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30. November 2011 09:11; Akt: 30.11.2011 14:36 Print
Facebook muss die Nutzer besser schützen
Mark Zuckerbergs Facebook muss für Änderungen seiner Privatsphäre-Einstellungen in Zukunft die Zustimmung der Mitglieder einholen. Darauf haben sich die US-Behörden und das soziale Netzwerk geeinigt.

Die US-Behörden werfen Facebook vor, es es habe Nutzer mit seinen Privatsphäre-Einstellungen getäuscht. (Bild: Keystone/AP)
Die weltgrösste Social-Media-Plattform muss seine Nutzer über Änderungen zur Privatsphäre besser informieren. Konkret muss Facebook für Änderungen der Privatsphäre-Einstellungen in Zukunft die Zustimmung der Nutzer einholen. Darauf hat sich Unternehmen im Datenschutz-Streit mit der US-Regierung am Dienstag geeinigt. Eine Strafe muss der Betreiber des sozialen Netzwerks nicht zahlen.
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Die US-Bundeshandels-Kommission FTC hatte dem sozialen Netzwerk vorgeworfen, es habe Nutzer mit seinen Privatsphäre-Einstellungen getäuscht und sie dadurch dazu gebracht, mehr Informationen mit anderen zu teilen, als sie ursprünglich bereit waren, preiszugeben.
Die Anschuldigungen reichen ins Jahr 2009 zurück, als Facebook Änderungen bei den Privatsphäreeinstellungen durchführte, durch die etwa Freundeslisten öffentlich einsehbar wurden. «Sie haben die Nutzer nicht vor dieser Änderung gewarnt oder sie um Zustimmung gebeten», teilte die FTC mit. Gemäss dem am Dienstag vereinbarten Vergleich muss Facebook seine Praxis nun ändern.
Zuckerberg gesteht Fehler ein
Facebook-Chef Mark Zuckerberg schrieb in einem Blog, das Unternehmen habe «eine Reihe von Fehlern» gemacht. Das habe aber leider auch oft die gute Arbeit von Facebook überschattet. Viele der Bedenken der FTC würden bei Facebook bereits angegangen.
Der Vergleich ähnelt einem früheren, dem Google mit seinem sozialen Netzwerk Buzz zugestimmt hatte. Wie Google verpflichtete sich auch Facebook, seine Praktiken zur Privatsphäre der Nutzer für die kommenden 20 Jahre von unabhängigen Prüfern bewerten zu lassen. Unter anderem habe Facebook zwei neue Führungsstellen für den Bereich des Datenschutzes als Reaktion auf den Vergleich mit der US-Regierung geschaffen, teilte Zuckerberg mit.
Auch die Schweizer Regierung will sozialen Netzwerken im Internet genauer auf die Finger schauen. Wenn nötig sollen Rechtslücken geschlossen werden (20 Minuten Online berichtete).
(dapd/sda)
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