Facebook

26. Februar 2010 10:19; Akt: 26.02.2010 11:41 Print

E-Mails bei falschen Empfängern gelandet

Infolge eines Code-Updates hat sich bei der weltgrössten Social-Community offenbar ein Fehler eingeschlichen, E-Mails verirrten sich in fremde Postfächer.

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Facebook: 400 000 Millionen User sind Mitglied der Social-Community.

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Fehler gesehen?

«Während routinemässiger Wartungsarbeiten führten Fehler dazu, dass bei wenigen Usern während kurzer Zeit zu einer Fehlleitung gekommen ist», wird eine Facebook-Sprecherin auf dem IT-Newsportal cnet.com zitiert. Die IT-Abteilung habe den Fehler aber rasch erkannt und umgehend behoben. Wie viele User davon betroffen waren, wollte sie allerdings nicht sagen.

Datenschutzbedenken

Immer wieder werden im Zusammenhang mit Facebook Datenschutzbedenken geäussert. So steht seit Anfang Januar für die Facebook-App auf dem iPhone ein Update zur Verfügung. In der Beschreibung steht lediglich «Bug fixes and adressbook sync». Was sich viele User nicht bewusst sind ist, dass Facebook an den persönlichen Kontakten aus dem Adressbuch interessiert ist - und zwar an allen, also auch jenen, die kein Profil auf der Social-Community unterhalten (20 Minuten Online berichtete). Facebook streitet nicht ab, dass sie auch an den Daten von Nicht-Mitgliedern interessiert sind und gibt gegenüber heise.de unumwunden zu: «Genau wie jedes andere Online-Adressbuch speichert auch Facebook die hochgeladenen Kontakte.» Die Social-Community schiebt die Verantwortung auf die User ab, schliesslich müssten sie ja im Vorfeld zustimmen, dass ihre Kontakte verschickt werden. Ob sich auch Nicht-Mitglieder, die deswegen ungefragt Beitrittsanfragen erhalten, abspeisen lassen, ist eine andere Frage.

Patent auf News-Feed

Facebook wurde diese Woche offiziell ein Patent auf eines personalisierten «News-Feeds» zugestanden, berichtet der Blog allfacebook.com. Darin ist die Rede von «einer dynamischen Zusammenführung der Nachrichten.» Was genau die Folgen für die Konkurrenz sein werden, lässt sich noch nicht genau abschätzen. Im Artikel wird aber die Vermutung geäussert, dass die Auswirkungen «gewaltig» sein dürften.

Auf dem Weg zum Online-Shop

Wie 20 Minuten Online berichtete, wurde vergangene Woche bekannt, dass Unternehmen und Communitymitglieder bald Werbung und Geschenke über PayPal bezahlen sollen können. Mit Hilfe der so genanten Credits können virtuelle Güter in Facebooks Geschenkeladen gekauft werden. Das Credit-System soll auch von App-Entwicklern eingesetzt werden können. Facebook hat gestern mitgeteilt, dass sie dafür jeweils 30 Prozent des Verkaufspreises einfordern werden.

Project Titan: Facebook mit eigenem Mail-Service?

Laut dem IT-Portal techcrunch.com plant die Social-Community einen eigenen E-Mail-Service aufzuziehen. Damit sollen die User in der Lage sein, von einer eigenen Facebook-Adresse aus E-Mails zu verschicken. Die Adressen würden auf ihrname@facebook.com lauten. Damit würde die Social-Community in direkten Konkurrenzkampf mit Gmail, Yahoo, GMX & Co. treten. «TechCrunch»-Gründer Michael Arrington bezieht sich auf gut informierte Kreise. Von offizieller Seite wurden die Gerüchte bislang nicht bestätigt.

Erst anfangs Februar feierte die Social-Community ihr sechsjähriges Bestehen. Der Gründer Mark Zuckerberg nützte die Gelegenheit, um auf dem offiziellen Blog mitzuteilen, dass Facebook mittlerweile 400 Millionen Mitglieder zählt.

(mbu)