Brooklyn Space Program

18. Oktober 2010 10:19; Akt: 18.10.2010 11:47 Print

iPhone 4 im Weltraum

Luke Geissbuhler hat einen Wetterballon samt Apples Smartphone und einer HD-Kamera ins All geschickt, um Bilder und Videos in 30 Kilometern Höhe machen zu lassen.

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Wie es auf seiner Website heisst, ist das Brooklyn Space Program ein Zusammenschluss von Freunden aus New York, die sich unter anderem für Experimente und Design interessieren.

Ein Projekt der Gruppe sind Bilder aus dem All. Dazu schickte sie einen Wetterballon in den Weltraum, der etwa 30 Kilometer hoch stieg, ehe er sich auflöste. An Bord hatte er eine HD-Kamera und ein iPhone 4, dessen GPS-Sensor dazu benutzt wurde, die Geräte samt ihrem Fallschirm nach der Landung etwa 30 Kilometer vom Startplatz in Newburgh im US-Bundesstaat New York wiederzufinden. Das obige Video gibt einen kurzen Überblick.

Das Projekt erinnert an eines des Briten Robert Harrison. Rund 770 Franken kostet ihn die gesamte Ausrüstung, um aus über 30 000 Metern Höhe Fotos zu schiessen. Dafür befestigt er an einem mit Helium gefüllten Wetterballon eine Digitalkamera und ein GPS-Sender. Der Ballon steigt bis zu einer Höhe von 35 000 Metern über Meer auf, bevor er zerplatzt. Die Digicam schlägt kurze Zeit später gut geschützt in einer kleinen Box wieder auf der Erdoberfläche auf. Über die exakte Position ist Harrison dank dem GPS-Sender im Bild. Bislang hat er zwölf Helium-Ballone in Richtung Weltall geschickt. Die Bilder veröffentlicht er auf seiner Webseite.

Harrison ist mit seinem ungewöhnlichen Hobby allerdings nicht der erste Amateur, der solche Fotos geschossen hat. Schon am 9. September 2008 starteten Studenten aus Cambridge ein ähnliches Projekt. Während der Reise, die zwei Stunden und 46 Minuten dauerte, schoss die an einem Wetterballon angebrachte Kamera über 800 Bilder.

(hst)