Kuriose Job-Bewerbung

15. August 2011 16:25; Akt: 15.08.2011 18:41 Print

«Hallo Google. Bitte gebt mir einen Job»

Er wollte «nur» einen Job beim Suchmaschinen-Riesen. Nun ist Matthew Epstein dank einer skurrilen Videobewerbung ein YouTube-Star. Auch Microsoft und Amazon sind hinter dem Marketing-Genie her.

Über 360 000 Leute haben sich bislang das Bewerbungsvideo von Matthew Epstein angeschaut. (Quelle: YouTube)
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Weil Marketing-Experte Matthew Epstein in den krisengeschüttelten USA auf 20 Jobbewerbungen keine Reaktion bekommen hat, griff er zu einer aussergewöhnlichen Massnahme. Für seinen Traumjob bei Google klebte er sich einen falschen Schnurrbart an, zog die Hose aus und drehte ein skurriles Bewerbungsvideo in einer historischen Villa. «Die Leute dort habe ich so lange angebettelt, bis sie mir die kurzen Dreharbeiten erlaubten», sagte Epstein im Skype-Interview mit der «Süddeutschen Zeitung».

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Im Video sitzt der Google-Bewerber entspannt mit einem Glas Brandy in der Hand im Ohrensessel und betreibt Werbung in eigener Sache. In wenigen Tagen wurde das Filmchen, das wohl als Viral geplant war, auf YouTube über 360 000 Mal angeschaut. Um seinem Traumjob näher zu kommen, erstellte er zusätzlich die witzige Bewerbungs-Website googlepleasehire.me.

«Dass die ganze Welt jetzt ein Video sieht, das ursprünglich nur die Google-Personalabteilung sehen sollte, ist natürlich toll», so Epstein. Er habe das Video abends um 9 Uhr ins Netz gestellt. «Bevor ich ins Bett ging, hatte es auf Facebook an die 100 Likes, am nächsten Morgen stand ich auf und fand mich auf vielen Webseiten wieder.»

Google meldet sich

Der Plan scheint aufzugehen. «Ich habe sofort zahlreiche Jobangebote bekommen. Google meldete sich aber erst drei Tage später bei mir – genau wie Amazon und Microsoft», wird Epstein zitiert. Inzwischen habe er ein erstes Telefongespräch mit Google geführt. Er werde bald benachrichtigt, ob er zu einer zweiten Runde komme, schreibt er auf seinem Blog.

Auf die Frage, warum es ausgerechnet Google sein soll, liefert der Marketing-Experte eine Antwort, die seine exzentrische Ader unterstreicht: Google könne es sich leisten, nur die schlausten Bewerber einzustellen. «Und ich will mich mit lauter intelligenten Leuten umgeben. In gewisser Weise ist es mein Ziel, der dümmste Mensch im Raum zu sein. Bei Google könnte mir das gelingen.»

(owi)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dayu am 16.08.2011 16:31 Report Diesen Beitrag melden

    Super!

    Erinnert mich an einen Schauspieler. Nettes Video, wenn ich den Mut hätte und nicht so Angst vor der Kamera, würde ich auch so was wagen wollen :) Hut ab! Gut, ich habe ja einen Job, aber wenn ich jetzt keinen hätte

  • Zac Schmid am 15.08.2011 17:51 Report Diesen Beitrag melden

    awesome!

    hahaha "In gewisser Weise ist es mein Ziel, der dümmste Mensch im Raum zu sein. Bei Google könnte mir das gelingen" hahaha genial ! :D

  • Roman Empire am 16.08.2011 17:51 Report Diesen Beitrag melden

    Ali G - Borat - Brüno - Goggle Bewerbung

    hat eigentlich noch niemand gemerkt dass es sich um Sascha Baron Cohen handelt?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • R. W. am 16.08.2011 22:57 Report Diesen Beitrag melden

    Witzige Idee

    Die Idee hat er doch von Barney Stinson aus How I Met Your Mother geklaut :-) Und den falschen Schnauz hat er doch beim Keynes vs Hayek-Youtube-Film abgeschaut.

  • Roman Empire am 16.08.2011 17:51 Report Diesen Beitrag melden

    Ali G - Borat - Brüno - Goggle Bewerbung

    hat eigentlich noch niemand gemerkt dass es sich um Sascha Baron Cohen handelt?

    • Urs Müller am 16.08.2011 23:10 Report Diesen Beitrag melden

      Das ist er nicht

      Es ist nicht Sascha Baron Cohen. 1. Sieht Sascha anderst aus und zweitens hat er eine andere Stimme.

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  • Dayu am 16.08.2011 16:31 Report Diesen Beitrag melden

    Super!

    Erinnert mich an einen Schauspieler. Nettes Video, wenn ich den Mut hätte und nicht so Angst vor der Kamera, würde ich auch so was wagen wollen :) Hut ab! Gut, ich habe ja einen Job, aber wenn ich jetzt keinen hätte

  • David Defago am 16.08.2011 13:30 Report Diesen Beitrag melden

    Anti-Bünzli

    Solche Anti-Bünzli braucht die Schweiz. Aber wir leben in einem unfreien Staat mit lauter Verboten und werden unfrei erzogen. Trotz aller Kritik an die USA ist dies dort viel besser!

    • KreislerX am 17.08.2011 02:04 Report Diesen Beitrag melden

      In der Bünzli-Schweiz undenkbar!

      David Defago, Sie sprechen mir aus dem Herzen.

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  • Marcel am 16.08.2011 11:46 Report Diesen Beitrag melden

    Bewerbungen sind nie lustig

    an die Genies die das Video nicht lustig finden: Hirn einschalten und denken wäre angesagt ;-). Es ist eine Bewerbung und da ist man ernst. Oder läuft ihr ins Büro herein und macht euch zur Lachnummer wenn ihr einen Job wollt? Naja wundert mich nicht diese Abgeneigtheit gegen ihn. Neid nennt sich das. Denn das Video ist genial und wenn ich der Chef von Google wäre, würde ich den Typ einstellen, denn bereits wie das Video gemacht ist, merkt man schnell, der Typ hat was drauf und ist ein MUSS für die Firma.