Schon vergeben

17. März 2010 10:40; Akt: 17.03.2010 12:09 Print

«Nexus One» - alles nur geklaut?«Nexus One» - alles nur geklaut?

Das US-Patent- und Markenamt hat Googles Anmeldung für die Marke «Nexus One» abgelehnt, weil der Name schon vergeben wurde.

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Die Rechte an der Marke «Nexus One» hat sich das Unternehmen Integra Telecom bereits im Dezember 2008 gesichert, berichtet das Newsportal winfuture.de. Google hat nun die Möglichkeit, dass Patenamt zu überzeugen, dass keine Verwechslungsgefahr mit der bereits registrierten Marke besteht. Sonst wird man sich wohl überlegen müssen, den Namen zu ändern oder die Markenrechte von Integra Telecom zu kaufen.

Doch das ist nicht die einzige Front, an der Googles Rechtsabteilung in dieser Sache zu kämpfen hat. Laut einem Bericht der US-Zeitung «Wall Street Journal» werfen die Erben des Science-Fiction-Autors Philip K. Dick dem Suchmaschinenanbieter vor, den Gerätenamen ohne Erlaubnis aus dem Film «Blade Runner» entnommen zu haben (20 Minuten Online berichtete). Er basiert auf einem Buch Dicks. In ihm sind Androiden zu sehen, die Nexus-6 genannt werden. Wie das Blatt weiter schreibt, haben die Nachfahren des Autors allerdings nie den Markennamen schützen lassen.

Der Ladenhüter

In der neusten Studie des US-Marktforschungsunternehmens ComScore wird deutlich, dass Android-Handys im Smartphone-Markt stetig an Marktanteilen gewinnt. Unangefochtener Marktführer ist in den USA mit 43 Prozent nach wie vor RIM mit dem Blackberry. Das iPhone hat 25 Prozent inne, gefolgt von Windows-Mobile-Handys (18 Prozent). Der Anteil an Android-Handys liegt inzwischen bei zehn Prozent, im September waren es noch um die zwei Prozent. Googles Nexus One dürfte laut dem US-Unternehmen Flury dazu wenig beigetragen haben. Die Analysten sind zum Ergebnis gekommen, dass in den ersten 74 Tagen seit Verkaufstart gerade mal 135 000 Geräte abgesetzt wurden. Im gleichen Zeitraum konnte Apple eine Million iPhones verkaufen. Die Ursache für die schleppenden Verkäufe sehen die Flury-Analysten bei den ungewöhnlichen Marketing-, Preis- und Distributionswege.

30 000 Apps

Im Android Market stehen mittlerweile 30 000 Apps im Angebot, schreibt der IT-Blog techcrunch.com und beruft sich auf einen Informanten aus den Reihen von Google. Laut den Zählungen der Website AndroLib sollen es im vergangenen September 10 000 Applikationen gewesen sein. Offenbar war der Informant vertrauenswürdig, auf Anfrage von TechCrunch hat Google offiziell bestätigt, dass im März die 30 000-Grenze geknackt wurde.

(mbu)