Soziale Netzwerke

12. Februar 2010 09:46; Akt: 13.02.2010 15:57 Print

Bringt Microsoft Games auf Facebook?

Die Redmonder sollen ins lukrative Geschäft mit Spielen für die Community einsteigen wollen. Damit scheinen die Unternehmen ihre Zusammenarbeit ausbauen zu wollen. Erst kürzlich war bekannt geworden, dass bing zur offiziellen Suchmaschine des Portals wird.

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Microsoft soll Spiele für Facebook anbieten wollen. Bild: Fotomontage

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Facebook hat mittlerweile rund 400 Millionen Mitglieder, von denen viele ihre Zeit mit Spielen verbringen. Wie 20 Minuten Online berichtete, ziehen Games wie «FarmVille» und «Mafia Wars» Millionen von Usern in ihren Bann. Hinter den erfolgreichsten Games steht das US-Unternehmen Zynga. Die erzielten Umsätze sollen inzwischen bei über 100 Millionen Dollar pro Jahr liegen. Wie das deutsche IT-Portal golem.de unter Berufung auf eine gut informierte Quelle schreibt, soll Microsoft Unternehmen wie Zygna und Playdom Konkurrenz machen wollen. Demnach sollen die Redmonder schon bald bekannt geben, dass sie Online-Spiele für Facebook anbieten werden.

Facebook-Games stehen aber auch immer wieder wegen Abzockereien in der Kritik. So hatte eine Anwaltskanzlei im Herbst 2009 bei einem kalifornischen Gericht eine Sammelklage gegen Facebook und Zynga eingereicht. Darin wird den Unternehmen vorgeworfen, dass ihr Geschäftsmodell auf betrügerischen Absichten basiere. So können Spieler zum Beispiel durch das Ausfüllen von Fragebögen, deren Auswertung per SMS mitgeteilt wird, zusätzlich Punkte verdienen. Wer die Handynummer allerdings preisgibt, meldet sich ohne sich darüber bewusst zu sein, bei einem kostenpflichtigen Abodienst an. Zu den Zynga-Klassikern gehören auch vermeintliche IQ-Tests. Auch sie enden mit einer teuren Handyrechnung.

Weitere Zusammenarbeit angekündigt

Wie Microsoft diese Woche im offiziellen bing-Blog mitteilte, sollen in Zukunft alle Mitglieder des sozialen Netzwerkes erweiterte Suchfunktionen der Suchmaschine bing nutzen. Wann genau, wurde noch nicht bekannt. Mit dem Ende vergangener Woche gestarteten Redesign der Startseite ist das Suchfeld auffälliger platziert worden. Gleichzeitig gab Microsoft bekannt, dass Facebook seine Werbebanner nun selbst verkaufen wird. Text-Anzeigen für die Community sollen die Redmonder weiterhin anbieten. Im Oktober 2007 hatte Microsoft für 240 Millionen US-Dollar einen Anteil von 1,6 Prozent an Facebook erworben.

(hst)