Streit um Facebook

17. August 2011 11:11; Akt: 17.08.2011 16:25 Print

Ist der Zuckerberg-Kläger ein Betrüger?Ist der Zuckerberg-Kläger ein Betrüger?

Die Anwälte von Mark Zuckerberg schiessen scharf gegen einen ehemaligen Geschäftspartner des Facebook-Gründers. Kein Wunder, es geht um Hunderte von Millionen.

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Mark Zuckerberg hat aus dem Nichts ein Imperium aufgebaut - und muss sich gegen ehemalige Geschäftspartner wehren.

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Im Streit mit einem ehemaligen Geschäftspartner, der Anspruch auf die Hälfte an Facebook erhebt, glauben Anwälte von Firmengründer Mark Zuckerberg den entscheidenden Beweis gefunden zu haben, nämlich den Originalvertrag.

Bei der Untersuchung eines Computers des ehemaligen Holzpellets-Händlers Paul Ceglia sei der Vertrag mit Zuckerberg aus dem Jahr 2004 entdeckt worden, erklärten die Facebook-Vertreter in einem am Dienstag (Ortszeit) veröffentlichten Gerichtsdokument. Der Name Facebook tauche dort im Gegensatz zu den von Ceglia vorgelegten Kopien nicht auf.

Auf Festplatte gefunden

Ceglia behauptet, mit Zuckerberg einen Online-Dienst mit dem Namen thefacebook.com oder «Face Book» geplant zu haben. Zuckerberg habe Ceglia jedoch schliesslich ausgebootet und Facebook allein auf die Beine gestellt.

Allerdings habe der Vertrag ihm das Anrecht auf die Hälfte an dem geplanten Online-Netzwerk gegeben, das er jetzt geltend machen wolle. Ceglia untermauerte seine Version der Geschichte zusätzlich zur vorgelegten Kopie eines Vertrages mit mehreren E-Mails. Facebook bezeichnete das alles bereits als Fälschung.

Mit dem nun auf der Computer-Festplatte gefundenen Original-Vertrag glaubt Facebook, den Fälschungs-Vorwurf beweisen zu können. Als einziges Unternehmen werde dort die Firma StreetFax erwähnt, für die Zuckerberg Programmierer-Arbeiten ausführen sollte, heisst es in dem Gerichtsdokument. StreetFax sollte eine Website mit Fotos von Strassenkreuzungen für Versicherungen werden.

Vor dem Börsengang

Facebook hat grosses Interesse daran, den Streit mit Ceglia schnell aus der Welt zu schaffen - für kommendes Jahr wird ein Börsengang des weltgrössten Online-Netzwerks erwartet. Es könnte dabei nach Expertenschätzungen mit bis zu 100 Milliarden Dollar bewertet werden. Zweifel an Ceglias Glaubwürdigkeit wurden Ende Juni bereits dadurch gestärkt, dass er von zwei renommierten Anwaltsfirmen fallen gelassen wurde.

Ceglia ist nicht der einzige, der ein Stück von Facebook haben will. So gehen die Zwillinge Tyler und Cameron Winklevoss seit Jahren gegen Zuckerberg vor. Die einstigen Kommilitonen behaupten, er habe ihnen die Idee für Facebook geklaut. Einen Vergleich mit dem Online-Netzwerk wollen sie aufkündigen, weil Facebook sie dabei angeblich über den Tisch gezogen hat. Sie geben trotz mehrerer Niederlagen vor Gericht nicht auf.

(sda)

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  • Peter am 17.08.2011 16:21 Report Diesen Beitrag melden

    Das liebe Geld

    Wenns halt ums liebe Geld geht war plötzlich jeder mit jedem in der Schule oder im Bett