Instagram rudert zurück

19. Dezember 2012 00:25; Akt: 19.12.2012 02:29 Print

Nutzerfotos werden doch nicht ungefragt verkauft

Das ging aber fix: Nach der heftigen Kritik im Netz will Facebooks Fotodienst Instagram doch keine Nutzerbilder ungefragt zu Werbezwecken verwenden. Es handle sich um ein Missverständnis.

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Instagram-Bilder werden nicht in Werbeanzeigen auftauchen. Die entsprechende Formulierung in den Nutzungsbedingungen wird entfernt. (Bild: Keystone)

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Der Fotodienst Instagram macht nach heftiger Nutzer-Kritik einen Rückzieher bei geplanten Änderungen der Nutzungsregeln. Ein Mitgründer der inzwischen zu Facebook gehörenden Fotoplattform entschuldigte sich am Dienstagabend für unklare Formulierungen.

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«Wir haben keine Absicht, Ihre Fotos zu verkaufen», betonte Kevin Systrom in einem Blogeintrag. Das solle in einer neuen Version der Regeln auch ausdrücklich so festgeschrieben werden.

Ausserdem sei die Befürchtung übertrieben, dass Instagram-Bilder in Werbeanzeigen auftauchen könnten, erklärte Systrom. «Wir haben keine solchen Pläne und werden deswegen die Formulierung entfernen, die diese Frage aufkommen liess.»

Die Instagram-Nutzer störten sich vor allem an einem Punkt in den neuen Regeln, laut dem Instagram Bilder und andere Daten der Nutzer Werbetreibenden zur Verfügung stellen und dafür Geld kassieren könne.

«Verwirrende» Formulierungen

Gemeint dabei sei aber nur, dass ein Nutzer zum Beispiel sehen könne, welche seiner Freunde die Fotos einer bestimmten Firma bei Instagram abonniert hätten, erklärte Instagram-Mitgründer Systrom jetzt. «Es ist unser Fehler, dass die Formulierungen verwirrend sind.»

Instagram hat nach jüngsten Angaben mehr als 100 Millionen Nutzer und ist damit eine der führenden Fotoplattformen im Netz. Nach Veröffentlichung der neuen Regeln verbreitete sich im Internet wie ein Lauffeuer die Behauptung, Instagram wolle Nutzerfotos verkaufen. Viele Kunden reagierten empört und kündigten an, ihre Konten löschen zu wollen.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • pandiiii am 18.12.2012 23:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    weg

    Irgendwann übersteigt Facebook das Zenit und die Menschen wenden sich ab

  • äxgüsi am 18.12.2012 23:52 Report Diesen Beitrag melden

    Gängige Praxis

    Und was ist daran neu? FB hat seit 2009 das Recht, alle Inhalte kommerziell zu nutzen und die Nutzungsrechte an Dritte weiterzugeben. Steht auch so in den Nutzungsbedingungen (Abs 2.1), denen man ja freiwillig zustimmt ;-)

  • Stefan am 19.12.2012 08:29 Report Diesen Beitrag melden

    Anti Facebook

    Zum guten Glück habe ich schon seit längerer Zeit mein FB Account gelöscht. Ich finde es immer mehr lächerlich und eine Sauerei was FB mit seinen User macht.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Mike am 19.12.2012 14:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die wollten einfach...

    mal testen, wie weit sie gehen können. Jetzt wars halt ein wenig zu weit. Solche Spässe sind genau der Grund, warum ich keine privaten Daten auf solche Seiten speichere...

  • D.M. am 19.12.2012 12:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Facebook halt

    Wird ja eh gemacht, au ohne mitteilung!

  • Michael S. am 19.12.2012 12:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Facebook

    Wer Facebook nutzt , macht sich schon beim anmelden zum gläsernen Menschen und gibt praktisch alle Rechte ab. Bin nicht dort angemeldet und habe trotzdem keine soziale Nachteile.

    • nicht du am 19.12.2012 19:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Selber schuld

      Facebook zwingt ja niemanden alle Infos anzugeben. Man merkt, dass du noch nie Facebook benutzt hast.

    einklappen einklappen
  • loool am 19.12.2012 11:22 Report Diesen Beitrag melden

    alter hut

    überascht das echt wenn?? ist das noch ne neuigkeit wert?? DAS WAR KLAR ALS ES VON FB GEKAUFT WURDE... manchmal frage ich mich ab der menschliche fähigkeit logisch zu denken...

  • User am 19.12.2012 11:08 Report Diesen Beitrag melden

    Facebook-Krake

    Was für ein Mist. Ich bin auf Facebook angewiesen zum Zwecke des schnellen Austausches mit dutzenden Personen gleichzeitig. Es ist eine Informationsplattform. Aber diese Krake ist einfach zu gierig. Wenn WhatsApp auch noch geschluckt wird dann verwende ich es eben auch nicht mehr aus Prinzip.