Apple-Ikone

10. Februar 2012 09:20; Akt: 10.02.2012 13:26 Print

FBI-Akten über Steve Jobs veröffentlichtFBI-Akten über Steve Jobs veröffentlicht

«Eigensinnig, fleissig und getrieben», sogar als «Genie» wird Steve Jobs in den jetzt publizierten FBI-Akten beschrieben. Doch auch weniger Schmeichelhaftes wird bekannt.

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Steve Jobs ist tot. Der Apple-Gründer hat mehr als einmal die Welt verändert. In den 70er-Jahren stand er mit den ersten Apple-Rechnern an der Wiege der Computer-Revolution. Zuletzt krempelte er den Mobilfunk-Markt um. Den Apple-Fans wird er mit seinen charismatischen Auftritten in Erinnerung bleiben. Am 1. April 1976 gründete Steve Jobs (links) zusammen mit Steve Wozniak (rechts) und Ronald Wayne die Firma Apple Computer. Die ersten Geräte bauten sie in der Garage von Jobs Eltern zusammen. Auch diese Aufnahme datiert aus dem Jahr 1976 und zeigt die Firmengründer Wozniak (links) und Jobs mit einer Computer-Platine. 1977 präsentierte Jobs im kalifornischen Cupertino den «Apple II»-Computer - heute würde man wohl eher von einer elektronischen Schreibmaschine sprechen. 1984 war das Jahr, in dem der Apple Macintosh vorgestellt wurde. Das Bild zeigt Jobs an der jährlichen Apple-Generalversammlung am 24. Januar 1984. Der erste Mac kostete 2495 US-Dollar. 1985 wurde Jobs bei Apple entmachtet. Daraufhin investierte er sein Privatvermögen in die Gründung der Computerfirma NEXT. Das Bild zeigt ihn am 30. Oktober 1991. Er hielt an der Unix-Expo in New York eine «Keynote» (Ansprache). Es folgten gute Jahre für den bekennenden Buddhisten. Der Computer-Pionier konnte sich wieder etablieren, das Bild zeigt ihn 1993. Zwei Jahre später gingen die von Jobs mitbegründeten Pixar Animation Studios an die Börse. Dieses undatierte Bild stammt vermutlich aus dem Jahr 1996. Steve Jobs hatte inzwischen bei Apple wieder eine Beraterfunktion übernommen und er trat im typischen schwarzen Pullover vor die Kamera. 1997 war Jobs zurück auf der Apple-Kommandobrücke. Das Bild zeigt ihn am 6. Januar 1997, als er an der MacWorld Expo in San Francisco die Keynote hielt. Das Unternehmen war - ohne Jobs - in wirtschaftliche Turbulenzen geraten. Im selben Jahr folgte die Kooperation mit dem «Erzfeind» Microsoft. Das am 6. August 1997 aufgenommene Bild zeigt Jobs neben Microsoft-Gründer Bill Gates auf Grossleinwand. 1998 folgte ein weiterer Meilenstein. Jobs präsentierte ein neues, farbiges Computer-Modell namens iMac. Das Gerät war zum Preis von 1299 Dollar zu haben. Während Jahren hatte Jobs als Interims-CEO die Geschicke des Unternehmens geleitet. Am 5. Januar 2000 gab er in San Francisco bekannt, dass er wieder vollwertiger Geschäftsführer sei. Das Bild zeigt Jobs mit Bono (Mitte) und dem Musiker The Edge (rechts), zwei Bandmitgliedern der legendären Rockband U2. Apple stellte am 26. Oktober 2004 in San Jose neue iPods mit U2-Logo vor. Eine Aufnahme von 6. Juli 2005: Im Jahr davor musste sich Jobs einer schweren Operation unterziehen, bei der ein Tumor seiner Bauchspeicheldrüse entfernt wurde. Am 9. Januar 2007 präsentierte Steve Jobs an einer seiner legendären Keynotes in San Francisco das iPhone. Mit «One more thing» kündigte er jeweils neue Technologien an. Jobs suchte immer wieder den direkten Kontakt zu den «Kunden». Das vom 29. Juni 2007 datierte Bild zeigt ihn im direkten Gespräch mit Besuchern eines Apple-Stores. Aufnahme vom 27. Januar 2010: Jobs hält ein iPad in seinen Händen. Im Jahr davor hatte er sich für mehrere Monate zurückgezogen. Grund war eine Lebertransplantation, wie später bekannt wurde. Am 7. März 2010 wurde Jobs auf dem roten Teppich fotografiert. Er nahm in Los Angeles an den Oscar-Verleihungen teil. Dieses Bild vom 23. Juni 2010 zeigt Jobs mit dem russischen Präsidenten, Dmitri Medwedew. Der Russe erhielt bei seinem Besuch im Silicon Valley ein iPhone 4. Im Juli 2010 sprach ein sichtlich abgemagerter Apple-CEO über seinen jüngsten Coup, das iPad. Über den Gesundheitszustand von Jobs kursierten erneut wilde Gerüchte. Jobs am 5. Oktober 2010 mit dem kalifornischen Gouverneur Arnold Schwarzenegger. Die beiden setzen sich öffentlich für Organspenden ein. Der Apple-Chef musste sich selbst einer Lebertransplantation unterziehen. Der alte und der neue Apple-Chef, vereint auf einem Bild aus dem Jahr 2010. Tim Cook (links) hat Steve Jobs in diesem Jahr offiziell an der Spitze des Unternehmens abgelöst. An der Apple-Entwicklerkonferenz im Juni 2011 posierte Jobs mit einer jungen Apple-Anhängerin. Damals wurden erneut Gerüchte über einen baldigen Rücktritt laut. Am darauffolgenden Tag, dem 7. Juni, hatte Jobs einen überraschenden Auftritt in Cupertino. Vor den versammelten Lokalpolitikern informierte er über die Pläne seines Unternehmens, ein futuristisches Firmengebäude zu bauen. Es sollte der letzte öffentliche Auftritt als Apple-Chef werden. Nachdem er Apples Weg in die Wolke (iCloud) angekündigt hatte, trat Jobs im August zurück. Noch in diesem Jahr soll die autorisierte Biografie des Apple-Gründers erscheinen. Steve Jobs hat dem Autor offenbar bereitwillig Auskunft gegeben über sein bewegtes Leben. Der als medienscheu geltende Innovator suchte immer wieder den Kontakt zu den Nutzern. Nun ist er im Alter von 56 Jahren gestorben.

