«Nur» 740 Millionen

23. August 2012 06:41; Akt: 23.08.2012 09:04 Print

Facebook-Wette ging in die Hose

Dumm gelaufen für die beiden Gründer des Fotodienstes Instagram: Sie erhalten für ihre Firma deutlich weniger als eine Milliarde US-Dollar. Schuld ist der tiefe Aktienkurs von Facebook.

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Die Instagram-Gründer erhalten neben viel Cash auch 23 Millionen Facebook-Aktien. (Bild: Keystone)

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Das ist mal eine gute Nachricht für Mark Zuckerberg und sein von einem fallenden Aktienkurs gebeuteltes soziales Netzwerk: Der Börsenneuling Facebook darf den amerikanischen Online-Fotodienst Instagram übernehmen. Die zuständige US-Wettbewerbsbehörde FTC hat am Mittwoch grünes Licht gegeben.

Sie habe keinerlei Einwände, teilte die Federal Trade Commission mit. Facebook hatte den Instagram-Kauf im April angekündigt, also noch vor dem Börsengang, der im Mai folgte. Als Kaufpreis waren rund 1 Milliarde Dollar vereinbart (20 Minuten Online berichtete).

«Pech» für Instagram-Gründer

Im September 2010 hatten Kevin Systrom und Mike Krieger, Absolventen der Stanford-Universität, ihre Firma Instagram in San Francisco gegründet. Die beiden Internet-Geschäftsmänner werden nun allerdings beträchtliche Abstriche machen müssen beim Deal mit Zuckerberg: Denn sie hatten sich auf eine «Wette» eingelassen, teils in Facebook-Aktien bezahlt zu werden. Lediglich 300 Millionen Dollar fliessen in bar; hinzu kommen 23 Millionen Facebook-Aktien.

Die Facebook-Aktien wurden zum Zeitpunkt der Verhandlungen mit Instagram mit rund 30 Dollar bewertet. Der Ausgabekurs zum Börsengang war sogar 38 Dollar. Mittlerweile kostet das Papier aber nur noch gut 19 Dollar - womit der Verkauf derzeit rund 740 Millionen Dollar einbrächte. Der endgültige Abschluss des Geschäfts steht noch aus.

Über die Instagram-App lassen sich mit dem Smartphone geschossene Fotos mit wenigen Klicks im Bekanntenkreis teilen. Instagram kooperiert dabei neben Facebook auch mit Twitter und dem Miniblog-Service Tumblr. Der Fotodienst soll laut Ankündigung von Mark Zuckerberg bis auf Weiteres in seiner heutigen Form bestehen bleiben.

(dsc/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Andreas am 23.08.2012 08:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur 300mio in bar

    Na jetzt müssen sie die milion zweimal umdrehen

  • Klaus am 23.08.2012 08:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Krank!

    Kranke Finanzwirtschaft! Da kauft eine Firma die keine Gewinne macht mit Geld das ihnen nicht gehört eine zwei Jahre alte Firma die auch keine Gewinne einfährt für Mehrere hundert Millionen von Dollars! Das ist Krank, Krank, Krank

    einklappen einklappen
  • Apple am 23.08.2012 09:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    !!!

    Also ich wäre schon mit 300'000'000$ zufrieden. Damit könnte ich ein schönes leben führen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • D.M. am 23.08.2012 15:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Facebook

    Jeder der sich als Geld handeln lassen will, soll sich doch mal bei Facebook anmelden! Inkl das anbieten von daten an dritte, also wo ist das Problem? Ist doch cool dass es das gibt ;)

  • Bäni am 23.08.2012 13:21 Report Diesen Beitrag melden

    Selber Schuld

    Wer sich auf Facebook einlässt, verliert (auf längere Sicht). War doch schon immer so. Und ausserdem: wie blöd muss man sein, sich auf einen Verkauf einzulassen, ohne zu wissen, wieviel man nachher überhaupt bekommt?! Ich verkaufe heute mein Haus auch nicht zu einem Preis, der erst in einem Jahr festgelegt wird! Daher sind die Instagram-Chefs zu 100% selber Schuld und dürfen jetzt nicht jammern. Tja, Facebook macht eben blind und dumm, daher nutze ich es nicht mehr...In ein paar Jahren wird es diesen Haufen Elend nicht mehr geben.

  • Tom - Bern am 23.08.2012 12:11 Report Diesen Beitrag melden

    Wieso erhalten Sie weniger?

    Kann mir bitte jemand erklären, warum die beiden Instagram-Gründer weniger als 1 Milliarde bekommen? Also ich habe in dem Artikel nichts gefunden das definitv aussagt, dass sie weniger erhalten. Sie brauchen ja nur die FB-Aktien halten und warten bis der Kurs ansteigt. Dann haben sie wieder das angeblich verlorene Geld. Doch anders betrachtet müssten sie die Aktien jetzt verkaufen, denn dass die nochmals richtig nach oben gehen, davon gehe ich nicht aus.

    • er hats geschnallt am 23.08.2012 12:52 Report Diesen Beitrag melden

      Richtig!

      Man bekommt x Cash und y Aktien. Da der Wert der Aktien vom Kurs abhängt. Für die Medienmeldung ist es aber einfach, das ganze in einem GEldwert auszudrücken. Dann kann man bei grösseren Schwankungen sogar noch eine Meldung nachliefern ;-)

    • F.U. am 23.08.2012 13:09 Report Diesen Beitrag melden

      Beitrag

      Guter Beitrag!

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  • Louis L. am 23.08.2012 10:30 Report Diesen Beitrag melden

    Berichtigung

    Wenn es nicht um FB gehen würde, wäre diese "News" keine Schlagzeile wert. Wer sich auch nur ein bisschen auskennt, weiss, dass "cash + stock" die übliche Zahlungsform in Übernahmedeals darstellt. Grund sind der Zeitwert des Geldes und Opportunitätskosten. Sie haben also nicht 300 Mio. verloren, weil sie dieses Geld gar nie hatten. Über den Aktienteil des Preises waren sich beide Parteien wohl einig - inkl. dem damit einhergehenden Risiko.

  • Markus am 23.08.2012 09:56 Report Diesen Beitrag melden

    arme Millionäre

    Kevin und Mike können ja auf Facebook einen Aufruf starten und Geld sammeln damit sie mit je 150Mio in bar nicht am Hungertuch nagen müssen - OK, nach Steuern werden das wohl nur noch so 75Mio pro Person sein aber damit könnte jeder 75 Jahre leben und jedes Jahr 1Mio ausgeben ohne einen Finger krumm machen zu müssen. Nebenbei haben sie ja dann noch ein paar Reserven aus dem Verkauf der FB-Aktien - ist schon ein riesen Pech wenn man mit so wenig Geld auskommen muss