Zuckerbergs Plan B

05. Dezember 2012 14:04; Akt: 05.12.2012 15:25 Print

Facebook klont WhatsApp

Facebooks Messenger-App kann künftig ohne Account genutzt werden. Wie beim grossen Rivalen reichen Name und Telefonnummer, um Gratis-Nachrichten zu senden.

Bildstrecke im Grossformat »
Das deutsche Techportal golem.de hat die wichtigsten WhatsApp-Alternativen aufgespürt: Der grosse Rivale mit rund 250 Millionen Usern heisst . Skype gibt es seit 12 Jahren, ist für fast alle Betriebssysteme verfügbar und kostenlos. Nebst einfachen Textnachrichten sind Anrufe mit und ohne Videofunktion möglich. ist wie Sykpe eine App für Internet-Telefonie, mit der auch Textnachrichten verschickt werden können. Viber ist kostenlos. Datenschutzrechtlich ist die Software aber laut golem.de bedenklich. Einer für fast alle: Wer einen Multi-Messenger sucht, mit dem man andere Messenger-Dienste zusammenführen kann, sollte sich genauer anschauen. Den praktischen Kurznachrichtendienst gibt es für PC, Mac, Android, iOS und BlackBerry. Einer der grössten Konkurrenten von WhatsApp ist der Samsung-eigene Instant Messenger . Der Messenger läuft auf allen Smartphones und Tablets, die Android, iOS, BlackBerry und Bada nutzen. Auch mit können plattformübergreifend Textnachrichten versendet, Dateien verschickt und Internet-Telefonate geführt werden. Auf Android-Smartphones ist der Dienst vorinstalliert. Auch Facebook mischelt im Messenger-Geschäft mit. Nebst der Chat-Funktion lässt sich mit dem sehen, wo sich die Freunde gerade aufhalten - sofern die Kontakte die Ortungsfunktion aktiviert haben. Die App ist für Android und iOS erschienen. Vor der WhatsApp-Ära: hiess ursprünglich Pingchat. Mit dem Messenger für Android, BlackBerry und iOS können wie bei WhatsApp Textnachrichten sowie Audio- und Video-Botschaften verschickt werden. kommt ursprünglich aus Japan, hat sich inzwischen aber auch bei uns eine grosse Anhängerschaft erobert. Laut eigenen Angaben nutzen weltweit 73 Millionen Smartphone-Nutzer den Messenger, den es für Android, iOS und Windows Phone gibt.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Bereits seit letztem Jahr können Smartphone-Nutzer mit der App Facebook Messenger Gratis-Nachrichten an ihre Facebook-Freunde senden. Künftig können sich Besitzer eines Android-Handys wie bei WhatsApp mit lediglich einem Nutzernamen und der Telefonnummer anmelden. Ein Facebook-Konto ist für das Versenden von Kurznachrichten mit dem Facebook Messenger nicht mehr notwendig.

Wie das soziale Netzwerk mitteilte, soll die vereinfachte Nutzung zuerst in wenigen Ländern wie Australien oder Südafrika möglich sein. Das Update der Android-App werde so schnell wie möglich in anderen Märkten zur Verfügung gestellt. Zu einem späteren Zeitpunkt, den Facebook noch nicht kommunizierte, werden auch iPhone-Nutzer vom Kontozwang befreit werden.

Facebook steht im Schatten von WhatsApp

Mark Zuckerbergs Facebook ist zwar bei den sozialen Netzwerken mit rund einer Milliarde aktiver Mitglieder die unangefochtene Nummer eins. Bei den boomenden Instant Messengern für Smartphones hat aber WhatsApp die Nase vorne. Über 100 Millionen Nutzer soll der Kurznachrichtendienst bereits haben. Laut eigenen Angaben werden täglich rund zehn Milliarden WhatsApp-Nachrichten verschickt. Mit diesen Zahlen kann der Facebook Messenger nicht Schritt halten.

Zuckerbergs Ziel ist klar: Da man kein Facebook-Konto mehr braucht, soll der eigene Messenger für weitere Bevölkerungskreise attraktiv werden. Ob der Plan aufgeht, ist fraglich. Wer Facebook bislang nicht vertraute, wird sich den Messenger auch künftig kaum auf seinem Mobiltelefon installieren.

Zuckerberg korrigiert seinen Fehler

Am Montag verbreitete sich das Gerücht, dass Zuckerberg WhatsApp kaufen wolle. Der Deal wäre für beide Unternehmen attraktiv, allerdings haben die WhatsApp-Betreiber in der Vergangenheit immer wieder ihre Unabhängigkeit betont.

Die nun angekündigte vereinfachte Nutzung des Facebook Messengers könnte ein Indiz sein, dass sich der WhatsApp-Kauf schwierig gestaltet. Die Öffnung des Facebook Messengers für Nutzer ohne Facebook-Konto kann als verzweifelter Versuch interpretiert werden, den Siegeszug von WhatsApp doch noch zu verhindern. Die Chancen wären deutlich grösser gewesen, hätte Facebook seinen Messenger bereits 2011 ohne Kontozwang angeboten.

Der Kampf der Messenger

Gratis-Kurznachrichtendienste für Smartphones sind für Unternehmen ein ideales Instrument, die Kunden an sich zu binden. Der Messenger-Markt ist daher hart umkämpft und es ist gut möglich, dass auch Google bereits bei WhatsApp angeklopft hat (siehe Diashow).

Microsoft hat sich mit der Übernahme und Integration von Skype in Windows 8 und Windows Phone 8 in eine starke Position manövriert. Auch Apple versucht mit iMessage seine Kunden an sein Betriebssystem zu binden. Das Gleiche streben andere Smartphone-Hersteller wie RIM mit dem BlackBerry-Messenger oder Samsung und Nokia mit eigenen Messengern an.

(owi)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

20 Minuten ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die neusten Leser-Kommentare

  • bb am 07.12.2012 23:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    blackberry

    bbm hat angefangen(blackberry messenger)

  • Internet Guru am 06.12.2012 13:25 Report Diesen Beitrag melden

    Iwo 1 Mia aktive Mitglieder bei fb

    Ich selber habe ja schon 6 Accounts und Kollegen von mir auch. Die Zahlen sind übertrieben fb hat max. 1/2 Mia aktive Mitglieder

  • N.B. am 06.12.2012 11:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Oh ha

    Ich bin immer noch bei Facebook, aber nach all diesen Beiträgen mach ich mir Sorgen.Das Beste wäre ich "klinke" mich da raus. Danke, dass Ihr mich darauf aufmerksam gemacht habt:0)!

  • jürg am 06.12.2012 08:47 Report Diesen Beitrag melden

    hinterwäldler

    ähm hat nicht jeder schon längst ein fb account? also meine freunde haben alle einen. ansonsten wären die selberschuld wenn sie alle partys verpassen... lernt doch endlich mal die portale richtig zu nutzen. planen, organisieren, werbung, photos usw. gerade der veranstaltungskalender ist gold wert.

    • Kein Facebooker am 07.12.2012 12:12 Report Diesen Beitrag melden

      Du bist der Beste!!!

      Weiter so!!

    einklappen einklappen
  • Herr Unsozial am 06.12.2012 08:15 Report Diesen Beitrag melden

    ganz persönlich

    mit jedem der facebook benützt möchte ich persönlich am Liebsten nichts zu tun haben.