Weg aus dem Web

17. Juni 2013 12:48; Akt: 17.06.2013 12:48 Print

Google kämpft gegen Kinderpornografie

Der Suchriese arbeitet an einer globalen Datenbank, um gemeinsam mit Behörden und Unternehmen Kinderpornografie aus dem Web zu verbannen. Sie soll in einem Jahr bereit sein.

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Dank einer globalen und industrieweiten Datenbank soll Kinderpornografie der Garaus gemacht werden. (Bild: Keystone)

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Eine neue Technologie von Google ermöglicht es, dass Suchmaschinen und Internetfirmen Informationen über Bilder von Kindesmissbrauch austauschen können. Dadurch soll Behörden das Auffinden und Entfernen von derartigem Material erleichtert werden. Bisher fehlte ein industrieübergreifender Standard, was das Identifizieren von kompromittierendem Material erschwerte. Googles neue Datenbank soll innerhalb eines Jahres einsatzfähig sein.

2008 begann Google mit der Entwicklung der sogenannten «Hashing»-Technologie, um pornografisches Material von Kindern zu markieren. Jedes Bild wird mit einer einzigartigen Identifikationsnummer versehen, wodurch Duplikate einfach erkannt werden können, ohne, dass sich ein Mensch die Bilder einzeln ansehen muss. Die verschlüsselten und markierten Bilder fliessen in eine globale Datenbank. Diese soll die Zusammenarbeit von Polizei, Firmen und gemeinnützigen Organisationen im Kampf gegen Kinderpornografie erleichtern.

Viermal so viel Kinderpornografie

In einem Blogeintrag schreibt Google, dass 2011 beim Nationalen Zentrum für vermisste und missbrauchte Kinder (NCMEC's) 17,3 Millionen Bilder und Videos mit Verdacht auf Missbrauch eingingen. Viermal soviel wie noch 2007 von der Children's Division registriert wurden. Und die Zahl wächst weiter.

Google setzt sich bereits seit 2006 gegen Kinderpornografie ein. Damals trat das Unternehmen der Technology Coalition bei. Einer Koalition von Technologie-Unternehmen zur Entwicklung von neuen Lösungen im Kampf gegen Kinderpornografie. Einen weiteren Schritt in diese Richtung machte Google am Wochenende durch die Bekanntgabe der Gründung einer Zwei-Millionen-Dollar-Stiftung zum Schutz von Kindern. Sie soll Unternehmen dazu ermutigen, neue Software gegen Kinderpornografie zu entwickeln.

(pru)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • D.M. am 17.06.2013 16:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zensur!

    Kinderpornografie weg? Dagegen habe ich nichts. Aber was ist wenn Plötzlich etwas anderes Blockiert ist? Zudem muss man sagen, dass die Seite auch noch online ist, wenn sie google nicht (mehr) kennt. Folglich bräuchte man lediglich einen einzigen Link. Und wenn man schon dabei ist.. wieso findet man (wenn man sich auskennt) via Google denn auch Seiten wo PayPal Konten verkauft werden? - Selbstverständlich illegal!

  • Amalfi am 17.06.2013 14:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Google-gut

    17 Millionen Bilder! Wie viele Männer schauen sich diese Bilder an? Wie viele sehen sich solche Filme an ? Wie viele Tun es ihren oder anderen Kindern an ? Warum bitte geht ein Mann dessen Trieb so abartig ist nicht zum Arzt? Es weiss doch ein jeder das ihm medikamentös geholfen werden kann ?

    einklappen einklappen
  • Manu am 17.06.2013 14:14 Report Diesen Beitrag melden

    Goooooooogle

    Ich warte schon seit Jahren auf die Veröffentlichung dieses Mecanos. Strategisch super, das gleich mit Kinderporno zu verbinden. Wenn es um Kinderpornografie geht wird fast alles durchgewunken, ohne das Hirn einzuschalten. Hash's nur für Kinderporno-Bilder, oder auch andere unliebsame Themen?! Wer entscheidet denn welche Bilder-ID's gespeichert werden? Google muss jetzt in die Offensive, denn der PRISM-Skandal mit der NSA holt sie ein. Denn dieser Bilder-Hash-Mechanismus ist schon lange in Berieb, auf alle Bilder. Er kann nach belibigen Themen filtern suchen und vergleichen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • D.M. am 17.06.2013 16:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zensur!

    Kinderpornografie weg? Dagegen habe ich nichts. Aber was ist wenn Plötzlich etwas anderes Blockiert ist? Zudem muss man sagen, dass die Seite auch noch online ist, wenn sie google nicht (mehr) kennt. Folglich bräuchte man lediglich einen einzigen Link. Und wenn man schon dabei ist.. wieso findet man (wenn man sich auskennt) via Google denn auch Seiten wo PayPal Konten verkauft werden? - Selbstverständlich illegal!

  • ratko am 17.06.2013 16:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Endlich

    Macht einer was! Tolle sache.

  • derJoe am 17.06.2013 14:38 Report Diesen Beitrag melden

    Zensurmassnahme

    google ist nicht das internet. als wenn wirklich die Kinder im Vordergrund stehen würden.. mit ausfiltern von Kinderpornographie lässt sich kein Geld verdienen! was ist der wirkliche Grund? Zensur von unangenehmen dingen?

    • Django am 17.06.2013 15:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Hmm..

      Vielleicht die wahrnehmung von verantwortung..aber eben, überall verschwörung

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  • Manu am 17.06.2013 14:14 Report Diesen Beitrag melden

    Goooooooogle

    Ich warte schon seit Jahren auf die Veröffentlichung dieses Mecanos. Strategisch super, das gleich mit Kinderporno zu verbinden. Wenn es um Kinderpornografie geht wird fast alles durchgewunken, ohne das Hirn einzuschalten. Hash's nur für Kinderporno-Bilder, oder auch andere unliebsame Themen?! Wer entscheidet denn welche Bilder-ID's gespeichert werden? Google muss jetzt in die Offensive, denn der PRISM-Skandal mit der NSA holt sie ein. Denn dieser Bilder-Hash-Mechanismus ist schon lange in Berieb, auf alle Bilder. Er kann nach belibigen Themen filtern suchen und vergleichen.

  • Amalfi am 17.06.2013 14:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Google-gut

    17 Millionen Bilder! Wie viele Männer schauen sich diese Bilder an? Wie viele sehen sich solche Filme an ? Wie viele Tun es ihren oder anderen Kindern an ? Warum bitte geht ein Mann dessen Trieb so abartig ist nicht zum Arzt? Es weiss doch ein jeder das ihm medikamentös geholfen werden kann ?

    • Christian am 17.06.2013 15:29 Report Diesen Beitrag melden

      Immer Männer?

      Schön, dass es immer nur Männer sind. Hinweis: auch wenn es mehrheitlich Männer sind: es sind nicht ausschliesslich Männer. Also bitte durch "Mensch" ersetzen, es ist nämlich unabhängig vom Geschlecht schlimm.

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