Neue Google-Bilder

07. Juli 2011 11:20; Akt: 07.07.2011 13:00 Print

Mit Street View in den Zoo

Auf Googles umstrittenen Kartendienst sind neue Bilder veröffentlicht worden. Damit lassen sich ausgesuchte Schweizer Sehenswürdigkeiten vom PC aus erkunden.

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Unter anderem wurde auch der Zoo in Zürich für Street View fotografiert.

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Das Stade de Suisse, das Château Gruyère, das Château Chillon, der Zoo in Zürich und in Basel, das Heididorf in Maienfeld und die historischen Mauern der drei Burgen in Bellinzona lassen sich dank Street View nun auch virtuell besuchen. Die Bilder wurden mit speziellen Fahrrädern aufgenommen, die mit einer Rundumkamera ausgestattet sind.

Noch nicht erfasste Tourismus-Destinationen können sich im Street-View-Partnerprogramm melden, um ebenfalls in den virtuellen Kartendienst aufgenommen zu werden. Google deutete aber an, dass die Warteschlange schon beachtlich lang ist. Konkrete Wartezeiten will Google keine nennen.

Das US-Unternehmen hat es wegen eines Rechtsstreits mit dem Datenschutzbeauftragten Hanspeter Thür seit längerer Zeit unterlassen, hierzulande neue Bilder aufzuschalten. Thür bekam vom Bundesverwaltungsgericht im April Recht, dass mit Street View der Schutz der Privatsphäre der abgebildeten Personen gefährdet wird. Er forderte eine vollständige Anonymisierung der Gesichter und Autokennzeichen auf den rund 20 Millionen Street-View-Bildern von Schweizer Städten. Google akzeptierte das Urteil nicht. Jetzt muss das Bundesgericht entscheiden.

Keine Bedenken wegen des Datenschutzes

«Wir dürfen nach wie vor Bilder hochladen, solange keine Gesichter und Autokennzeichen sichtbar sind oder wir die Erlaubnis der Personen haben», sagte Patrick Warnking, Country Manager von Google Schweiz, heute Morgen an einer Pressekonferenz.

Bislang wurde Street View weltweit in 27 Länder aufgeschaltet - sogar in der Antarktis. Warnking konnte sich einen kleinen Seitenhieb auf den Schweizer Datenschutzbeauftragten nicht verkneifen und sagte, dass es im Reich der Pinguine keine Probleme mit Datenschützern gab.

Laut einer Umfrage von Google haben bislang 53 Prozent der Schweizer Bevölkerung Street View schon einmal ausprobiert. 40 Prozent der User nutzen Google Maps, in dem Street View integriert ist, über ihr Smartphone.

Neue Funktionen für Google-Maps

Mit dem Update auf Google Maps 5.7 hat der Kartendienst eine interessante Neuerung erhalten. So wurden die Fahrpläne der öffentlichen Verkehrsmittel aus über 400 Metropolen rund um den Globus erfasst und mit der GPS- sowie einer Alarm-Funktion verknüpft. Wer beispielsweise in Rio de Janeiro unterwegs ist, aber kein Portugiesisch spricht, braucht sich keine Sorgen mehr zu machen, die gewünschte Haltestelle zu verpassen. Das Android-Smartphone gibt seinem Besitzer mit einem diskreten Vibrationsalarm rechtzeitig Bescheid, wenn die Zeit gekommen ist, das Gefährt zu verlassen. Dies funktioniert auch, wenn gerade eine andere App zum Einsatz kommt. Wer die U-Bahn nutzt, sollte sich allerdings nicht auf die Warnfunktion verlassen. Eine Verbindung zum einem GPS-Satelliten ist für «Transit Navigation» Grundvoraussetzung.

(mbu)