Eingefroren

28. Oktober 2009 10:23; Akt: 28.10.2009 16:45 Print

Facebook für immerFacebook für immer

Die grösste Social-Community will die Profile von Verstorbenen nicht löschen, sondern «einfrieren». So sollen Freunde auch weiterhin Nachrichten hinterlassen können.

storybild

Facebook führt künftig auch Profile von Verstorbenen.

  • Artikel per Mail weiterempfehlen
Zum Thema
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

Was mit den Profilen von Facebook-Usern passiert, die gestorben sind, hat nun Sicherheitsdirektor Max Kelly in Form eines Blogeintrags publik gemacht. «Vor etwa sechs Wochen starb mein bester Freund in einem tragischen Fahrradunfall. Es war ein Riesenschock für mich und wir stellten uns im Team die Frage, was mit seinem Facebook-Profil geschehen soll», schreibt Kelly.

Gemeinsam wurde entschieden, dass solche Profile weiterhin, wenn auch in eingeschränkter Form, verfügbar sein sollen. Sie sind nur für zu Lebzeiten bestätigte Kontakte auffindbar, Kontaktinformation und Status Updates werden ganz blockiert - würde ja irgendwie auch wenig Sinn machen. Die Besucher können nach wie vor Einträge an der Pinnwand hinterlassen. Um die Profile anzupassen, steht Angehörigen extra ein Formular zur Verfügung. «Die "Memorialized-Profiles" sollen Usern dazu dienen, ihre Erinnerungen an den Verstorbenen zu teilen», erklärt der Facebook-Sicherheitsdirektor die Absicht dahinter.

User fordern das alte Layout zurück

Facebook steht momentan auch wegen einer 1,6 Millionen Mitglieder umfassenden Gruppe in den Schlagzeilen, die sich über das angepasste Design ärgert. Die Gruppe «We hate the new Facebook, so stop changing it» fordert die Rückkehr zum alten Layout. In der Presse wird zurzeit auch von einer die Runde machenden E-Mail, die angeblich vom «Facebook Team» verschickt worden sein soll, berichtet. In Tat und Wahrheit wird damit allerdings Schadcode verbreitet, mit dem sich aus der Ferne Nutzerdaten auslesen lassen, warnt das Sicherheitsunternehmen Websense.

(mbu)