Verkaufsrekord

17. Dezember 2012 05:15; Akt: 17.12.2012 08:57 Print

iPhone 5 ist in China der absolute Renner

Seit drei Tagen ist Apples iPhone 5 auch in China erhältlich und bereits sind mehr als zwei Millionen Geräte über den Ladentisch gegangen. Alles andere als ein verhaltener Verkaufsstart.

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Das neue iPhone 5, das seit dem 28. September 2012 in der Schweiz zu haben ist, ist verblüffend leicht: 112 Gramm wiegt es nur. Die Verpackung kommt in gewohnt edler Apple-Manier daher. In der Box sind auch die neuen Earpods (Ohrhörer) sowie das Lade- und Synchronisierungskabel mit dem neuen, verkleinerten Lightning-Stecker zu finden. Alarmierende Meldungen über Kratzer auf fabrikneuen Geräten bestätigen sich nicht. Um das iPhone 5 zu aktivieren, ist eine Nano-SIM-Karte erforderlich. Die erneut verkleinerte SIM-Karte wird über den Schlitten an der Geräteseite eingeführt. Geblieben sind die Lautstärkeregler an der linken Seite, inklusive Lautlos-Schalter. Ein weiterer alter Bekannter: der Home-Button. Die Kopfhörerbuchse ist neu an der Unterseite des Geräts zu finden. In der Mitte liegt der deutlich kleinere Lightning Connector. Die iSight-Kamera auf der Rückseite schiesst hochauflösende Bilder und Videos (1080p). Die Auflösung beträgt 8 Megapixel wie beim Vorgängermodell iPhone 4S. Dieses Foto wurde mit dem iPhone 5 gemacht. Und hier das gleiche Sujet, fotografiert mit dem iPhone 4S. Die Unterschiede sind minim. Mit dem iPhone 5 lässt sich aber deutlich schneller abdrücken. Gewöhnungsbedürftig sind die abgeschrägten Kanten. Sie fühlen sich etwas scharf an, dafür rutscht das Gerät kaum aus der Hand. Dank Sicherheitsglas (angeblich Gorilla Glas 2 von Corning) kann das iPhone Stürze mehr oder weniger unbeschadet überstehen. Dies zeigen auch die im Internet veröffentlichten Crashtests. Die Rückseite wird von eloxiertem Aluminium dominiert. Das Material fühlt sich gut an, auf der grau-schwarzen Oberfläche sammeln sich allerdings schnell die Fingerabdrücke. Im Betrieb macht sich die Power des neuen A6-Chip bemerkbar. Nur 7,6 Millimeter dünn, wird das neue iPhone als das dünnste Smartphone der Welt vermarktet. Das sei falsch, hält der US-Blog Engadget fest. Das letztjährige Droid RAZR von Motorola sei dünner. Bezüglich Verarbeitung setzt das iPhone 5 neue Massstäbe. Auf der Unterseite sind die grösseren Lautsprecher-Öffnungen zu erkennen. In der Mitte prangt ein Ärgernis für viele iPhone-Nutzer. Der neue, kleinere Lightning-Anschluss (zum Laden und Synchronisieren) ist nur über einen Adapter mit bisherigem Zubehör kompatibel. Die mit dem neuen iPhone (und iOS 6) ausgelieferte Karten-App ist ein Thema für sich. Im Satellitenbild-Modus stösst man immer wieder auf fehlerhafte Darstellungen. Die Karten-Ansicht ist zufriedenstellend, wenn auch noch viele Informationen fehlen, und die Turn-by-Turn-Navigation funktionierte bei mehreren Testfahrten tadellos. Die Sprachassistentin Siri liefert neu auch Fussball-Resultate der europäischen Spitzenligen - allerdings nicht von der Schweizer Super League. Und sie leiht dem iPhone-Navi die Stimme. Siri listet auf Anfrage Restaurants in der Umgebung auf und zeigt dank Anbindung an die Yelp-Community die User-Bewertungen der Lokale. Fazit: Apple bleibt mit dem iPhone 5 seiner Smartphone-Strategie treu. Man darf vom neuen Gerät keine Revolution erwarten, dafür ist das Zusammenspiel von Hardware und Software nahezu perfekt. Um herauszufinden, ob sich ein Kauf lohnt, sollte man das neue iPhone mal in die Hand nehmen.

