Digital Sky Technologies

16. Dezember 2009 10:36; Akt: 16.12.2009 15:29 Print

Russen wollen an Social-Games mitverdienen

«Mafia Wars» und «FarmVille» vom US-Spieleentwickler Zynga zählen zu den erfolgreichsten Anwendungen auf Facebook. Nun will sich ein russischer Investor mit 180 Million US-Dollar am Erfolg beteiligen.

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«Mafia Wars» und «FarmVille» sind die Renner auf Facebook. Nun will Digital Sky Technologies daran mitverdienen.

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Das russische Unternehmen Digital Sky Technologies (DST) hält bereits Anteile in der Höhe von 200 Millionen US-Dollar an Facebook. Nun berichtet die New York Times, dass sich DST mit 180 Millionen US-Dollar an dem Spieleentwickler Zynga beteiligen will. Damit wird offenbar versucht, die Marktposition im Bereich der Social Communitys weiter auszubauen. Zynga steht hinter den erfolgreichen Facebook-Games Mafia Wars und FarmVille. Analysten würden dem Unternehmen einen Wert von über einer Milliarde Franken bescheinigen, schreibt die NYT.

Offenbar lassen sich die russischen Unternehmer auch nicht von der Tatsache beirren, dass gegen Zynga bei einem kalifornischen Gericht eine Sammelklage eingereicht wurde. Darin wird den Unternehmen vorgeworfen, dass ihr Geschäftsmodell auf betrügerischen Absichten basiere. So können Spieler zum Beispiel durch das Ausfüllen von Fragebögen, deren Auswertung per SMS mitgeteilt wird, zusätzlich Punkte verdienen. Wer die Handynummer allerdings preisgibt, meldet sich, ohne sich dessen bewusst zu sein, bei einem kostenpflichtigen Abodienst an (20 Minuten Online berichtete).

«Die Leute glaubten nicht, dass das chinesische Modell von Micropayments in Social-Games eine Chance haben wird. Ich bin aber überzeugt, dass dieser Markt auch im Westen enormen Erfolg haben wird», erklärt DST-Chef Yuri Milner seine Motivation gegenüber NYT.

Mit «Facebook Credits» hält die Social-Community seit vergangenem April eine eigene virtuelle Währung bereit. Nun hat der Spiele-Entwickler CrowdStar mit Happy Island das erste Game herausgegeben, in welchem ausschliesslich mit «Facebook Credits » bezahlt werden kann. So ist die Community nicht mehr vom Online-Bezahldienst PayPal abhängig, schreibt der IT-Blog mashable.com.

(mbu)