Check-in

19. August 2010 08:16; Akt: 19.08.2010 08:58 Print

Facebook Places vorgestellt

Das weltgrösste soziale Netzwerk greift Firmen wie Foursquare und Gowalla an. Mitglieder können anderen nun direkt mitteilen, wo sie sind. Ausserdem kann man sehen, wer in der Nähe ist.

storybild

Facebook Places geht heute für alle Nutzer online.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Schon länger gab es entsprechende Gerüchte, nun haben sie sich bewahrheitet: Im firmeneigenen Blog hat Produktmanager Michael Sharon Facebook Places vorgestellt. Die neue Funktion nutzt die Ortungssysteme von Smartphones und soll ab heute in den USA allen Mitgliedern des sozialen Netzwerkes zur Verfügung stehen. Wann das Angebot nach Europa kommt, wurde noch nicht angegeben.

Wer Places aktiviert, kann sehen, wo sich Freunde befinden - falls diese ihrer Ortung zugestimmt haben. Ausserdem kann man herausfinden, wer gerade in der Nähe ist. Auf der Hilfe-Seite heisst es: «Wenn du angibst, dass du dich hier befindest, wird das auf der Seite des Ortes, in den Neuigkeiten deiner Freunde und an deiner Pinnwand angezeigt. Markiere die Freunde, die sich ebenfalls hier aufhalten und mache sie zu einem Teil deiner Statusmeldung. Erscheine im Abschnitt „Jetzt hier“ für Freunde und andere Personen, die sich in der Nähe befinden.» Nutzer sollten sich also gut überlegen, ob und wann sie sich orten lassen möchten und entsprechende Einstellungen vornehmen, nicht zuletzt weil manche Facebook-Apps auch auf die Ortsdaten zugreifen können.

Die iPhone-App ist bereits aktualisiert worden. Wann eine aufgebohrte Android-Applikation verfügbar sein wird, gab Facebook noch nicht bekannt. Wie die Firma mitteilte, lässt sich Places auch mit dem Browser des Smartphones über touch.facebook.com nutzen, wenn das Surfprogramm HTML 5 und Ortung unterstützt. Das Unternehmen arbeitet mit Firmen wie Yelp, Foursquare, Gowalla und Booyah zusammen, um möglichst schnell eine umfangreiche Datenbank mit Orten zu füllen. Foursquare und Gowalla haben den so genannten Check-in populär gemacht: Nutzer teilen anderen mit, wo sie gerade sind. Attraktiv für Werbepartner: Sie können so mehr über Kunden erfahren und diese beispielsweise mit Gratis-Getränken ködern, wenn sie sich oft in einer Filiale aufhalten, wie dies Starbucks tut. Mit Facebook als weltgrösstem sozialen Netzwerk kommt nun allerdings ein Schwergewicht auf den Markt, das wohl dafür sorgen wird, dass kleinere Anbieter verschwinden werden.

(hst)