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12. Mai 2011 17:55; Akt: 13.05.2011 14:27 Print
Schlammschlacht gegen Google aufgedeckt
Facebook hat eine renommierte PR-Agentur bezahlt, um Google in der Öffentlichkeit anzuschwärzen. Doch der Schuss ging nach hinten los.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg dürfte angesichts des jüngsten PR-Fiaskos alles andere als erfreut sein. (Bild: Keystone)
Burson Marsteller gehört zu den grössten und einflussreichsten PR-Agenturen in den USA. In den vergangenen Wochen hat das Unternehmen versucht, Meldungen über vermeintliche Datenschutzprobleme bei Google in US-Medien zu platzieren. Konkret ging es um das Google-Feature Social Circle. Das Brisante: Heimlicher Auftraggeber der PR-Kampagne war niemand anders als Konkurrent Facebook.
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Die Sache wurde bekannt, weil ein Blogger das entsprechende Angebot von Burson-Marsteller ablehnte und stattdessen die E-Mails der Agentur im Netz veröffentlichte.
Der Blog «The Daily Beast» hat die Hintergründe aufgedeckt. Zahlreiche US-Medien haben die Story aufgegriffen und berichten genüsslich über das PR-Fiasko von Facebook. Ein Sprecher des Unternehmens hat die Vorgehensweise inzwischen bestätigt. Und auch die PR-Firma selbst ist «geständig».
Sprecher rechtfertigt sich
Der Facebook-Sprecher nannte laut heise.de zwei Gründe, warum man den Konkurrenten anschwärzen wollte. Zum einen löse Google mit seinen Social-Media-Aktivitäten allgemeine Datenschutzbedenken in der Bevölkerung aus. Zum anderen scheint sich Facebook über Googles Versuche zu ärgern, Facebook-Daten im eigenen sozialen Netzwerk zu verwenden. Eine «Verleumdungskampagne» sei aber weder gewollt gewesen noch in Auftrag gegeben worden. Facebook habe lediglich erreichen wollen, dass Dritte - Blogger oder Journalisten - überprüfen, dass Google ohne Erlaubnis der Nutzer Informationen auf den Facebook-Seiten sammle und verwerte.
Unklar ist, ob Facebooks Auftrag für Burson Marsteller noch immer gilt. Die aufgeflogene Schmutz-Kampagne zeigt einmal mehr die Rivalität zwischen dem Internetriesen Google und dem ständig wachsenden sozialen Netzwerk Facebook, das im Umgang mit Datenschutz selbst am Pranger steht.
Mit 600 Millionen Besuchen pro Monat stellt Facebook eine Bedrohung für die Vormachtstellung von Google im Netz dar - und rund zehn Prozent seiner Angestellten warb das soziale Netzwerk bei Google ab.
(dsc/sda)
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Alle 47 Kommentare

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Ist ja niochts neues, oder?
ist doch klar - wo so viel Geld im Spiel ist? Un die Internetdienste es mit Datenschutz nicht so genau nehmen - siehe Google Street View - da wird eben quer durch einander das Leben schwer gemacht. Und da sind wohl alle Mittel recht - vermutlich wie in der Politik, Der Grossfinanz, der Pharma, der Energieversorgung, etc. Hauptsache es wird Kojle geschaufelt wie blöd.
Unnötige Hasstiraden
Dass Facebook und auch Google mit dem Datenschutz Probleme haben, ist ja wohl schon länger bekannt. Wer seine persönlichen Daten preisgibt, muss sich nicht wundern. Jede Form von Internetnutzung birgt diese Gefahren.
Mitmachen ist uncool!
Facebookj ist explosiv und in gefährlicher Weise gegen die gerichtet, die es nutzen. Egal, ob es die unbedarften Privatnutzer sind oder Firmen, die glauben, es zu Ihrem Vorteil nutzen zu können: Facebook wird sich m.E. in den nächsten 2-3 Jahren zu einem handfesten Datenschutzskandal ausweiten, bei dessen Eruption alle händeringend zu fliehen versuchen werden, die dort irgendwie mitdrinhängen.