Recorded Future

30. Juli 2010 10:24; Akt: 30.07.2010 12:46 Print

Google bastelt an KristallkugelGoogle bastelt an Kristallkugel

Um künftige Ereignisse voraussagen zu können, investiert der Suchmaschinenriese wie auch der US-Geheimdienst in eine Art Web-Orakel.

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Im vergangenen Mai hat Google seine Investition am Start-up-Unternehmen Recorded Future bekanntgegeben (20 Minuten Online berichtete). Die Firma hat eine Technologie entwickelt, mit der sich eintretende Ereignisse voraussagen lassen sollen. Dafür werden zehntausende Websites, Blogs und Foren überwacht und analysiert, schreibt das Technologie-Portal wired.com. «Und das Coole ist, dass man in vielen Fällen tatsächlich den Ereignisverlauf vorhersagen kann», wird der Firmenchef Christopher Ahlberg im Wired-Artikel zitiert. Die Ergebnisse sollen künftig auch in Google Earth dargestellt werden.

Mitte Juli hatte Google die neue Bildersuche aufgeschaltet. Sie beinhaltet unter anderem grössere Thumbnails und stellt neu bis zu 1000 Treffer dar. Wie den Bloggern von searchengineland.com aufgefallen ist, hat man sich auch von Altem getrennt. Denn vor dem Update konnten anstössige Bilder via die Filtereinstellungen mit einem Klick gemeldet werden. Diese Funktion sucht man inzwischen vergebens. Auf Anfrage der Blogger schreibt Google: «Im neuen User Interface wurde der alte Link nicht mehr berücksichtigt. Wir arbeiten an einer neuen Lösung.»

Niederschlagsradar

In einem ihrer Unternehmensblogs hat Google Ende Juli mitgeteilt, dass in der Google Earth Version 5.2 ab sofort angezeigt wird, wo es gerade regnet bzw. schneit. Wirklich neu ist diese Funktion allerdings nicht, Wetterinformationen können schon seit längerem über den virtuellen Globus abgefragt werden. Neu ist, dass der Wolken-Layer für mehr Regionen zur Verfügung steht.

Google China wegen Panne kurz offline

Nach einem technischen Fehler hat die Internet-Suchmaschine Google am Donnerstag einen Ausfall in China gemeldet. Zunächst teilte das Unternehmen mit, die Suchfunktionen und andere Dienste würden auf dem chinesischen Festland nicht funktionieren. Wenig später hiess es dann auf der Website von Google, offenbar habe das System eine kleinere Fehlfunktion im Statusbericht übertrieben dargestellt. Alle Dienste stünden zur Verfügung.

Die Beziehungen zwischen Google und der chinesischen Regierung sind gespannt, seit der Konzern im Januar ankündigte, es werde Suchergebnisse nicht länger wie gefordert zensieren. Suchanfragen wurden vorübergehend an die Seite in Hongkong weitergeleitet, die nicht zensiert wird. Schliesslich einigten sich beide Seiten auf einen Kompromiss. Vor drei Wochen wurde dann die Lizenz von Google in China um ein weiteres Jahr verlängert.

(mbu)