte
Ich würde mal sagen an den Konzerten verdienen Künstler doch noch einiges. Wenn man bedenkt dass ein Ticket gegen 3 x mehr als noch vor 10 Jahren kostet, da muss ich sagen, das reicht dann wohl als Lohn für die "künstlerische" Arbeit. Bei Ticketpreisen von 90.- sind das wohl etwa drei CD's auf ein Mal. Ich vermute mal die hohen Preise sind auch ein Grund dafür, dass die Künstler und alle die daran mitarbeiten die Verluste gemerkt haben und ausgleichen wollen.
Weiter so
So jetzt fehlt noch das mit den Apps und dann sinkt auch die Jailbreak-Quote.
Google Music Beta
Wer weiss wie (Tipp: Proxy und Einladung), kann heute auch aus der Schweiz aus bereits Google Music Beta nutzen... ich nutze den Dienst seit ca. 2 Monaten und bin zufrieden. Hat noch etwas Potential, aber mit Android echt gut zu nutzen. Streaming, Offline Verfügbar machen, Wöchentliche Gratis Musik, bis zu 250'000 Songs...