Geodaten in Status-Updates

11. Mai 2010 09:54; Akt: 11.05.2010 10:38 Print

Facebook greift Foursquare an

Die Community scheint das US-Start-up konkurrenzieren zu wollen - mit einer Funktion, dank der man an Orten einchecken kann. Dies legt JavaScript-Code auf touch.facebook.com nahe.

storybild

Geolocation: Facebook macht Foursquare Konkurrenz. Bild: TechCrunch/Fotomontage

Zum Thema
Fehler gesehen?

Schon länger gibt es Gerüchte über eine Check-in-Funktion von Facebook. Das New Yorker Unternehmen Foursquare bietet Vergleichbares bereits seit über einem Jahr an. Unlängst verzeichnete die Firma 40 Millionen Check-ins. Vor fünf Wochen waren es noch 22 Millionen gewesen. Nun scheint Facebook Foursquare und Konkurrenten wie Gowalla und Brightkite angreifen zu wollen, wie TechCrunch.com schreibt. Die Seite hat entsprechenden JavaScript-Code auf touch.facebook.com entdeckt, der mobilen Seite des sozialen Netzwerkes, welche für Smartphones mit Touchscreen optimiert ist. Wann die Geodaten für Status Updates verfügbar sein werden, wurde bislang nicht bekannt, denn Facebook schweigt. Unterdessen schreibt adage.com, dass McDonalds erster Werbepartner von Facebook sein könnte, welcher das Geolocation-Feature nutzt. Mitglieder sollen in Restaurants der Kette einchecken können.

«Auf Foursquare.com kann ich meinen Freunden Informationen und Tipps zu den Orten hinterlassen, an denen ich schon gewesen bin. Als ich zum Beispiel in München in die Cocktailbar Schumann's ging und eincheckte, poppte die Nachricht eines Freundes auf, der am Abend zuvor dort gewesen ist und mir einen guten Cocktail empfahl. Was wir gar nicht erwartet haben: Mütter checken oft auf Spielplätzen ein, um anderen Müttern zu signalisieren, auch mit ihren Kindern dorthin zu kommen», sagte der Foursquare-Mitgründer Dennis Crowley faz.net. Geld verdienen könnte man unter anderem, indem Nutzern Coupons von Restaurants eingeblendet würden, in die sie gerade eingecheckt haben.

Vorstandsmitglied ging Phishern auf den Leim

Unlängst hatte Facebook mit Sicherheitsproblemen Schlagzeilen gemacht, wie 20 Minuten Online berichtete: Erst letzte Woche musste die Social Community wegen einer fatalen Sicherheitslücke kurzfristig ihren Chat vom Netz nehmen. Die User konnten dadurch sämtliche Chats ihrer Freunde belauschen. Zudem waren die Freundschaftsanfragen, die sie an andere Mitglieder gestellt hatten, zu sehen. Kaum wurde das Leck geschlossen, tat sich auch schon die nächste Sicherheitslücke auf. Anhand der Kommentare in der Statusleiste und den verschickten Nachrichten liessen sich Rückschlüsse auf die IP-Adresse ziehen. Unter Umständen lässt sich diese einer Person zuordnen. Die notwendigen Informationen konnten aus dem Header des E-Mails herausgelesen und mittels eines so genannten Tracers wie er etwa auf myiptest.com angeboten wird, in die IP umgewandelt werden. Bei Facebook hat man inzwischen reagiert und den Fehler behoben.

Dass selbst Mitglieder des Aufsichtsrats von Facebook vor Sicherheitsproblemen nicht gefeit sind, zeigt nun das Beispiel Jim Breyer. Er wurde am Wochenende Opfer einer Phishing-Attacke, dank der über sein Profil missbraucht wurde, um eine Spam-Nachricht an 2300 Freunde zu schicken, berichtet cnet.com

(hst)