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Apple hat mit seinem iPhone 5 in China einen Verkaufsrekord aufgestellt. In nur drei Tagen seien mehr als zwei Millionen Geräte im Reich der Mitte verkauft worden, berichtete das Unternehmen am Montag.

Das neue Modell werde bis Ende Dezember in mehr als 100 Ländern verfügbar sein, teilte Apple mit und sprach von der schnellsten Markteinführung eines neuen iPhones.

«Die Reaktion der chinesischen Kunden auf das iPhone 5 war unglaublich, so dass ein Rekord für das beste Verkaufswochenende in China aufgestellt wurde», sagte Apple-Chef Tim Cook. Er trat damit auch ersten Eindrücken entgegen, dass das neue iPhone einen eher verhaltenen Start auf dem grössten Mobilfunkmarkt erlebt habe.

Teurer als in den USA und in Hongkong

Auf dem schwierigen chinesischen Smartphone-Markt war Apples Marktanteil im dritten Quartal dieses Jahres vom vierten auf den sechsten Platz abgerutscht. Der offizielle Verkaufsstart in China, dem zweitgrössten Markt für Apple, erfolgte knapp drei Monate nach der Markteinführung des iPhone 5 in den USA.

In Chinas Medien wurden allerdings der vergleichsweise hohe Preis und wenig überzeugende Verbesserungen bei Design und Funktion moniert. Internetnutzer zeigten sich verärgert darüber, dass das iPhone 5 in China gut 20 Prozent teurer ist als in den USA und über zehn Prozent mehr kostet als in Hongkong.

(sda)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Rez am 19.12.2012 22:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eigentlich

    müsste das iPhone in china am billigsten sein , wird ja schliesslich dort hergestellt, Apple wieder?????? Ps: bei all den millionen iPhones würde mich Wunder nehmen wieviel iP ein mitarbeiter pro Tag zusammenbaut?

  • C. Z. am 19.12.2012 15:51 Report Diesen Beitrag melden

    Unterschied iPhone 5?

    Okay, eine App-Leiste mehr hat das iPhone 5 ... ehm, und sonst?? Etwas leichter? Okay, und sonst?? Sicherheitsglas? Super, ich werfe mein Handy täglich mehrmals auf den Boden, darum muss es schon Sicherheitsglas sein. Kommt schon, wirkliche Neuerungen, welche sind es?

    • Jan am 19.12.2012 22:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Alles neu

      @C.Z. Besser informieren! Es ist fast alles neu bei iPhone 5.

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  • Hans Hermann am 19.12.2012 10:15 Report Diesen Beitrag melden

    Experten

    Zum Glück werden dank solcher Beiträge plötzlich alle zu Chinaexperten und wissen genau, was die wollen. Die meisten Jammerkommentare über die Änderung der Zeiten oder die Verblödung der Menschheit könnten gespart werden. Geniesst doch das Leben uns lasst die anderen kaufen was SIE wollen und nicht was ihr wollt. Hauptsache man braucht immer irgendetwas das man hassen kann.

  • Argus am 19.12.2012 08:48 Report Diesen Beitrag melden

    Kontrastreich

    Ja genau, wir im Westen sind nicht einzig Bösen die Foxconn unterstützen ? Schau bitte mal den Bericht von 20 Minuten hier im Digital an, ich glaube die auf der Redaktion sprechen nicht wirklich miteinander ?

  • D.M. am 18.12.2012 23:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Arbeitsbedinungen??

    Wissen die Chinesen den wie schlecht es den Landsleuten in den Fabriken geht? Aber nicht nur die, sondern auch wir Schweizer sollten uns überlegen, ab wir wirklich jedes Jahr ein neues Handy benötigen, oder ob wir auch mal 2 Jahre ohne neues Auskommen! Denn sowohl das recycling sowohl aber auch die Produktion wird unter miesesten Arbeitsbedingungen durchgeführt!