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Soziale Netzwerke
30. Oktober 2009 09:53; Akt: 30.10.2009 11:26 Print
Facebook-Spammer muss 700 Millionen zahlen
Sanford Wallace muss dem Community-Portal einen Schadensersatz von umgerechnet etwa 724 Millionen Franken zahlen. Er hatte die Postfächer vieler Nutzer mit Werbenachrichten verstopft.

Spammer Sanford Wallace muss Facebook eine Millionenentschädigung zahlen.
Wie Facebook im offiziellen Firmen-Blog mitteilte, hat das soziale Netzwerk von einem Gericht in San Jose eine Entschädigung von 711 Millionen US-Dollar zugesprochen bekommen. Sam O'Rourke aus der Rechtsabteilung des Unternehmens schreibt, man rechne allerdings damit, einen Grossteil der Summe nicht zu bekommen. O'Rourke sieht das Urteil vor allem als Abschreckung für Spammer. Denn das Gericht hatte die Staatsanwaltschaft aufgefordert, weiter gegen Sanford Wallace, der schon oft als Spammer aufgefallen ist, zu ermitteln. Am Ende könnte für Wallace eine Gefängnisstrafe herausspringen, so O'Rourke weiter. Wie 20 Minuten Online berichtete, hatten Wallace und seine Komplizen Nachrichten an Millionen Facebook-User über E-Mail-Adressen verschickt, die sich die Spammer illegalerweise besorgt hatten. Die Mitteilungen enthielten Links zu Webseiten, deren Betreiber die Cyberkriminellen für jeden Klick bezahlten.
Ausserdem gab Facebook im Firmen-Blog bekannt, dass ab sofort die neuen Bestimmungen zum Schutz der Privatsphäre seiner Nutzer auf der Seite bereitstehen. User könnten sie sich anschauen und kommentieren, heisst es im Beitrag. Hintergrund ist, dass Facebook damit auf eine entsprechende Aufforderung kanadischer Datenschützer reagiert. So soll jetzt beispielsweise klar und deutlich erwähnt werden, dass Facebook Daten seiner Nutzer bis zu 90 Tage speichern kann, nachdem sie gelöscht wurden. Interessant an der zur Diskussion gestellten Version der Bestimmungen ist überdies ein Absatz mit der Überschrift «Location Information», in dem es (frei übersetzt) heisst: «Wenn du deinen Aufenthaltsort mit anderen teilst, werden wir die Daten wie alles andere behandeln, das du auf Facebook veröffentlichst. Falls wir einen Dienst anbieten, der solche Geoinformationen auswertet, kann jeder selbst entscheiden, ob er ihn nutzt.» Wie genau ein solches Angebot aussehen könnte, dazu war von Facebook bisher nichts zu erfahren. Mit Nokia arbeitet Facebook bereits beim Service «Lifecasting with Ovi» zusammen: Über ein Widget auf dem Homescreen des N97 mini kann man seinen Standort direkt mit
(hst)


























