Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Apple in China
13. Januar 2012 07:00; Akt: 13.01.2012 14:15 Print
Gewalt und Eier zum iPhone-Verkaufsstart
Wegen des neuen Apple-Smartphones ist es in der chinesischen Hauptstadt Peking zu Ausschreitungen gekommen. Sogar eine Sondereinheit der Polizei musste eingreifen.
Wütende Kunden haben am Freitag ein Geschäft des Technologiekonzerns Apple in der chinesischen Hauptstadt Peking mit Eiern beworfen, nachdem der Laden nicht pünktlich zum Verkaufsstart des neuen iPhone 4S seine Türen öffnete. Mindestens tausend Menschen hatten zuvor über Nacht in der Kälte ausgeharrt, um bei der Öffnung des Geschäfts um 07.00 Uhr (Ortszeit) ein Modell des neuen Smartphones zu erstehen.
Nichts verpassenDas Ressort Digital ist auch auf Twitter vertreten. Folgen Sie uns und entdecken Sie neben unseren Tweets die interessantesten Tech-News anderer Websites.
www.twitter.com/20min_digital
Einige Wartenden in der Schlange sagten, sie seien von Händlern bezahlt worden, die die Handys offenbar weiterverkaufen wollten. Nachdem wegen der Verzögerung des Ladenöffnung Tumulte ausbrachen, räumte ein Grossaufgebot der Polizei das Gelände vor dem Geschäft im Stadtteil Sanlitun. Laut dem Bericht des chinesischen Blogs M.I.C. Gadget kam auch eine Spezialeinheit zum Einsatz. Enttäuschte Kunden griffen einen Sicherheitsmann an. Die Ordnungskräfte nahmen mindestens zwei Menschen fest.
Schwarzhandel mischt mit
Da das neue Apple-Handy in China sehr begehrt ist und auf den Märkten zu deutlich höheren Preisen verkauft werden kann, versuchen Schwarzhändler, sich möglichst viele Handys über bezahlte Strohleute zu besorgen. Ein Mann sagte, er habe 100 Yüan (11,50 Euro) dafür bekommen, dass er sich über Nacht anstelle. Gemäss den Apple-Richtlinien kann jeder Kunde höchstens zwei iPhones kaufen.
Als Konsequenz aus dem Ansturm und dem Zwischenfall stoppte Apple den Verkauf des iPhones über die Theke für unbestimmte Zeit. «Um die Sicherheit unserer Mitarbeiter und Kunden sicherzustellen, werden in unseren Läden in Peking und Shanghai vorerst keine iPhones zur Verfügung stehen», zitierten chinesische Medien eine Mitteilung des Unternehmens.
Online erhältlich
In den anderen beiden grossen Apple-Läden im Pekinger Einkaufsbezirk Xidan sowie in Shanghai war das iPhone innerhalb einer Stunde ausverkauft.
Kunden können das iPhone aber weiter im Internet oder über den Telekommunikationspartner China Unicom bestellen. In China war das neue iPhone bislang erst auf dem Schwarzmarkt zu haben - eingeführt aus Nachbarländern oder Hongkong, wo es bereits offiziell verkauft wurde.
Ein bei Engagdet aufgetauchtes Video zeigt tumultartige Szenen wegen der sogenannten «Scalper». So werden die Personen auf Englisch bezeichnet, die im Auftrag von Schwarzhändlern möglichst viele neue Produkte zu ergattern versuchen, um sie später weiterzuverkaufen.
Nicht das erste Problem
Es war nicht der erste Problem dieser Art in dem Apple-Store in Peking. Schon beim Verkaufsstart des iPad 2 im vergangenen Mai war es zu einem ähnlichen Zwischenfall gekommen. Vier Menschen wurden verletzt. Eine Glastür ging zu Bruch.
China ist der am schnellsten wachsende Markt für Apple. Die Umsätze dort liegen bereits an zweiter Stelle hinter denen in den USA. Der US-Konzern hat erst sechs offizielle Geschäfte in der Volksrepublik eröffnet - es gibt aber auch zahlreiche gefälschte Apple-Läden im Land.
(dsc/dapd)
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»
Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.
«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»
Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.
«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»
Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)
Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?
Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.
-
Alle 33 Kommentare


































Peinliche Streiterei
Jedes mal wenn es um Smartphones geht fangen die Leute eine Disskusion an, wer jetzt das bessere Telephon hat. Einfach nur peinlich.
genau
Stimme ich dir voll und ganz zu
The Show must go on
Ich würde mich nicht wundern, wenn das alles vom Apple Marketing inszeniert wurde, um 1. in die Schlagzeilen zu kommen und 2. zu zeigen wie "toll" das Handy ist .... .
Altes iPhone
Das 4s ist ja schon wieder alt;-) da kann man ja auch mal nachmittags eins kaufen gehen...
Bessere Handys
iPhone hat zwar eine gute software aber hardwaremässig gibt es schon bessere Handys. Dazu zahlt man auch noch viel mehr und man kann den Speicher nicht erweitern usw. aus diesem grund habe ich das aamsung galaxy note, die grösse ist zwar Gewohnheitsache aber für den Preis lohnt es sich 100x mehr
@Steven
Hört sich alles sehr gut an, nur für mich ist halt die Software das wichtigte :-)