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Snapchat-Klon
17. Dezember 2012 17:30; Akt: 17.12.2012 17:30 Print
Facebook bringt selbstzerstörende Fotos
Will uns Facebook zum Sexting ermuntern? Laut Gerüchteküche lanciert das Online-Netzwerk eine Smartphone-App, die das Versenden von Bildern mit Verfallsdatum ermöglicht.
Es mag verlockend klingen: Wer Bilder mit dem Smartphone verschickt, legt vor dem Abschicken ein Verfallsdatum fest. So hat der Empfänger beispielsweise nur zehn Sekunden Zeit, um das Foto zu betrachten, bevor es automatisch gelöscht wird.
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20 Minuten Online hat im Frühjahr über die Smartphone-App Snapchat berichtet, die das Versenden von heiklen Fotos sicherer machen soll und vor allem in den USA für Furore sorgte. Laut einem Bericht des zum «Wall Street Journal» gehörenden Blogs All Things Digital hegt Facebook nun ähnliche Pläne. Demnach wird das weltgrösste Online-Netzwerk noch in diesem Jahr eine Snapchat-ähnliche App herausbringen. Dies haben «gut unterrichtete Kreise» verraten. Entsprechende Tests seien bereits am Laufen.
Facebook macht mobil
Facebook dringe immer aggressiver in den Bereich der privaten mobilen Kommunikation vor, konstatiert All Things Digital. Soll heissen: Immer wenn sich Smartphone-Nutzer direkt via Internet, respektive App, austauschen, will das Online-Netzwerk beteiligt sein.
Hierzulande gibt es neben der eigentlichen Facebook-App auch noch den Facebook-Messenger, den Facebook-Seitenmanager (für Administratoren von Facebook-Seiten) sowie die Foto-App Instagram. Nun soll also ein Snapchat-Klon folgen.
Fragwürdiges Vorbild
Die Original-Snapchap-App ist mittlerweile in der Version 4 erhältlich und ermöglicht auch das Verbreiten von Videos mit Verfallsdatum, wie aus einem Beitrag im Firmenblog hervorgeht (siehe Video). Dabei kann der Sender festlegen, wie lange die Filmbotschaft auf dem Gerät des Empfängers angezeigt wird, bevor sie unwiderruflich gelöscht wird – und in der Folge auch vom Snapchat-Server verschwindet.
Geblieben, beziehungsweise ungelöst, ist allerdings das Problem, dass ein solcher «Selbstzerstörungs-Mechanismus» eine falsche Sicherheit vermittelt. Die auf dem Bildschirm nur vorübergehend angezeigten Inhalte könnten heimlich abfotografiert oder mit mit einem Drittprogramm – gegen den Willen des Absenders – gespeichert werden. Da hilft es wenig, wenn man als Empfänger benachrichtigt wird, falls der Empfänger einen Screenshot anfertigt. Passiert ist passiert: Das heikle Material ist in falschen Händen.
Die Gefahren beim «Sexting» sind beträchtlich. Das Verbreiten von anzüglichen Texten, Fotos und Videos via Smartphone und Internet hat den Reiz des Verbotenen, kann die Beteiligten aber in Teufels Küche bringen, wie ein aktueller Fall aus der Schweiz gezeigt hat. Wenn das brisante Material in falsche Hände gerät oder unkontrolliert verbreitet wird, ist das verheerend für das Opfer. Den Tätern drohen harte Strafen.
Android-App aufgemotzt
Erst kürzlich wurde das Gerücht laut, dass Facebook WhatsApp schlucken wolle, den König unter den mobilen Messaging-Diensten. Bis jetzt hat sich die WhatsApp-Übernahme nicht bewahrheitet. Dafür hat Facebook seine Messenger-App für Android-Smartphones aufgemotzt. Neu können die Messenger-Nutzer Kurznachrichten auch ohne Facebook-Profil verschicken. Der erst in wenigen Ländern verfügbare Service soll zu einem späteren Zeitpunkt auch iPhone-Nutzern zur Verfügung stehen.
Ebenfalls in diesem Jahr hat Facebook eine iPhone-App veröffentlicht, mit der sich Foto-Nachrichten bequem und einfach verschicken lassen. Die «Facebook Camera»-App ist aber bislang nur im amerikanischen App Store verfügbar. Ob und wann die Gratis-App auch für Schweizer Nutzer erhältlich sein wird, ist nicht bekannt.
Facebook wollte die Gerüchte über einen Snapchat-Klon nicht kommentieren. Was die mobilen Produkte betrifft, verweist das Unternehmen auf die eigene Website. Dort erfährt man lediglich, dass Facebook-Kamera «bald verfügbar» sei.
(dsc)
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Alle 41 Kommentare

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Focebook
Und in einem Jahr kommt dann sowas wie eroticbook.com und veröffentlicht alle diese Bilder? =) gespeichert werden sie ja bestimmt irgendwo... sonst wärs nicht facebook
Konsequenzen
Niemand ist sich über die Konsequenzen bewusst. Bravo, einfach immer und überall alles posten, die Rechnung wird dann kommen.
Habt ihr's...
langsam mit den "Screenshots"? Praktisch JEDER hier postet darüber. Lest ihr die andern Kommentare überhaupt?