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«Ahmed» gegen Facebook
15. November 2011 12:26; Akt: 15.11.2011 13:14 Print
Wie Twitter Salman Rushdies Identität rettete
Leg dich nicht mit Rushdie an. Diese Lektion musste nun Mark Zuckerberg lernen. Nachdem Facebook das Profil des Schriftstellers gelöscht hatte, machte der wütende Autor auf Twitter Radau.

Facebook verlangte vom weltbekannten Schriftsteller Salman Rushdie, seinen unbekannten Vornamen Ahmed zu nutzen. (Bild: Screenshot: Twitter)
Am Wochenende hatte Facebook das Profil von Schriftsteller Salman Rushdie gesperrt. Begründung: Es lasse sich nicht überprüfen, ob sich hinter dem Konto wirklich der indisch-britische Autor verberge. Rushdie wurde mit seinem Werk «Die satanischen Verse» 1988 einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Der damalige iranische Staatschef Khomeini liess ein Kopfgeld von drei Millionen US-Dollar auf ihn aussetzen, da das Buch über Mohammed gegen den Islam gerichtet sei.
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Mit Rushdie hat sich das weltweit grösste soziale Netzwerk den Falschen zum Feind gemacht. Am Montag ging der Autor über seinen Twitter-Account an die Öffentlichkeit und schrieb, dass er Facebook eine Kopie seines Passes habe schicken müssen, um seine Identität zu beweisen. Man habe sein Profil zwar reaktiviert, ihm aber das Recht verweigert, weiterhin seinen Vornamen Salman zu gebrauchen. Des Schriftstellers Problem: Sein vollständiger Name lautet Ahmed Salman Rushdie. Seinen ersten Vornamen Ahmed nutzt Rushdie allerdings nie.
«Sieg! Ich bin wieder Salman Rushdie»
Da Facebook auf seine Anfrage nicht antwortete, machte Rushdie seinem Ärger über Twitter Luft: «Sie haben mein FB-Profil unter dem Namen Ahmed Rushdie reaktiviert, obwohl mich jeder als Salman kennt. Diese Idioten.» Nach einigen weiteren Tweets, in denen sich der Autor unter anderem darüber mokierte, dass Zuckerbergs soziales Netzwerk nicht fähig sei, auf seine Anfrage zu antworten, folgte die Sieges-Nachricht: «Sieg! Facebook hat aufgegeben! Ich bin wieder Salman Rushdie. Eine Identitätskrise in meinem Alter ist kein Spass. Danke Twitter!»
Nachdem Rushdie mit seinen wütenden Tweets nicht nur seine Leser, sondern auch die Medien auf den Plan gerufen hatte, hat sich Facebook inzwischen bei ihm entschuldigt.
Hintergrund der Geschichte: Im sozialen Netzwerk mit rund 800 Millionen Nutzern existieren unzählige Fake-Profile von Prominenten, die Facebook auf Anfrage der Opfer löscht. Dabei können auch echte Profile von Promis auf die Abschussliste geraten.
(owi)
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Alle 4 Kommentare


































Dichter mit Feuer
Haha. Ich find'sherrlich dass Herr Rushdie noch soviel Feuer im A hat.
Deaktivierung
Ich finde dies irgendwie schizophren. Wenn sich SR so sehr darüber aufrgt, warum ist er dann überhaupt noch bei FB? Ist es denn wirklich zwingend notwendig, dass man in FB aktiv ist? Also ich bin dort nicht zu finden und lebe trotzdem noch.
Noname
Jedem das seine. Ich überlebe ohne Facebook auch.
sinnvol
für einen schriftsteller macht ein fb als werbe- und vertriebskanal sicherlich sinn...