Erfolgsgeschichte

08. Juni 2012 12:43; Akt: 08.06.2012 12:59 Print

Die Schweiz ist ein Street-View-Pionierland

Ob auf der Skipiste, der Schiene oder der Strasse: Die Panoramabilder von Google Street View sind in der Schweiz ein Riesenerfolg. Allerdings sind die Strassenaufnahmen nicht mehr taufrisch.

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Mit einem Street-View-Schneemobil wurden im Februar 2011 die Skipisten in Zermatt abfotografiert. (Bild: Keystone/Oliver Maire)

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Googles kostenloser Strassenbilder-Dienst ist bei der Schweizer Bevölkerung sehr beliebt. Dies zeigt eine im Oktober 2011 durchgeführte repräsentative Studie. Street View erfreut sich der Umfrage zufolge einer steigenden Beliebtheit bei Schweizerinnen und Schweizern: Waren es im Juni 2011 noch 53 Prozent, hatten nun bereits 60 Prozent der Schweizer Bevölkerung Street View genutzt.

Mit 46 Prozent wird der Dienst am meisten für die Planung von Ferienreisen im Ausland verwendet. 39 Prozent der Befragten nutzen den Dienst für die Reiseplanung im Inland und 45 Prozent für die virtuelle Besichtigung von Städten und Sehenswürdigkeiten in anderen Ländern: Rund drei Viertel der Schweizer, die Street View schon einmal genutzt haben, sagten, sie möchten dies auch in Zukunft wieder tun.

Über 212 Millionen Bilder angeschaut

Auf Anfrage von 20 Minuten Online gibt Google weitere aktuelle Informationen preis. Demnach gehören die Schweizer zu den weltweit häufigsten Nutzern von Street View. Über 212 Millionen Schweizer Panoramabilder seien seit der Einführung im August 2009 angeschaut worden. Fast 1000 Schweizer Unternehmen haben Street View in ihren Internet-Auftritt integriert, um Werbung für ihre Dienstleistungen zu machen und um auf Street View gefunden zu werden.

Laut Google trägt Street View zur Förderung des Schweizer Tourismus ausserhalb der Landesgrenzen bei. Ein Viertel aller Aufrufe von Schweizer Street-View-Bildern stamme von ausserhalb der Schweiz und unterstütze direkt die Schweizer Tourismusbranche im Wert von 15 Milliarden Schweizer Franken im Jahr.

Nicht mehr taufrisch

Street View ist beliebt – doch die bisher veröffentlichten Bilder sind nicht mehr taufrisch. Die Bilder wurden vor der Lancierung am 18. August 2009 aufgenommen, abgesehen von den Sehenswürdigkeiten. Die letzten Kamerafahrten in der Schweiz wurden laut Google Ende 2010 durchgeführt. Das Unternehmen erklärt, es sei kontinuierlich daran, historische und kulturelle Orte des Landes aufzunehmen, die für Schweizer Nutzer interessant seien. In den letzen zwei Jahren seien Bilder von verschiedenen Schweizer Sehenswürdigkeiten aufgenommen worden.

Im Februar 2011 befuhr Google mit einem Schneemobil die Pisten Zermatts. Im Juli 2011 kamen weitere Sehenswürdigkeiten hinzu. Seither können die Street-View-Nutzer virtuell zwischen den historischen Mauern der drei Burgen von Bellinzona spazieren, den Zoo Basel besuchen und das Stade de Suisse besichtigen. Auch das Heididorf, die Masoala-Halle im Zürcher Zoo und die Schlösser Château Chillon und Château Gruyère sind dreidimensional sichtbar für Erkundungstouren auf Street View.

Seit August 2011 kann man bequem vom Bildschirm aus die Skipisten mit Ausblick aufs Matterhorn geniessen, durch die Weinberg-Terassen von Lavaux spazieren und das Letzigrundstadion, den Rheinfall bei Schaffhausen sowie den Caumasee virtuell erleben. Die Bilder vom Jungfrau-Aletsch-Gebiet zeigen die Schweizer Berge von ihrer schönsten Seite. Im Oktober 2011 ging Street View erstmals auf die Schienen der Rhätischen Bahn und zeigt seit März 2012 eine der schönsten Bahnstrecken der Schweiz.

