Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Hype vorbei
04. Juli 2012 23:07; Akt: 05.07.2012 07:12 Print
Junge kehren Facebook den Rücken
von Sandra Ruckstuhl - Zu viel Werbung und Überwachung: Immer mehr Jugendliche fühlen sich von Facebook gestresst und lassen das soziale Netzwerk links liegen.
Kontrolle und Spam: Tausende junge Schweizer löschen ihr Facebook-Profil.
Das grösste soziale Netzwerk der Schweiz hat bei den Jugendlichen ein Nachwuchsproblem: Im letzten Quartal haben knapp 10 Prozent der 13- bis 15-Jährigen Facebook den Rücken gekehrt.
«EIN TOLLES PROFIL IST ANSTRENGEND»
Karin Frick*, die 13- bis 15-jährigen Schweizer verlassen Facebook in grosser Zahl. Ist Facebook out?
Der Trend ist für die Jungen vorbei. Die Lust an Facebook ist gesunken, die Last gestiegen. Sich ständig mit einem tollen Profil anzupreisen, ist zu anstrengend und aufwendig geworden.
Kehren auch viele Facebook den Rücken, weil sie da gemobbt wurden?
Nein, eher weil immer mehr Firmen auf Facebook aktiv sind und mit Likejacking, also Spam, nerven und so den ursprünglichen Freiraum kommerzialisieren. Wenn die ersten relevanten Freunde der 13- bis 15-Jährigen abspringen, ist es für die übrigen Freunde auch nicht mehr lustig.
Wohin führt die neue Bewegung?
Die Facebook-Teens wechseln zu kleineren Netzen wie beispielsweise WhatsApp oder anderen Diensten wie SMS. Zurück zur Einfachheit ist die Devise.
*Karin Frick ist Forschungsleiterin im Gottlieb-Duttweiler-Institut.
«Die Jungen fühlen sich von Facebook zunehmend bevormundet», sagt die renommierte Professorin Sherry Turkle vom Massachusetts Institute of Technology MIT zu 20 Minuten. Facebook sei zu weit gegangen und habe Bedenken über die Privatsphäre ausgelöst.
«Ich bin erfreut zu sehen, dass sich die Jungen nun mit Händen und Füssen wehren», sagt Professorin Turkle, die
der Meinung ist, 13- bis 15-Jährige gehörten nicht auf Facebook. Dass die Bevormundung und Kommerzialisierung die Jungen vergrault, bestätigt auch Karin Frick, Forschungsleiterin des Gottlieb-Duttweiler-Instituts
(siehe Interview).
Kids fühlen sich beobachtet
Einen weiteren Grund für die Facebook-Flucht sieht David Schärer von Rod Kommunikation in der Überwachung. «Die 13- bis 15-Jährigen weichen auf andere Kanäle wie WhatsApp aus. So können sie, ohne von Facebook beobachtet zu werden, mit ihren Freunden chatten.» Der grosse Hype um Facebook sei vorbei.
Franz Eidenbenz, Psychologe und Experte für Soziale Medien, bringt es auf den Punkt: «Wenn Eltern auf einen Jugendtrend aufspringen, ist er für die Teenager gestorben.»
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»
Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.
«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»
Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.
«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»
Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)
Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?
Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.
-
Alle 136 Kommentare

Die Printausgabe von 20 Minuten gibts jetzt auch als ePaper.
Die 20 Minuten App Familie
Thank god it's Friday!
DIE Nightlife-Website für Partyverrückte aus aller Welt






















Gut so!
Die Jungen haben auf dieser Plattform so wie so nichts zu suchen. Ist doch kein Kindergarten!
Facebook jeder weiss was du im Leben machst
Mein Gott Leute jedem dass seine! Facebook ist gut um gemeinsame Interessen zu teilen ansonsten bin ich auch der Meinung dass es schwachsinnig ist...miss denn jeder wissen was ich in meinem leben gerade so treib obwohl die Person die dein FB profil anschaut seit Jahren kein Wort mehr mit dir gewechelt hat? Denkt mal darüber nach
Humanpedia
Als Facebook neu war konnte ich Stunden meiner Lebenszeit in den Sand setzen. In letzter Zeit find ich das ganze nur lächerlich aber auch gefährlich. Mein Account besteht zwar noch aber mehr als 10 minuten online pro Woche bin ich nie. Es ist einem wie "verleidet" und diese ganze Geschichte mit dem Ziel ein menschliches Wikipedia zu erschaffen schränkte meine Benutzung von Facebook fast vollständig ein... Wir sind bereits genug überwacht in dieser Welt! Die Verwalter des Geldes haben bereits die ganze Welt im Griff Nein danke Herr Zuckerberg!