Pläne enthüllt

20. April 2017 10:45; Akt: 20.04.2017 10:45 Print

Mark Zuckerberg will unsere Gedanken lesen

60 Forscher tüfteln in einem Facebook-Labor an einer neuen Technologie. Diese soll ermöglichen, dass wir in Zukunft nur mithilfe von Gedanken kommunizieren.

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Mark Zuckerberg hat Telepathie einst als «ultimative Form von Kommunikation» beschrieben. Was er genau damit meinte, blieb jedoch unklar. Bis jetzt. Gestern hat der Internetgigant an der Entwicklerkonferenz F8 erstmals Pläne präsentiert, wie wir in Zukunft mit Maschinen interagieren sollen.

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Mehr als 60 Forscher arbeiten seit Monaten in einem Labor an einer Technologie namens Silent Speech. Diese soll Nutzern erlauben, nur mit Gedankenkraft Maschinen zu steuern.

Fünfmal schneller tippen

Die Sprache sei heute die effizienteste Form der Kommunikation, schreibt Zuckerberg in einem Beitrag auf Facebook. Das Problem: «Damit können wir die gleiche Menge an Daten übertragen wie ein Modem aus den 1980er-Jahren.» Unser Gehirn produziere aber pro Sekunde umgerechnet so viele Daten wie vier HD-Filme zusammen.

«Wir arbeiten an einem System, mit dem wir das Tippen fünfmal schneller machen können», so Zuckerberg. Dafür will Facebook Hirnströme anzapfen – sprich Gedanken lesen. Viel mehr als eine Vision ist das bisher nicht.

Das Projekt befindet sich noch am Anfang und für die Umsetzung sei neue Technologie notwendig, die Gehirnwellen erfassen kann, ohne dass dafür eine Operation nötig ist, sagt Regina Dugan, Leiterin des Facebook-Labors.

Facebook versus Gehirn

Datenschützer und Technophobe werden von solchen Plänen wohl kaum begeistert sein. Unklar ist auch, wie viele Menschen bereit sind, ihr Gehirn quasi direkt in das Werbenetzwerk von Facebook einzuspeisen. Dugan hat während der Präsentation deshalb auch einige Bedenken geäussert: «Wir reden hier nicht davon, einfach alle Gedanken zu entschlüsseln», sagt sie. Diese Möglichkeit sollte niemand haben – mit Ausnahme der Person selbst.

(tob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tim Lowe am 20.04.2017 11:13 Report Diesen Beitrag melden

    Miteinander sprechen

    Nennt mich altmodisch, aber miteinander sprechen scheint mir nach wie vor die beste Art der Kommunikation zu sein.

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  • Nikinio am 20.04.2017 10:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht alles neue ist auch Gut.

    Dann wird es auch dort Hacker geben. Man denke das ein bisschen weiter und würzt es mit ein wenig Science-fiction. Man stelle sich vor jemand kann sich in deine Gedanken hacken... oder noch schlimmer, man hinterliesse seine Gedankenadresse bei einer falschen Website und bekommt dann Schmuddelwerbung :P ich habe Gedanklich schon einen Spamordner eingerichtet.

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  • Der Spion am 20.04.2017 11:23 Report Diesen Beitrag melden

    Inception

    Nunja, klingt ja toll aber man bedenke was man damit alles anstellen könnte. Ich klaue dir den Gedanken und setze dafür einen anderen ein. Wetten dass die Idee zusammen mit den Geheimdiensten NSA ausgearbeitet wurde aber da es über Facebook entwickelt wird klingt es viel cooler...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Janine R am 21.04.2017 22:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Echt jetzt?

    Die sämtlichen Milliarden die er bereits besitzt reichen wohl nicht, die er mit unseren Nutzerdaten kassiert oder? Ich wünsche Ihm viel Erfolg, denn meine Firewall in meinem Kopf ist und wird nie hackbar sein!

  • Theodor am 21.04.2017 19:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Genial

    Wir werden ewig leben, unsere Gedanken im Netz zumindest, hoffe das wir diese auf einen Chip speichern können und weiter nutzen.

  • Noel Zumbusk am 21.04.2017 15:51 Report Diesen Beitrag melden

    Vorsicht vor diesen Nerds

    Zuckerbergs Firma ist so gefährlich wie der eine oder andere Politiker. Ihr werdet an mich denken.

  • Wie was.. Wo am 21.04.2017 14:24 Report Diesen Beitrag melden

    Manoman

    Nun von wem den jetzt!?.. Facebook & Co wo man jetzt schon bedenken hat oder doch bei Elon Musk bleiben!

  • Trevor am 21.04.2017 10:15 Report Diesen Beitrag melden

    Demokratie braucht Privatsphäre

    Ich war nie bei Facebook. Instragram, Whatsup oder ähnlichem. Zumindest die wissen 0 über mich. Ich hab nur Internet, kein Handy, keine Cumuluskarte oder so. Kaufe mit Bargeld ein, meistens. Klar im Internet hinterlässt man zwangsläufig Spuren, aber ich mach mir einen Spass daraus, sowenig wie möglich von mir preiszugeben, ohne Privatsphäre gäbe es nämlich die von Vielen so hochgeschätzte Demokratie nicht. Demokratie funktioniert nicht ohne Privatsphäre. Darüber sollten mal Einige nachdenken.

    • Theodor am 21.04.2017 19:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Trevor

      Wenn sie im Browser nicht Scripts und Tracker blocken weiss Facebook und Google gleich viel über sie wie wenn sie deren Dienste Aktiv und bewusst nutzen.

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