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Vier Monate nach seinem Tod hat die US- Bundespolizei FBI eine Akte über den verstorbenen Apple-Mitbegründer Steve Jobs veröffentlicht. Die 191 Seiten umfassende Akte wurde am Donnerstag auf Anforderung der Zeitung «The Wall Street Journal» veröffentlicht.

Sie beruht auf Befragungen aus dem Jahr 1991, als Jobs einen Beraterposten beim damaligen US-Präsidenten George Bush übernehmen sollte. Das FBI befragte Kollegen, Freunde, Angehörige und Nachbarn von Jobs - und bekam nicht nur schmeichelhafte Auskünfte über den langjährigen Chef des US-Computergiganten.

Jobs wird von den Befragten, deren Namen geschwärzt wurden, als «willensstark, eigensinnig, fleissig und getrieben» und sogar als «Genie» beschrieben. Einige sagten jedoch auch, dass er manchmal die Unwahrheit sage und «die Realität verdrehe», um seine Ziele zu erreichen. Gleichzeitig wird er im Umgang mit anderen Menschen als sehr ehrlich und aufrichtig beschrieben.

Experimente mit LSD

Jobs wurde für die Sicherheitsüberprüfung auch selbst befragt - nachdem dem FBI zunächst mitgeteilt worden war, dass er drei Wochen lang gar keine Zeit habe und dann auch nur für eine Stunde.

