Jobs-Tribute

06. Oktober 2011 05:22; Akt: 06.10.2011 16:04 Print

Trauer und Bestürzung über Steve Jobs' TodTrauer und Bestürzung über Steve Jobs' Tod

Die Reaktionen auf Steve Jobs' Tod fallen heftig aus. Twitter wird mit Meldungen geflutet. Freunde und Konkurrenten sind sich einig: Die Welt hat einen grossen Visionär verloren.

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Steve Jobs Tod bewegt die Welt. US-Präsident Barack Obama hat den verstorbenen Apple-Gründer als einen der grössten amerikanischen Erfinder gewürdigt. Jobs sei mutig genug gewesen, anders zu denken, kühn genug zu glauben, er könne die Welt ändern und talentiert genug, um es zu tun.

Jobs stehe für den Geist amerikanischen Einfallsreichtums, erklärte Obama weiter. Via Twitter fügte der Präsident hinzu: «Es gibt wahrscheinlich keine grössere Würdigung von Steves Erfolg, als die Tatsache, dass viele Menschen von seinem Tod auf einem Gerät erfahren haben, das er erfand.»

Inspiration? Cupertino!

Auch seine ärgsten Konkurrenten ziehen den Hut vor Jobs' Lebenswerk. Der Microsoft-Gründer Bill Gates hat den verstorbenen Steve Jobs gewürdigt. Gates erklärte via Twitter, es gebe auf der Welt nur wenige, die eine so grosse Bedeutung erlangt hätten. Es sei eine grosse Ehre gewesen, mit Jobs zusammenzuarbeiten. Gates und seine Ehefrau Melinda sprachen den Angehörigen ihr Mitgefühl aus.

Google-Gründer Larry Page schreibt auf Google+, Jobs habe unglaubliches erreicht. «Er schaffte es, in wenigen Worten das zu sagen, was du eigentlichen denken solltest, bevor du es gedacht hast.» Pages Firmenkollege Sergey Brin fügt an: «Wenn Larry und ich nach Inspiration suchten, mussten wir nie weiter als bis nach Cupertino schauen.» Auch auf der Google-Startseite wurde Jobs‘ gedacht (siehe Bildstrecke).

Konkurrenten, aber trotz allem doch Freunde: So beschreibt Microsoft-Gründer Bill Gates seine Beziehung zu Steve Jobs. «Die Welt sieht nur wenige Menschen, die einen solchen Einfluss haben.» Jobs Werk werden noch viele Generationen prägen. «Mit ihm zu arbeiteten, war eine grosse Ehre.» Auch Facebook-Gründer Mark Zuckerberg bringt sein Bedauern zum Ausdruck. Auf Facebook schreibt er: «Steve, danke, dass du mir ein Mentor und Freund warst. Danke, dass mir gezeigt hast, dass ein Produkt die Welt verändern kann.»

Mit Konkurrent Samsung steht Apple gerade mitten in einem hart geführten Rechtsstreit um Patente. Noch gestern hat das südkoreanische Unternehmen einstweilige Verfügungen in Frankreich und Italien angekündigt, um den Verkauf des neuesten iPhones zu unterbinden. In diesem Moment der Trauer zeigt Samsung Grösse. Das Unternehmen würdigt den verstorbenen Apple-Mitbegründer als innovativen Geist. Jobs habe die Informationstechnologie revolutioniert, seine bemerkenswerten Leistungen würden nie vergessen werden.

«Als habe er soeben erst begonnen»

Eindrückliche Worte wählte Rober Iger, CEO von Walt Disney: «Trotz allem was er erreicht hat, es fühlte sich immer an, als habe er soeben erst begonnen.» Steve Jobs sei ein Original gewesen, mit einem kreativen Kopf voller Vorstellungskraft. Jobs habe eine Ära definiert. Software-Unternehmer Marc Andreessen sagte, Steve Jobs sei schlicht der Beste der Besten gewesen: «Wie Mozart und Picasso», das werde nie wieder erreicht werden.

John Russell, Reporter des Indianapolis Star, fand auf seiner Facebook-Seite den wohl kürzesten Ausdruck des Bedauerns: «iSad!».

(mlu/sda/dapd)

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  • Michael Frei am 12.10.2011 01:36 Report Diesen Beitrag melden

    Wir alle sind Bill Gates so dankbar!

    Steve Jobs hat definitiv mehr Arbeitsplätze geschaffen als Leute im Lift entlassen. Die Entlassungen haben übrigens zu einer Zeit stattgefunden als Apple am Abgrund stand. Das ist halt auch die unangenehme Aufgabe eines Chefs, Mitarbeiter zu entlassen. Übrigens wisst ihr wie viele Mitarbeiter Foxconn hat? > 1 Mio. Ich kann euch versichern, dass die Selbstmord-Rate in der Schweiz höher ist als bei Foxconn (11) und die Chinesen sind übrigens absolut begeistert von Apple. Übrigens das einzige, für was Bill Gates je in die Geschichte eingehen wird, ist der Fakt, dass er Apple gerettet hat.

    • Roman H. am 12.10.2011 16:41 Report Diesen Beitrag melden

      Gates?!

      Bill Gates ist (übrigens) der Gründer von Microsoft und hat wenig mit Apple am Hut, aber sonst stimme ich Ihnen voll und ganz zu!!

    • Jonas B. am 13.10.2011 12:22 Report Diesen Beitrag melden

      Ohja, Gates. Bill Gates.

      @Roman H, das was Michael geschrieben hat stimmt voll und ganz, DANK Bill Gates existiert Apple noch, hat er doch damals etwa 150 Millionen USD in das morsche Unternehmen von Steve gepumpt und Apple somit vor dem Konkurs bewahrt! ;-)

    • unwichtig am 14.10.2011 14:27 Report Diesen Beitrag melden

      gates

      Nicht nur das er dies getan hatte, auch hat Gates etliches Geld für wohltätige Zwecke gespendet und war sowohl beruflich als auch menschlich eine Ikone.

    • Schrottkröte am 16.10.2011 10:11 Report Diesen Beitrag melden

      Bundesliga

      Ja, Bill Gates ist quasi der Uli Hoeneß der IT-Branche und Apple ist St. Pauli!

    einklappen einklappen
  • Saki Tzikas am 11.10.2011 06:54 Report Diesen Beitrag melden

    Ganz oder gar nicht

    Warum hört sich das so absurd an - in der Businesswelt ist es wie im Leben. Entweder Schwanger oder nicht - es gibt nichts dazwischen. Ganz oder gar nicht. Steve wollte nur Leute die 100% dabei waren...

  • Leser am 10.10.2011 19:30 Report Diesen Beitrag melden

    alles schön und gut

    ... aber es bleiben fürchterlichen Herstellungsbedingungen bei Foxconn & Co. Er hätte seinen Einfluss darauf ausüben können.