Nach «Abstimmung»

10. Juni 2012 12:50; Akt: 10.06.2012 13:02 Print

Facebook setzt neue Regeln in Kraft

Gerade mal 0,04 Prozent der User haben an einer Abstimmung über die neuen Facebook-Regeln mitgemacht. Deswegen setzt der Social-Media-Gigant diese jetzt Knall auf Fall um.

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Dem sozialen Netzwerk laufen die Jungen davon. Die neuen Mitglieder sind oft über 50.

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Die Facebook-Mitglieder hatten die Chance, über die Nutzungs- und Datenschutz-Richtlinien des weltgrössten Online-Netzwerks abzustimmen. Nachdem die Beteiligung weniger als 0,04 Prozent betrug, setzt Facebook die neuen Regeln jetzt einfach um.

Facebook hat die geplanten Änderungen der Regeln für Nutzung und Datenschutz direkt in Kraft gesetzt, nachdem eine Abstimmung der Mitglieder an der hohen Beteiligungshürde gescheitert ist. Facebook- Kommunikationschef Elliot Schrage verteidigte die Entscheidung unter anderem damit, dass die neuen Richtlinien für mehr Transparenz sorgten.

Ausserdem habe Facebook positive Reaktionen von Regulierern und Datenschützern bekommen, schrieb Schrage in einem Blogeintrag. Bis Ablauf der Wochenfrist am Freitagabend hatten aber nur 342 632 Facebook-Mitglieder ihre Stimme abgegeben - weniger als 0,04 Prozent.

Dabei gab es unter den Teilnehmern der Abstimmung eine überwältigende Ablehnung der neuen Richtlinien: Lediglich 44 749 stimmten dafür, 297 883 dagegen.

Daten werden länger gespeichert

Zu der Abstimmung war es gekommen, weil mehr als 7000 Nutzer Kommentare zu den Mitte Mai veröffentlichten Änderungsvorschlägen an der Richtlinie zur Datenverwendung abgegeben hatten. Für diesen Fall sehen die Facebook-Regeln vor, dass alle Mitglieder über einen Entwurf abstimmen können. Damit das Abstimmungsergebnis für das Online-Netzwerk bindend ist, müssen daran allerdings 30 Prozent der aktiven Nutzer teilnehmen.

Facebooks Entwurf für die Datenschutz-Richtlinie sieht neben zahlreichen Erläuterungen und Präzisierungen unter anderem auch vor, dass einige Informationen länger als bisher aufgehoben werden können. «Wir werden Daten so lange einbehalten, wie dies erforderlich ist, um den Nutzern und anderen Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen.

Diese umfassendere Verpflichtung gilt für alle Daten, die wir über Dich sammeln und erhalten, einschliesslich Informationen von Werbetreibenden», heisst es an einer Stelle. Zugleich betont Facebook, dass Daten zu sogenannten Social Plugins wie dem «Gefällt mir»-Button maximal 90 Tage gespeichert werden.

Kritik von Datenschützern

Datenschützer hatten das Verfahren unter anderem angesichts der hohen Beteiligungshürde als Farce kritisiert. Zudem habe Facebook die Mitglieder nicht ausreichend über die Abstimmung informiert. Schrage erklärte, Facebook habe «erhebliche Anstrengungen unternommen, um die Abstimmung einfach und zugänglich zu machen». Unter anderem seien Nutzer mit Hilfe von Anzeigen über die Abstimmung informiert worden.

Angesichts der Bemühungen und der am Ende niedrigen Beteiligung wolle Facebook den Prozess auf den Prüfstand stellen und überlegen, wie man in Zukunft die Beteiligung der Nutzer verbessern könne. Die 30-Prozent-Regelung stammt noch aus einer Zeit, da das Netzwerk deutlich weniger Mitglieder hatte.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Porta Westfalica am 10.06.2012 15:16 Report Diesen Beitrag melden

    Abstimmung

    Hätte ich von Facebook per persönlicher Nachricht von der Abstimmung erfahren, so hätte ich mich natürlich auch daran beteiligt.

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  • Phil am 10.06.2012 16:06 Report Diesen Beitrag melden

    Selbstverantwortung

    Tja jeder ist schlussendlich selber dafür verantwortlich war er/sie auf Facebook (oder sonst irgendwo online) postet. Wenn man nicht will das andere es erfahren dann soll man es nicht posten, auch nicht wenn man alles auf "privat" gestellt hat.

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  • Tom am 10.06.2012 14:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Facebook Frage!

    ... sind bei diesen 2.81 Mio Usern auch die 10fach Accounts sprich Fakeaccounts eingerechnet?? Dann wären wir etwa bei 3 bis 400000 also etwa die Sadt Luzer.... WOW GEWALTIG!! Das ist unspektakulär aber eher in etwa realistisch!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Detlef H. am 13.06.2012 23:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zenith überschritten

    Jaja Facebook ... Ich habe meinen Account vor 3 Tagen gelöscht. 1) Datenklau 2) Missbrauch der Daten 3) Keine Infos zu der Umfrage Ausserdem habe ich bemerkt dass ich täglich online war.. Seit ich es gelöscht habe geht es mir wunderbar und ich habe keine Beschwerden. Machts mir nach, löscht Facebook. Let Facebook die! "Es hat seinen Zenith überschritten"

  • reto rot am 11.06.2012 21:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    geheim!

    ...es wird abgestummen und keiner macht mit!?? wie denn wenn die Abstimmung geheim ist!!!

  • Andreas.K am 11.06.2012 19:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lösche Facebook ? Habe ja noch meine HP :-)

    Jaja mal wieder typisch facebook, ich wurde nicht gefragt und hatte auch keinen link, langsam reichts

  • anonym am 11.06.2012 19:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    typisch mensch

    ja löscht doch euer konto regt euch darüber auf aber ohne gehts auch nicht...wie immer

  • Sandra M. am 11.06.2012 14:05 Report Diesen Beitrag melden

    das war gewollt so

    facebook fragte - aber fast niemand fand den link zur abstimmung.