Warnung

12. Mai 2011 10:44; Akt: 12.05.2011 12:34 Print

Kurz-URL in Facebook verbreitet Trojaner

Der Link «tinyurl.com/3fvlwkw» wird zurzeit im sozialen Netzwerk als «Scherz» verbreitet. Wer darauf klickt, kann eine böse Überraschung erleben.

storybild

Wer die Kurz-URL anklickt wird auf die Website loltrolled.co.nr weitergeleitet und von einem singenden Rick Astley empfangen. (Screenshot: 20 Minuten Online)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Tinyurl.com ist ein praktischer und kostenloser Online-Dienst, um überlange Web-Adressen zu verkürzen. Die verkürzten Adressen können etwa so aussehen: tinyurl.com/3fvlwkw. Man sollte sich allerdings hüten, diese Adresse im Internet anzusurfen. Sie birgt einen gefährlichen Trojaner.

Die URL «tinyurl.com/3fvlwkw» werde zurzeit per Facebook und auf einigen Musikdiensten im Internet verbreitet, berichtete «Chip Online». Wer den Link anklickt, beziehungsweise im Browser-Fenster eingibt, landet auf loltrolled.co.nr. Besucher der Website werden von grell flackernden Farben begrüsst, dazu erscheint das Musikvideo «Never Gonna Give You Up» - ein Song aus den 80ern, der von Rick Astley gesungen wurde.

Rickrolling nennt sich das Internet-Phänomen, bei dem ahnungslosen Surfern ein Streich gespielt wird, indem das besagte Musikvideo vorgespielt wird. Laut Wikipedia gibt es solche Scherze seit Mai 2007, auf rickrolldb.com existiert eine Datenbank mit Links zu verschiedenen Rickroll-Videos.

Verdächtige URL überprüfen

Das Dumme bei «tinyurl.com/3fvlwkw»: Während der Besucher der Website vom schrägen Musikvideo abgelenkt wird, versucht sich ein fieser Trojaner zu installieren. 20 Minuten Online hat den Schädling ausfindig gemacht, es handelt sich um Troj/JavaBz-S. Aus der Online-Datenbank von Sophos geht hervor, dass der Schädling nur Windows-Betriebssysteme befallen kann. Die Malware sollte von den bekannten Virenscannern erkannt werden, schreibt Chip Online. Ob sich auch noch andere Schädlinge über die Website zu installieren versuchen, ist offen.

Um verdächtige oder unbekannte Kurz-URLs zu überprüfen, gibt es verschiedene Tools. Wer kein Programm installieren will, kann den kostenlosen Online-Dienst URLVoid nutzen. Dort kann man die zu überprüfende Adresse in einem Suchfeld eingeben und erhält umgehend Bescheid. Wer «tinyurl.com/3fvlwkw» überprüft, wird gewarnt. Die Adresse hat den Status DANGEROUS - also Hände weg.

(dsc)