Hot Potato

23. August 2010 11:56; Akt: 23.08.2010 11:57 Print

Facebook mit Heisshunger

Die Social-Community kauft sich mit der Übernahme eines US-Start-ups Knowhow für ihren vergangene Woche vorgestellten Dienst Places ein.

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Facebook-CEO Mark Zuckerberg hat mit der Übernahme von Hot Potato und der Aufschaltung von Places deutlich gemacht, dass Firmen wie Foursquare und Gowalla mit Gegenwind rechnen müssen.

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Am vergangenen Mittwoch hatte Produktmanager Michael Sharon Facebook Places vorgestellt. Damit können die Nutzer sehen, wo sich gerade ihre Freunde aufhalten - vorausgesetzt sie haben die Funktion aktiviert. Mit der jüngsten Akquisition der Social Community wird Places künftig noch mehr über die User verraten. Die Ende Juli kursierenden Gerüchte betreffend der Übernahme des New Yorker Start-ups Hot Potato durch Facebook haben sich nun bestätigt.

Per Blogeintrag teilen die Betreiber mit: «In einem Monat wird der Dienst geschlossen und die Anwenderdaten vollständig gelöscht.» Benutzerdaten werden also keine weitergegeben. Der Check-in-Dienst Hot Potato lässt Mitglieder freiwillig ihren Standort über ihr Smartphone verraten und so genannte Bürgermeister jener Orte werden, die sie öfter als jeder andere aufgesucht haben. Was banal klingt, scheint vielen Spass zu machen, der Dienst verzeichnet ein rasantes Wachstum. Über den Preis wurde Stillschweigen vereinbart. Laut dem dem auf IT-News spezialisierten US-Portal zdnet.com soll er sich bei zehn Millionen US-Dollar bewegen.

Der Unantastbare

Wer von bestimmten Personen nicht kontaktiert werden will, hat die Möglichkeit, die entsprechenden User zu blockieren. Eine Person ist allerdings unantastbar: Mark Zuckerberg himself. Wer auf das Profil des CEOs geht und den Button «Block this person» betätigt, wird eine Fehlermeldung erhalten. Im Web wurde mit blockzuck.com bereits eine Protestseite veröffentlicht. Der US-Blog mashable.com rätselt, ob es sich dabei um einen Programmierfehler oder ein Easter Egg handelt.

Facebook: 100 Millionen iPhone-User

Im vergangenen Juni sagte Apple CEO Steve Jobs bei der Präsentation des iPhones 4, dass weltweit bereits 100 Millionen Apples-Smartphones verkauft worden sind. Dass diese Zahl etwa hinkommen könnte, bestätigt nun der Apple-Blog 9to5mac.com. Demnach sollen monatlich über 100 Millionen User per iPhone auf ihr Facebook-Profil zugreifen.

(mbu)