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13. August 2010 08:41; Akt: 13.08.2010 13:39 Print

Leiche am Strassenrand

Grosse Aufregung um das Foto eines vermeintlich toten Mädchens in Googles Panoramadienst Street View. Doch nun spricht es.

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In Miami wurde eine junge Frau vor der eigenen Haustür «erwischt». Google reagierte und liess die hüllenlosen Bilder verwischen. Diese junge Mutter weiss sich zu wehren. Kaum ist Street View Mitte November 2010 in 20 deutschen Städten an den Start gegangen, ist dieser Schnappschuss aufgetaucht. Im Oktober 2010 machte dieses Foto aus dem irischen Ballintyre Hall Schlagzeilen. Ein Passant drückt unmissverständlich aus, was er von Street View hält. Im Oktober 2010 sollen laut gizmodo.com.br diese beiden Leichenbilder aus Rio de Janeiro und... ... Belo Horizonte zu sehen gewesen sein. Im August 2010 machte dieses Bild einer vermeintlichen Leiche am Strassenrand Schlagzeilen. Dabei handelte es sich allerdings um Azura Beebeejaun aus dem britischen Worcester, die sich zufällig während eines Spiels wie tot auf die Fahrbahn gelegt hatte. Im britischen Hawes, Yorkshire, wurde dieses Bild gemacht, bei dem die Kamera wohl nicht ihren besten Tag hatte. Mit Street View auf dem Strich. In Cradley, westlich von Birmingham, haben sich riesige Kneifzangen aufs Bild geschlichen. Offenbar hat der Google-Fahrer an der Kamera herumhantiert und vergessen, sie dabei auszuschalten. Diesem Snowboarder passt es nicht, dass Google die Pisten in Whistler Mountain abfotografiert hat. Immer wieder macht Street View von sich reden. Zum Beispiel wegen dieses Mannes, der wohl beim Verrichten seiner Notdurft fotografiert wurde. Zum Beispiel, wenn ein Reh vor eines der Google-Fahrzeuge springt ... ... oder wenn die Street-View-Kameras spektakuläre Unfallbilder einfangen. Erwischt beim ersten Kuss. 20-Minuten-Online-Leser Arnaud Zehnder fotografierte dieses Street-View-Fahrzeug heute Morgen in Genf ... ... und Leser Pascal Mathys bekam eines der Google-Autos in Bern vor die Linse. Natascha Bürge schickte 20 Minuten Online dieses Bild aus Dübendorf. Mobile-Reporter Thomas Hegglin sichtete dieses Google-Earth-Auto in Oberwinterthur - mit eingeklappter Kamera. La Neuveville BE, von Fabian Küng. Beim Glattzentrum in Wallisellen entdeckte Zafer Akin ein Google-Auto. Bertrand Kolb schickte uns diesen Schnappschuss.

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Wie dailymail.co.uk berichtet, spielte Azura Beebeejaun aus dem britischen Worcester gerade auf der Strasse, als ein Kamerafahrzeug vorbeifuhr, das Aufnahmen für Street View machte. Die Zehnjährige hatte sich zum Spass wie tot auf die Fahrbahn gelegt und bekam nicht mit, dass sie fotografiert wurde.

Das Bild war bereits im vergangenen Sommer gemacht und im Frühjahr 2010 in Street View integriert worden. Vor einigen Wochen war es Nachbarn aufgefallen, die es der Mutter des Mädchens erzählten. Ein Sprecher von Google sagte der Zeitung, man äussere sich nicht zu einzelnen Bildern. Nutzer könnten aber Fotos über den Link «Ein Problem melden» entfernen lassen. Street View machte in der Vergangenheit immer wieder mit kuriosen Schnappschüssen Schlagzeilen, von denen die meisten allerdings mittlerweile entfernt wurden. In der obigen Bilderstrecke sind die ungewöhnlichsten Fotos der vergangenen Jahre zu sehen.

Zwei Neuerungen präsentiert

Google macht aber auch mit seriösen Ankündigungen Schlagzeilen. Im offiziellen Blog hat der Suchmaschinenanbieter mit Voice Actions und Chrome-to-Phone zwei Apps für Android 2.2 (Froyo) vorgestellt. Mit Erstgenannten kann man sein Gerät auschliesslich sprachgesteuert bedienen - beispielsweise SMS und E-Mails verfassen, Nummern aus dem Adressbuch wählen und Websites ansteuern, aber auch Orte auf Google Maps anschauen, Routen berechnen oder Songs hören. Die App steht allerdings bislang nur auf Englisch und in der US-Version des Android Market zum Download bereit. Voice Actions wird im offiziellen Video näher erläutert.


Mit Chrome-to-Phone kann man unter anderem Links aufs Smartphone schicken und sie damit aufrufen. Versendet man einen Link zu einem YouTube-Video oder Google Maps, startet die entsprechende App auf dem Gerät. Ausserdem kann man Telefonnummern senden, diese werden in der Wählmaske abgelegt. Den Anruf muss der Nutzer aber aus Sicherheitsgründen selbst starten.

Überdies ist mit Boomerang nun die Betaversion einer Erweiterung für Firefox und Chrome verfügbar. Sie ermöglicht das zeitversetzte Senden und Emfangen von Nachrichten über Gmail, wie im offiziellen Video der Entwicklerfirma Baydin zu sehen ist.


(hst)