(mbu/dsc)

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Ausgewählte Leser-Kommentare

Habe das gefühl für die meisten Leute ist das hier wie ne Diskussion übers Loch-Ness Monster. Niemand hats gesehn, aber alle wissen genau wies ist. Seid ihr dem Google Auto mal begegnet??! Das ist nicht einfach ein normaler PKW, sondern ein grösseres Auto mit ner 2m Antenne und nem gigantischen Ball oben drauf. Das Auto erkennt man aus 500m, und kann ihm ohne Probleme ausm Weg gehn. Wer das Auto sieht und trotzdem noch ins Puff davor geht, kann das genau so gut auch vor seiner Frau machen. – Pascal Free

Google könnte einen Ort einfach mehrfach zeitlich verschoben aufnehmen und wegfiltern was nicht auf allen Bildern ist. Es scheint dass das zu teuer ist, also sollen sie halt die Handarbeit machen.... – Michael

Also, sie sagen, dass das was Google macht, ist völlig harmlos? Entweder arbeiten Sie für Google oder irgendwie ist Naivität im Spiel. Es muss ja nicht nur Google sein, die im Hintergrund Daten verknüpfen, das können auch andere und zwar mit Bilder von Google. Gesichtserkennungssoftware die automatisch im Internet Bilder nach Gesichtern scannt, gibt es bereits. Ich hoffe, sie können zu jedem Bild stehen, auf dem Sie zu finden sind oder wissen sie gar nicht, ob ein Bild auf dem Internet zu finden ist, dass sie gar nicht hier sehen möchten. – Peter Beton

Die neusten Leser-Kommentare

  • eichhorn am 11.06.2012 13:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was ist das grosse Problem?

    Ich verstehe nicht, was das grosse Problem bei der Sache ist... Wie viele von euch Genervten haben drn wirklich schon mal ein Google Street View Auto vorbeifahren sehen? Und wenn schon, was ist da dabei...? azum grössten Teil werden die Gesichter ja sowieso unerkennbar gemacht.

  • Dr. Peter M. am 11.06.2012 13:08 Report Diesen Beitrag melden

    Bravo Schweiz!

    Früher konnten Menschen noch Karten lesen. Heute wissen sie ohne iPhone & Co. nicht mal mehr in welcher Stadt sie sind. Die digitale Verblödung ist ansteckender als die Schweinegrippe und kaum einer unternimmt etwas dagegen. Besten Dank Herr Thür!!!!!!!

  • Koni am 11.06.2012 07:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wegschauen!

    Street-View kann auch nützlich sein für den Tourismus! Wenn das überaus auffällige Street-View Auto vorbei fährt, kann man ja kurz weg sehen!

  • Martin am 10.06.2012 03:36 Report Diesen Beitrag melden

    Schlechter Befund vom Bundesgericht!

    Lest mal die Bundesverfassung. Schutz der Privat und Intimsphäre (Art. 13). Ich darf von der CH erwarten, dass ich mich unbeobachtet an jedem Ort aufhalten kann, wo ich will. Es geht niemanden etwas an, sofern ich nicht im Verdacht stehe, ein kriminelles Delikt begangen zu haben. Es geht mir auf die Nerven, dass man allmählich von allen Seiten beobachtet wird; wer weiss, was damit alles für Missbrauch betrieben wird? Auch die vielen Webcams stören mich. Zur Zeit sind sie so installiert, dass man niemanden erkennen kann, aber wie lange noch?

  • mr. unbekannt am 10.06.2012 00:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    unnötiger prozess

    wenn man nicht erkannt werden will dann soll man zuhause bleiben! jeder kann auf die strasse gehen und einen anschauen und er wird auch nicht gerade verklagt^^