Kampf der Giganten

17. November 2011 04:13; Akt: 17.11.2011 09:30 Print

Google startet neuen Online-Musikdienst

Der Internetkonzern Google hat mit der Erweiterung seines Musikangebots die Konkurrenz zu Apple und Amazon verschärft. Google stellte am Mittwoch in Los Angeles einen neuen Online-Shop für Musik vor.

storybild

Suchmaschine meets Rap: Google will nun auch im Musikgeschäft durchstarten.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Google-Manager Paul Joyce sagte bei der Präsentation von Google Music in Los Angeles, «Millionen von Songs» seien ab sofort über die Online- Plattform Android Market verfügbar.

In den kommenden Tagen werde das Angebot auch auf den mit dem Google-Betriebssystem Android ausgerüsteten Smartphones und Tablet-Computern zur Verfügung stehen. Der Haken für Schweizer Musikfans: Google Music ist derzeit erst in den USA verfügbar.

Der Online-Dienst funktioniert nach dem sogenannten Cloud-Prinzip, bei dem die «Datenwolke» des Internets als eine Art externe Festplatte für die Musiksammlung dient. Die Nutzer können bis zu 20 000 Songs auf Google-Servern hochladen, wie Google während der Testphase des Systems mitteilte.

Musik teilen auf Google+

Gekaufte Songs können auf dem sozialen Netzwerk Google+ mit Freunden geteilt werden, wobei der Song dort nur einmal angehört werden kann.

Mit dem Artist Hub bietet Google unbekannten Künstlern ohne Plattenvertrag zudem die Möglichkeit, sich über Google Music zu promoten. Die Musiker können ihre Songs direkt über eigene Profile im Artist Hub verkaufen.

Angriff auf Amazon und Apple

Die zuletzt gespielten Lieder würden jeweils automatisch auf dem Abspielgerät gespeichert und seien damit auch offline zugänglich. Ausserdem könnten Nutzer Listen mit ihren Lieblingsliedern erstellen, um diese ohne Internetverbindung anzuhören.

Ende März hatte bereits die US-Internetfirma Amazon einen ähnlichen Musikdienst gestartet. Der Chef der Digitalsparte beim Musikkonzern Universal Music, Robert Wells, bezeichnete die Zusammenarbeit mit Google bei der Präsentation am Mittwoch als «bahnbrechend». Er gehe davon aus, dass sich daraus für die Künstler neue Einkommenskanäle eröffneten, sagte Wells.

In der Schweiz bieten Simfy und seit gestern Mittwoch Spotify bereits ähnliche Musik-Dienste an.

(Quelle: YouTube/googlemusic)

(owi/sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Disco Fox am 17.11.2011 15:18 Report Diesen Beitrag melden

    So blöd muss man erstmal sein

    Mal vorgestellt: Ich kaufe mir meine Lieblingsmusik als CD. Der Verkäufer verbietet mir aber diese CD mit nach Hause zu nehmen, sondern sie wird irgendwo auf der Welt aufwahrt, wo sagt man mir leider nicht. Ich kann mir aber die CD anhören, wenn ich Glück habe und die Technik funktioniert, wenn nicht steh ich dumm da. Das kostet mich aber noch einmal extra Geld durch online-Gebühren..ähm..wer bitte ist so bescheuert und lässt sich so von Google und anderen für dumm verkaufen ?

    einklappen einklappen
  • Android am 17.11.2011 08:12 Report Diesen Beitrag melden

    In der Schweiz?

    Ab wann kann man Google-Music in der Schweiz nutzen?

    einklappen einklappen
  • Neuhuser am 17.11.2011 23:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nachahmer haben nicht den längeren Atem!

    Das Unternehmen geht mir sowas auf den Sack. Die machen aber Alles nach! Keine eigene Ideen. Kein bisschen innovativ. Die Frage ist nicht OB die Firma untergeht sondern WANN?! Ohne Innovation keinen langfristigen Erfolg. Das gilt auch für den Überriesen. Schaut mal Microsoft an. Bei denen sieht die Zukunft nicht rosig aus. PS: Nicht einmal das Kerngeschäft kam von Google, sondern kupferten es von Yahoo ab. Freu mich auf die Schlagzeilen wenn Google unter geht!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Neuhuser am 17.11.2011 23:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nachahmer haben nicht den längeren Atem!

    Das Unternehmen geht mir sowas auf den Sack. Die machen aber Alles nach! Keine eigene Ideen. Kein bisschen innovativ. Die Frage ist nicht OB die Firma untergeht sondern WANN?! Ohne Innovation keinen langfristigen Erfolg. Das gilt auch für den Überriesen. Schaut mal Microsoft an. Bei denen sieht die Zukunft nicht rosig aus. PS: Nicht einmal das Kerngeschäft kam von Google, sondern kupferten es von Yahoo ab. Freu mich auf die Schlagzeilen wenn Google unter geht!

