Apple-Leute abgeworben

29. Mai 2012 17:23; Akt: 29.05.2012 17:24 Print

2013 kommt das Facebook-Phone

Stimmen die Informationen der «New York Times», wird im nächsten Jahr ein weiteres Schwergewicht im Smartphone-Markt mitmischen: Facebook.

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Facebook ist auf der Suche nach neuen Einnahmequellen.

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Seit Jahren wird erwartet, dass Facebook ein eigenes Handy auf den Markt bringen wird. Gemäss Recherchen der «New York Times» (NYT) soll es nun schon bald soweit sein. Das renommierte Nachrichtenportal beruft sich dabei gleich auf mehrere unabhängige Quellen.

Laut ihren Informationen hat Facebook mehrere ehemalige Apple-Entwickler unter Vertrag genommen, die massgeblich an der Entwicklung des iPhones und des iPads beteiligt waren. «Mehr als ein halbes Dutzend» Mitarbeiter seien abgeworben worden und würden nun an dem Facebook-Handy arbeiten, so die NYT.

Auf Anfrage erhielt die NYT nur eine ausweichende Antwort seitens von Facebook: «Wir sind in der gesamten mobilen Branche aktiv und arbeiten mit Hardware-Herstellern, Anbietern von Betriebssystemen und Applikations-Entwicklern zusammen.»

Die Absicht hinter dem geplanten Einstieg ins Hardware-Geschäft ist klar: Geld. Nach dem ernüchternden Börsengang ist Facebook-Gründer Mark Zuckerberg auf der Suche nach neuen Einnahmequellen. «Mark befürchtet, dass Facebook in Zukunft einfach nur zu einer App auf anderen mobilen Plattformen verkommen könnte, wenn er nicht bald selbst ein Smartphone entwickelt», wird einer der Informanten im NYT-Artikel zitiert.

Google hat es vorgemacht

Nach Google wäre Facebook nicht der erste Software-Entwickler, der ins Smartphone-Business einsteigt. Letzte Woche wurde bekannt, dass der Suchmaschinenbetreiber den Handyhersteller Motorola übernommen hat. «Der Deal ist abgeschlossen», teilte Googles Mitgründer und Konzernchef Larry Page in seinem Unternehmensblog mit.

Die chinesische Regierung hatte dem etwa 12,5 Milliarden Dollar schweren Plan Mitte Mai zugestimmt und Google damit die letzte Hürde genommen. Die Wettbewerbshüter von USA und Europäischer Kommission gaben bereits im Februar grünes Licht.

Google-Gründer Page erklärte den Kauf in seinem Blogeintrag damit, dass reguläre Computer an Bedeutung verlieren werden. Umso wichtiger werde dagegen in Zukunft die Internetnutzung über Mobilfunkgeräte. Bei Facebook dürfte man diese Einschätzung teilen.

Mit Material der Nachrichtenagentur SDA.

(mbu)