In der Befragung gab er unter anderem an, als Schüler und Student mit Marihuana, Haschisch und LSD experimentiert zu haben. Ausserdem wird in der Akte auch seine Beziehung zu seiner Tochter aus einer vorehelichen Beziehung vermerkt, die er anfangs nicht unterstützt habe.

Bombendrohung

Die FBI-Akte macht zudem die Geschichte einer Bombendrohung öffentlich, mit der unter anderem vom Apple-Gründer eine Million Dollar erpresst werden sollte. Den damaligen Ermittlungsunterlagen zufolge rief ein Unbekannter im Februar 1985 bei Apple an und behauptete, er habe Bomben in drei Häusern deponiert. Das Geld sollte in einem Zug übergeben werden.

Sollten die Behörden informiert werden, drohte er, an einem nicht genannten Ort einen weiteren Sprengsatz zu zünden. Jobs und die anderen Erpressungsopfer schalteten trotzdem das FBI ein. Es wurden allerdings weder Bomben noch der Erpresser gefunden.

Begeisterter Jogger

Jobs musste in einem Fragebogen auch die Frage beantworten, ob er jemals Mitglied oder Funktionär der Kommunistischen Partei gewesen sei (»Nein»). Die einzige Organisation, der er jemals angehört habe, sei der traditionsreiche Sportverein New York Athletic Club gewesen, gab er an.

Doch wie viele andere Menschen, die sich mit guten Vorsätzen in ein Fitness-Studio einschreiben, habe er ihn nie besucht. Dafür war Jobs nach Auskunft seiner Nachbarn ein begeisterter Jogger.

Jobs hatte mit seinen Produkten Meilensteine der Computer- und High-Tech-Branche gesetzt und etwa mit seinem iPod das Musikgeschäft umgekrempelt. Er war am 5. Oktober 2011 nach langem Kampf gegen eine Krebserkrankung im Alter von 56 Jahren gestorben. Bereits drei Wochen nach seinem Tod war eine Biographie mit sehr privaten Details erschienen, darunter auch seine Drogen-Erfahrungen und die Beziehung zu seiner Tochter.

(sda)

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  • Frank am 10.02.2012 14:50 Report Diesen Beitrag melden

    kein Mensch ist perfekt

    Was heisst denn "schlecht geredet"? Jeder Mensch hat Leichen im Keller wenn man lange genug und richtig sucht. Wahrscheinlich sogar Mutter Theresa, der Dalai Lama und erst recht der Papst. Die Sache mit seiner unehelichen Tochter finde ich übrigens absolut daneben. Trotzdem mag ich seine Produkte.

  • Sebastian am 10.02.2012 14:15 Report Diesen Beitrag melden

    Verlogener Personenkult

    Ich dachte das Theater um SJ nehme endlich ab nach seinem Tod. Leider nix gewesen. Wenn Bill Gates einmal mehr 750 Millionen (!) für gemeinnützige Projekte spendet, interessiert das niemanden. Soviel zum Thema bewundernswerter und vorbildlicher Mann^^ Steve Jobs war egoistisch, verbissen, verlogen und hat die Menschen in seinem Umfeld oftmals überhaupt nicht vorbildlich behandelt. Lobt doch die hypen Apple-Produkte in den Himmel, aber lasst endlich diesen heuchlerischen Personenkult.

    • j.d. am 10.02.2012 15:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      wtf?

      wow, endlich einer ders einsieht! hallo? denkt die menschheit dass nur er der kopf der firma war und nur er alles erfunden und designet hat? lol er war eine marketingfigur, nicht mehr und nicht weniger!

    einklappen einklappen
  • toni b. am 10.02.2012 14:10 Report Diesen Beitrag melden

    ziemlich schnell

    bei andern personen oder ereignissen werden fbi-akten nie oder dann erst in 99 jahren öffentlich. sagen wir es so: wenn die öffentlichkeit diese "gehemnisse" erfahren darf, wird schnell veröffentlicht. und sonst eben gar nicht.