Psychologische Studie

29. Dezember 2010 11:35; Akt: 29.12.2010 14:27 Print

Facebook stärkt die Psyche

Soziale Netzwerke im Internet können sich Medienexperten zufolge positiv auf das Selbstbewusstsein der Nutzer auswirken.

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Facebook-CEO Mark Zuckerberg bei einer Präsentation im vergangenen Juli. Das US-Wirtschaftsmagazin Forbes schätzt sein Vermögen auf 6,9 Milliarden US-Dollar.

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«Je mehr sogenannte Freunde der Nutzer des Netzwerks beim eigenen Profil hat und je mehr positives Feedback er auf seiner Seite bekommt, desto mehr steigt dessen Selbstwertgefühl», sagte der Medienpsychologe Erich Weichselgartner der Nachrichtenagentur dapd.

Untersuchungen belegten zudem, dass insbesondere kontaktscheue Personen von sozialen Netzwerken profitierten. Ihnen gelänge es beispielsweise über Facebook oder StudiVZ eher, Beziehungen aufzubauen. «Jugendliche erhoffen sich von sozialen Netzwerken das, was sie im normalen, alltäglichen Leben auch wollen: nämlich soziale Beziehungen», fügte der Medienpsychologe hinzu. Derzeit gebe es aber in Deutschland nur rund ein Dutzend ernstzunehmende wissenschaftliche Untersuchungen zum Stellenwert und den Auswirkungen von Internetportalen.

Weichselgartner schätzt, dass der derzeitige Hype um Internetseiten wie Twitter, Facebook oder studiVZ bald wieder abflauen wird. «In der Vergangenheit gab es bereits neue Dienste wie etwa E-Mails oder Chatting, die zwar auch heute noch genutzt werden, aber bei denen entweder die Medienpräsenz oder die exzessive Nutzung mittlerweile abgenommen hat». Es werde mit Sicherheit zeitnah wieder etwas Neues im Internet aufkommen, ist der Medienexperte überzeugt. Internetseiten mit persönlichen Profilen würden aber zweifelsohne auch künftig bestehen bleiben.

(ap)