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Hiobsbotschaft
03. Februar 2012 12:51; Akt: 04.02.2012 13:54 Print
Verkaufsverbot für iPhone in Deutschland
Apple hat am Freitag alle iPhone 4 und iPhone 3GS wegen eines verlorenen Patentstreits aus dem deutschen Online-Store entfernt. Betroffen sind auch iPads mit 3G, nicht aber das iPhone 4S.

Im Patentstreit mit Motorola zieht Apple erneut den Kürzeren. (Bild: Screenshot: Apple Store Deutschland)
Im Patentstreit mit Motorola hat Apple eine empfindliche Niederlage erlitten. Nach einer Verfügung des Landgerichts Mannheim nahm der US-Konzern am Freitag seine älteren iPhone-Modelle 3G, 3GS und 4 sowie alle 3G-Modelle des iPads aus seinem deutschen Online-Store. Das aktuelle iPhone-Modell 4S ist laut dem Bericht von finanznachrichten.de von der Verfügung nicht betroffen. Im Schweizer Online-Store sind die Geräte weiterhin vorhanden.
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Motorola hatte Apple die Verletzung eines älteren Mobilfunkpatents vorgeworfen. Apple kündigte bereits an, gegen das Urteil des Landgerichts vorzugehen. Die Verfügung des Gerichts richtet sich gegen die Gesellschaft Apple Sales International in Irland, die die Online-Stores von Apple in Europa betreibt.
Patentstreit: 2:0 für Motorola
Es ist schon der zweite Erfolg für Motorola in Mannheim. Im Dezember erwirkte der US-Mobilfunkpionier vor dem Landgericht ein Urteil, mit dem er den Verkauf von iPhones und iPads in Deutschland stoppen könnte, schreibt das Online-Portal weiter. Motorola hatte dabei ein Technik-Patent ins Feld geführt, das zum Grundstock des GPRS-Datenfunkstandards gehört.
«Auch wenn einige iPad- und iPhone-Modelle derzeit nicht in unserem Online-Store in Deutschland verfügbar sind, dürften Kunden kein Problem haben, diese Geräte in unseren Stores oder bei autorisierten Händlern zu finden», wird ein Apple-Sprecher zitiert. Apple gehe gegen die Verfügung vor, weil es Motorola mehrfach abgelehnt habe, das in Frage stehende Patent zu akzeptablen Bedingungen zu lizenzieren. Dies, obwohl es bereits vor sieben Jahren zu einem sogenannten Industrie-Patent erklärt worden sei.
Heimlicher Sieger ist Google
Apple vertritt die Ansicht, dass Motorola gesetzlich dazu verpflichtet ist, die Nutzung des Patents auch Konkurrenten zu fairen Konditionen zugänglich zu machen. Der Patentstreit mit Motorola ist für Apple besonders gefährlich, da sich der Rivale Google vor wenigen Monaten mit der Übernahme von Motorolas Handysparte wichtige Mobilfunkpatente für sein Mobile-Betriebssystem Android gesichert hat. Der iPhone-Konzern liefert sich zudem mit weiteren Rivalen wie Samsung und HTC seit Monaten einen erbitterten Streit um Patente.
Update: 4.2.2012
Seit Samstag sind wieder alle iPhone- und iPad-Modelle im deutschen Online-Store erhältlich.
(owi)
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Alle 93 Kommentare


































Gebrauch von Technologie
Typisch Mensch diese Schadenfreude und typisch auch die vorschnellen Urteile ohne profunde Kenntnisse über den Sachverhalt! Apple hat die Art der Handys mit einem Schlag einen riesen Schritt vorwärts gebracht. Die klassischen Hersteller haben was verschlafen und waren festgefahren. Als Neuling kann man da ja auch nicht alles neu entwickeln (da man sich ja auch an Standards halten muss) und kommt so um den Einkauf von fremder Technologie gar nicht vorbei. Was gebraucht wird muss dann halt schon genau abgeklärt werden wegen der Lizenz. Apple steht nun halt sehr prominent im Rampenlicht...
Wer hat uns in Zukunft in der Hand?
Für mich ist eigentlich der nächste logische und konsequente Schritt aus den stetig veresserten Mensch-Maschinen-Interfaces das Implantat. Auch wenn Cyborgs derzeit immernoch als Sci-Fi abgeklatscht werden, das wird aus meiner Sicht schneller kommen als uns lieb ist... Chirurgie aus nicht medizinisch notwendigen Gründen hat ist ja schon verbreitet und ist Grösstenteils akzeptiert/geduldet. Die Forschung läuft unter dem Deckmantel "behinderten" Menschen den Alltag zu erleichtern auch wie am schnürchen... Fragt sich nur wer da dann die wichtigen Patente in der Hand hält und den Markt beherrscht?
Wieder verfügbar
Mittlerweile sind alle iPhones und iPads wieder zu kaufen.