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US-Konzerne im Visier
25. November 2011 07:23; Akt: 25.11.2011 07:37 Print
Bundesrat prüft Facebook und Co.
Die Schweizer Regierung will sozialen Netzwerken im Internet genauer auf die Finger schauen. Wenn nötig sollen Rechtslücken geschlossen werden.

Nach Ansicht des Bundesrats stellt sich die Frage, ob das heutige Recht die Probleme angemessen erfasst und die Verantwortlichkeiten ausreichend geklärt sind.
Der Bundesrat will in einem Bericht aufzeigen, ob im Zusammenhang mit sozialen Netzwerken im Internet Rechtslücken bestehen, die geschlossen werden müssen. Dies geht aus der am Donnerstag veröffentlichten Antwort des Bundesrats auf ein Postulat von Nationalrätin Viola Amherd (CVP/VS) hervor.
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Amherd argumentiert in ihrem Vorstoss, dass die gesetzlichen Grundlagen heute nicht auf die rasante Entwicklung im Internet ausgerichtet seien. Soziale Netzwerke im Internet bewirkten eine neue Dimension in der Kommunikation und in der Mediennutzung. Dadurch drohe die Durchsetzung nationaler Gesetze und Grundwerte ausgehebelt zu werden.
Auch nach Ansicht des Bundesrats stellt sich die Frage, ob das heutige Recht die Probleme angemessen erfasst und die Verantwortlichkeiten der Beteiligten ausreichend klärt. Denn immer mehr Nutzer beschränkten sich dank Social Media nicht auf die Konsumentenrolle, sondern böten eigene Inhalte an. Die Individual- und die Massenkommunikation vermischten sich.
Probleme beim Jugendschutz
Als zentrales Problem sieht der Bundesrat wie Amherd die Gefahr, dass nationale Gesetze nicht mehr durchgesetzt werden können, weil die Betreiber solcher Plattformen meist internationale Firmen sind.
Probleme ortet der Bundesrat insbesondere auch beim Jugendschutz und dem hohen Schaden, den weltweit abrufbare, private Publikationen anrichten können, die nicht nach journalistischen Sorgfaltsregeln verfasst wurden. Als weiteres Problemfeld sieht er die unerwünschte Verwendung der auf solchen Plattformen abgelegten Daten.
Abwehr von Cyberattacken
Zur Annahme empfiehlt der Bundesrat auch ein Postulat von Nationalrätin Barbara Schmid-Federer (CVP/ZH), die vom Bundesrat verlangt zu prüfen, ob zur Abwehr von Cyberattacken ein spezielles Informations- und Kommunikations-Grundlagengesetz geschaffen werden soll. Der Bundesrat will diese Frage in der für nächstes Jahr versprochenen Strategie Projekt Cyber Defence beantworten.
(sda)
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Alle 6 Kommentare


































Zurück zum Mittelalter!
Das erinnert doch sehr an die Anfänge des Buchdruckes, als man die Bücher als Teufelszeug verbrannte. Die Menschen heute sind doch mündig und lassen sich nicht mehr alles vorschreiben.
Endlich!!
Wird auch Zeit, dass da mal was passiert!
Überlegen bevor posten
Was anpaasen bringt nichts, denn es kann nicht durchgesetzt werden. Siehe u.a. auch unser Bankengeheimnis..... Wichtiger ist, dass man darauf achtet was man von sich preis geben will und was nicht. Am Schluss ist jeder selber Schuld der zu viel veröffentlicht hat.
Einverstanen.. ABER
was ist mit dem, was andere über DICH preisgeben? Ohne Einverständnis einzuholen? Hier müssen dringend Massnahmen ergriffen werden.
Auch das
kann man/frau mittlerweile kontrollieren. Siehe fb Privatsphäre Einstellungen /Funktionsweise von Markierungen: Da können Sie bestimmen, was passiert, wenn Freunde Sie oder Ihre Inhalte/Beiträge markieren
Es braucht ein Gesetz
Viele Jugendliche verstehen nicht, was es bedeutet, wenn sie diese Infos weitergeben. Deswegen braucht es eine gesetzliche Grundlage. Ansonsten werden die Menschen ausgenutzt und mit den Daten geschäfte gemacht