  • Disco Fox am 17.11.2011 15:18 Report Diesen Beitrag melden

    So blöd muss man erstmal sein

    Mal vorgestellt: Ich kaufe mir meine Lieblingsmusik als CD. Der Verkäufer verbietet mir aber diese CD mit nach Hause zu nehmen, sondern sie wird irgendwo auf der Welt aufwahrt, wo sagt man mir leider nicht. Ich kann mir aber die CD anhören, wenn ich Glück habe und die Technik funktioniert, wenn nicht steh ich dumm da. Das kostet mich aber noch einmal extra Geld durch online-Gebühren..ähm..wer bitte ist so bescheuert und lässt sich so von Google und anderen für dumm verkaufen ?

    • Sam Wise am 17.11.2011 16:09 Report Diesen Beitrag melden

      Erst informieren, dann aufregen

      Du kannst die Musik nach dem Kauf auch einfach runterladen ... es zwingt dich niemand die Cloud zu benutzen. Ist einfach eine zusätliche Dienstleistung, ich sehe nicht was daran schlecht sein sollte.

    einklappen einklappen
  • Prime am 17.11.2011 09:01 Report Diesen Beitrag melden

    Das kann ich gar nicht glauben..

    habe ich das richtig verstanden: Wir Android Nutzer bekommen 20'000 Songs gratis in die Cloud, und Apple Nutzer müssen mit 5GB (Gratis) zurecht kommen? Cool :) Das währe ja etwa 20x mehr..

    • Daniel K. am 17.11.2011 11:06 Report Diesen Beitrag melden

      Ja und Nein

      Bis zu 20'000 Songs können gratis hochgeladen oder "hinzugefügt" werden. Ich habe momentan ca. 3'000 Songs bei Google Music und höre diese via Web-Client oder via Android-Handy... mit 5 GB (bei Apfel) kannst du ca. 1450 Lieder speichern, bei einer Grösse von ca. 3.5 MB pro Titel. Daher ca. 13x mehr :-P (wenn ich richtig gerechnet habe).

    • Kevin am 17.11.2011 11:27 Report Diesen Beitrag melden

      Nein

      Die 5GB in der iCloud sind nicht für die Musik, sondern nur für's Backup des iPhones etc. Die Musik hat eine eigene, grössere Cloud die 25'000 Titel pro Person ermöglicht. ;)

    • Stefan Meier am 17.11.2011 11:48 Report Diesen Beitrag melden

      nicht ganz richtig

      Tja, nur wird die Musik bei Apple nicht an die bestehenden 5GB angerechnet.... :)

    • Alexander Eglin am 17.11.2011 14:29 Report Diesen Beitrag melden

      Apple

      Das kannst du gar nicht glauben? OMG! Kauf dir mal ein iPhone und verwende das Original Smartphone sowie der Original Digital Musikdienst von Apple.. Dann wirst du im Spital aufwachen, weil du in den Ohnmacht geflogen bist, wenn du diese Nachmache schon gut findest..

    • Daniel K. am 18.11.2011 10:03 Report Diesen Beitrag melden

      @Alexander

      Nachmache da, Nachmache dort... Ob es eine Nachmache ist oder nicht, ist mir eigentlich egal... sonst hätten wir heute keine verschiedenen Automarken. Und ob hier Apple "zuerst" war, ist auch fraglich... es ist Ansichtssache, ich mag lieber die Google-Dienste als die Apple-Gefängnisse... genauso wie ich evt. lieber einen Audi habe als einen VW... aber das sehen hier einige immer viel zu eng... soll sich doch jeder für das Produkt entscheiden, das er am meisten mag... bei mir ist das nun mal Android mit Google und Google Music...

    einklappen einklappen
  • Mike am 17.11.2011 08:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Cool - aber nur in Theorie

    Das klingt ja alles sehr gut. Nur leider macht Google die Rechnung ohne die telcos. Was nützen mir 20'000 Songs in der Wolke, wenn ich nur 2 CDs im Monat anhören kann mit einer 250MB Datenlimite?

    • Daniel K. am 17.11.2011 11:03 Report Diesen Beitrag melden

      Telcos und so...

      Das stimmt zwar, aber du bist nicht gezwungen, die Musik zu streamen. Du kannst im WLAN deine Musik die du hören willst "offline Verfügbar" machen, danach einfach so auf den Handy hören ohne Datentransfer. Und der Web-Player ist echt toll, ich höre fast nur noch so Musik :-D

    einklappen einklappen
  • Android am 17.11.2011 08:12 Report Diesen Beitrag melden

    In der Schweiz?

    Ab wann kann man Google-Music in der Schweiz nutzen?

    • Daniel K. am 17.11.2011 11:07 Report Diesen Beitrag melden

      Geht heute schon...

      Google Music kann in der Schweiz (eingeschränkt) genutzt werden. Du musst dich nur via US-Proxy anmelden und danach brauchst du keinen Proxy mehr. Hab ich in der Beta-Phase so gemacht und nutze nun Google Music bereits einige Monate. Leider geht der Shop auch nur via Proxy, aber es funktioniert ;-)

    einklappen einklappen